Produktion: Das "Katerfrühstück" entstand an verschiedenen Drehorten. Aufnahmen wurden unter anderem in den Stadtzentren von Brakel, Boffzen und Höxter getätigt. Hier dreht das Team um Philip Warneke und Christian Ruppelt in der Höxteraner Innenstadt. - © Claudia Warneke
Produktion: Das "Katerfrühstück" entstand an verschiedenen Drehorten. Aufnahmen wurden unter anderem in den Stadtzentren von Brakel, Boffzen und Höxter getätigt. Hier dreht das Team um Philip Warneke und Christian Ruppelt in der Höxteraner Innenstadt. | © Claudia Warneke

Höxter Komödie "Katerfrühstück" spielt in Höxter

Kreativ: Ein Kurzfilm feiert am 18. Oktober Premiere im Roxy-Kino Holzminden und wird auch online zu sehen sein. Bei der Produktion der Höxteraner steht der Spaß im Vordergrund, Profit ist nicht zu erwarten

Christian Geisler

Höxter. Die Filmemacher Philip Warneke und Christian Ruppelt haben zusammen mit ihrem Freundeskreis den Kurzfilm "Katerfrühstück" produziert. Der knapp elf Minuten lange Film feiert am Sonntag, 18. Oktober, in geschlossener Gesellschaft im Roxy-Kino Holzminden Premiere. Noch am selben Abend ab 18 Uhr wird die Low-Budget-Produktion öffentlich auf der Online-Videoplattform YouTube und auf der eigenen Internetseite zu sehen sein. "Wir haben den Film produziert, um zu lernen. Selbst die Hollywood-Größen sagen: ?Um es zu lernen, muss man es machen.? Unter der Prämisse haben wir uns zusammengesetzt", erklärt Christian Ruppelt. Die Komödie "Katerfrühstück" handelt von einem jungen Mann, der eine durchzechte Nacht hinter sich hat und nicht mehr im Detail weiß, was alles passiert ist. Am Frühstückstisch erinnert er sich mit Hilfe von filmerisch dargestellten Rückblenden an den Vorabend zurück. Dabei verstrickt er sich durch Kommunikationsprobleme immer tiefer in Missverständnisse und wird von seiner Freundin zur Rechenschaft gezogen. Drehorte waren unter anderem die Innenstädte von Höxter, Brakel und Boffzen. Seit 2008 betreiben Ruppelt und Warneke zusammen mit Oliver Lehne die Medienagentur LRW-Medien. So produzieren die Filmemacher vorwiegend Image- und Werbefilme für Unternehmen der Region. Zusätzlich nahmen die Freunde dreimal in Folge an dem Wettbewerb "99-Fire-Films-Award" teil, bei dem in 99 Stunden ein 99-Sekunden-Film entstehen muss. Als jeweils eine von 10.000 Einsendungen gab es aber nie eine Rückmeldung seitens der Veranstalter. Lediglich die besten 99 Filmproduktionen seien später zur Preisverleihung eingeladen worden. "Der Wettbewerb wird kontrovers diskutiert. Dort müssen die Themen auf die Sponsoren zugeschnitten sein. Davon wollten wir uns dieses Mal lösen und einen wirklich runden Film produzieren", begründet Philip Warneke den Dreh der Komödie. Das Equipment stellten Philips Ehefrau, Fotografin Claudia Warneke, sowie das eigene Unternehmen, LRW-Medien, zur Verfügung. Lediglich Mikrofon und Kamera seien für die Produktion extra angeschafft worden. "Es kommt nicht auf die Ausrüstung an. Viel wichtiger ist, dass man weiß, wie man damit umgehen muss. Das unterscheidet auch einen Hollywoodfilm von einer Garagenproduktion. In Hollywood nehmen sie sich die Zeit, um zum Beispiel alles auszuleuchten. Ich wette, wenn man eine gut gestaltete Handyaufnahme in einen Film schneidet, würde das den wenigsten Zuschauern auffallen", sagt Warneke mit einem Lachen. "Katerfrühstück" sei in fünf Drehtagen entstanden. Profit wollen die Höxteraner mit der Produktion nicht erwirtschaften. "Es geht um die Sache an sich. Wir setzen uns klare Ziele und setzen sie dann um. Mir macht das Spaß", erzählt Ruppelt und Warneke ergänzt: "Wir sind nicht so blauäugig und denken, dass morgen Til Schweiger anruft und uns das Drehbuch abkaufen will. Wir erfreuen uns daran, dass unsere Zuschauer Spaß am Zusehen haben."

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