HÖXTER Julias Traum vom kleinen Flitzer

140 Smart-Fahrer schenken jungen Patienten einen unvergesslichen Tag

VON AMINA VIETH
Die elfjährige Julia träumt von einem Smart Roadster in schwarz, mit Flügeltüren, den sie mal fahren möchte. In diesem Roadster konnte sie schon einmal Probe sitzen. - © FOTO: AMINA VIETH
Die elfjährige Julia träumt von einem Smart Roadster in schwarz, mit Flügeltüren, den sie mal fahren möchte. In diesem Roadster konnte sie schon einmal Probe sitzen. | © FOTO: AMINA VIETH

Höxter. Die brummenden Motoren und das Hupkonzert von rund 140 kleinen Flitzern ließ am Samstag Kinderherzen höher schlagen. Smart-Fahrer aus ganz Deutschland und sogar aus Dänemark hatten sich auf den Weg nach Höxter gemacht, um den Ferienkindern in der Weserberglandklinik (WBK) ein unvergessliches Wochenende zu bereiten. Raus aus dem Alltag - fernab von Klinik und Krankheit - ging es los zur Smart-Ausfahrt.

Vor Aufregung und Vorfreude konnten sie seit Tagen kaum schlafen und essen. Es gab nur noch ein Thema auf der Station B4 der WBK: die Smart-Sternfahrt zum Sommerfest. Bereits zum sechsten Mal rief der Smart-Club-Hamburg zur Smart-Sternfahrt für die an Muskelschwund erkrankten Kinder auf. Ob "smart for two", "smart for four" oder der sportliche Roadster, Fahrer aller Modelle in jeglichen Farben und Mustern, von klassisch bis komplett getunt waren angerollt, um den Mädchen und Jungen eine Freude zu bereiten.

Auch die elfjährige Julia freute sich schon riesig auf die Fahrt. Zum zweiten Mal ist sie mit ihrer Mutter Isabel Appleinus zur Reha in der WBK. Doch zum ersten Mal nahm sie am Smart-Konvoi teil. "Das ist einfach toll, dass es hier so etwas gibt", freute sich das Mädchen und kurvte mit ihrem elektrischen Rollstuhl zwischen den Autos umher. Ganz begeistert war sie von den Sportflitzern, dem Smart-Roadster. "So einen möchte ich später auch mal haben, in schwarz, mit Flügeltüren", berichtete sie und schaute sich die Modelle ganz genau an.

"Aufsitzen", tönte es von der Bühne und schon kurz darauf kam der Konvoi ins Rollen. Günther Telle aus Uslar nahm Julia und ihre Mutter in seinem "smart for four" mit. Mit einem lauten Hupkonzert fuhren die 140 smarten Wagen in die Stadt. Begleitet von einer Polizeieskorte, die dafür sorgte, dass der Konvoi zusammen blieb.
"Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele sind, und dass es so aufregend ist", freute sich Julia und beobachtete die unzähligen Autos hinter sich im Rückspiegel. Schnell zückte sie ihre Kamera, machte Bilder und Videos. "Ich möchte das zur Erinnerung festhalten, damit ich es Freunden und der Familie zeigen kann", erzählte sie begeistert. Für Mutter Isabel war es unbeschreiblich, ihre Tochter so ausgelassen und entspannt zu sehen. "Für einen Tag können die Kinder ihre Krankheit vergessen und einfach Kind sein. Das ist ein tolles Erlebnis", betonte sie gerührt.

Die Erinnerung, die durch diese Aktion im Gedächtnis der Kinder bleibt, ist das höchste Gut für die Smartfahrer. "Uns geht es darum, dass wir ein qualitativ hochwertiges Wochenende für die Kinder gestalten, an das sie sich gerne erinnern", betonte Ingo Volkmann vom Smart-Club Hamburg. Für ihn steht fest, im nächsten Jahr wird es mit Unterstützung vieler Smart-Clubs in Deutschland wieder eine Sternfahrt geben. Und auch für Julia ist klar, sollte sie wieder aus ihrer Heimat Tornesch nach Höxter kommen, möchte sie auch wieder dabei sein. "Aber dann möchte ich in einem Roadster mitfahren", damit würde ein Traum für sie in Erfüllung gehen. Darauf hofft sie schon jetzt.

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