Projektleiterin: Anna Nelting von der Fokus Development AG. - © Simone Flörke
Projektleiterin: Anna Nelting von der Fokus Development AG. | © Simone Flörke

Höxter Treppenturm in Höxter fällt im Herbst

Die neue Jugendberufsagentur von Arbeitsamt und Jobcenter zieht an den Marktplatz

Simone Flörke

Höxter. Ein neuer Dienstleister mit der Jugendberufsagentur am Marktplatz und Verlängerung für die Existenz des Treppenturmes: Das sind die beiden wichtigen Nachrichten zur Großbaustelle „Marktquartier" im Herzen von Höxter. So wird nach Angaben von Projektleiterin Anna Nelting vom Investor, der Fokus Development AG aus Duisburg, zum Jahresende die Jugendberufsagentur in dem Gebäude am Markt 6 (über Depot) als gemeinsames Projekt von Agentur für Arbeit und Jobcenter des Kreises einziehen. Dort wird derzeit gebaut. Neue Wege und bessere Möglichkeiten in einem Gebäude „Eine Belebung für den Marktplatz", da ist sich die Projektleiterin im Gespräch mit der Neue Westfälischen sicher. Andrea Wesemann, Leitern der Arbeitsagentur in Höxter und Warburg, bestätigt. Es sei eine bundesweite geschäftspolitische Neuausrichtung, die die Zusammenarbeit und die Synergien in einem Gebäude bündele: von Arbeitsaufnahme über Ausbildungsplatz oder Leistung der Jugendamtsarbeit. „Das bietet uns neue Wege und bessere Möglichkeiten, ohne dass wir die Jugendlichen ständig hin- und herschicken müssen", sagt Wesemann und spricht vom November als Starttermin. Die Agenturbüros in der Weserstraße bleiben aber weiterhin so als Anlaufstelle bestehen. Und erst im Herbst soll es dann dem Treppenturm an den Kragen gehen. Dessen Abriss ist noch einmal eine logistische Herausforderung für die Beteiligten, sagt Projektleiterin Nelting. Zudem müsse die Kellerdecke des Treppenturmes – dort unten befinde sich die Technik der Marktbeschicker – aufgrund der Höhenanpassung zum Neubau abgesenkt werden. Einen konkreten Termin für den Abriss wollte sie aber noch nicht nennen. Doch: Die Baustelle selbst wird wohl noch bis zum Jahresende in diese Größenordnung am Markt mit den Absperrungen eingerichtet bleiben. Sprich: Auch beim Hochbau wird das Stück des Marktplatzes für die Materiallagerung benötigt. Im Sommer würden sogar noch mehr Firmen in die Baustellenlogistik integriert werden, sagt die Projektleiterin aus Duisburg. Aufgebaut werden soll das neue Gebäude vom Marktplatz aus gesehen von rechts nach links. Mit einer neuen Zugangslösung statt des alten Treppenturmes. Noch in dieser Woche soll die Decke über den Keller des Neubaus geschlossen werden: Sprich: Der Beton wird gegossen, damit das Erdgeschoss für die vier Mieteinheiten des Einzelhandels aufgemauert werden kann. Damit sind die versorgungstechnischen Grundlagen für die neue Häuserzeile am Marktplatz in Höxter gelegt. Es wird auch die Baugrube verfüllt werden. Und damit kann der Rohbau nach oben wachsen. Und zwar weitaus schneller als das damit aufwendigere und kompliziertere Erdgeschoss nach der sogenannten „Gründung". Viele Arbeiten, so erklärt Anna Nelting, würden jetzt auch im Untergrund von außen nicht sichtbar stattfinden: die Tiefgaragen-Anbindung etwa. Die Zufahrt vom hinteren Bereich des Depot-Marktes bleibt für die unterirdische Gesamtanlage erhalten. Dazu gibt es einen Durchbruch unten im Tunnel geradeaus zu den Stellplätzen unterm Neubau und einen weiteren nach links zu den privaten Stellplätzen eines Anliegers. Insgesamt gehe es darum, die Nutzbarkeit der einzelnen Tiefgaragen zu verbessern, so Nelting. 700 Quadratmeter für Büros oder Praxen im ersten Obergeschoss Begeistert ist Anna Nelting von der Zusammenarbeit mit den heimischen Firmen: „Sie liefern Top-Qualität", sagt sie, verweist aber auch darauf, dass die Hochbau-Unternehmen Hartmann in der 29. und 30. Kalenderwoche Betriebsferien mache und man daher dann keine Arbeiter dort sehen werde. Und auch die Zusammenarbeit in Sachen Vermarktung laufe bestens: So habe man im Gebäude Markt 6 (Depot und Barmer) eine Vollvermietung erreicht (in der Vergangenheit habe es eine Konzentration auf das Erdgeschoss gegeben). Von den Wohnungen im Neubau ist nur noch eine Maisonette-Wohnung „mit Blick auf Marktplatz und auf den Solling" zu haben. Jetzt konzentriere man sich gemeinsam mit den Immobilienspezialisten der Sparkasse Höxter auf die Vermarktung des ersten Obergeschosses im Neubau: 700 Quadratmeter für Büros oder Praxen.

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