Neue Besitzer gesucht: Das Jugendherbergswerk verkauft die Jugendherberge am Ziegenberg in Höxter. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1954. - © Manuela Puls
Neue Besitzer gesucht: Das Jugendherbergswerk verkauft die Jugendherberge am Ziegenberg in Höxter. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1954. | © Manuela Puls

Höxter Es gibt schon Interessenten für ehemalige Jugendherberge Höxter

Wohnnutzung angedacht: Nach dem Auszug der Flüchtlinge steht das Gebäude jetzt zum Verkauf. Das Mindestgebot beträgt 344.000 Euro

Manuela Puls

Höxter. Die ehemalige Höxteraner Jugendherberge steht seit kurzem zum Verkauf. Ende April sind dort die letzten Flüchtlinge ausgezogen. Jetzt will das Jugendherbergswerk Westfalen-Lippe mit Sitz in Hagen die Immobilie höchstbietend vermarkten. „Es gibt auch schon erste Interessenten“, so Pressesprecherin Maike Braun auf NW-Anfrage. Besichtigungen seien allerdings bis jetzt noch nicht möglich gewesen, da der Mietvertrag mit der Stadt Höxter noch bis zum 30. April lief. Das Gebäude steht also erst seit gut zwei Wochen leer. Inzwischen ist ein Gutachten zu dem 1954 erbauten Gebäude an der Wilhelmshöhe erstellt worden. Das Mindestgebot für die Immobilie auf einem fast 14.800 Quadratmeter große Grundstück beträgt 344.000 Euro. Auf zwei Etagen bietet die ehemalige Jugendherberge „Hoffmann von Fallersleben“ eine Wohnfläche von fast 1.500 Quadratmetern, im zu einer Seite ebenerdigen Untergeschoss kommen weitere 660 Quadratmeter hinzu. Im Gutachten wird eine Nutzung zu Wohnzwecken empfohlen. Das wird auch aufgrund der abgelegenen Lage der Liegenschaft als am sinnvollsten und am wirtschaftlichsten erachtet. Dann müsste die alte Jugendherberge aber möglicherweise abgerissen werden. Die einfachere Lösung wäre eine „artverwandte“ Folgenutzung der bestehenden Gebäude. In diesem Fall wären laut Gutachten allerdings umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig. Das Haus am Ziegenberg ist über eine steile Erschließungsstraße zu erreichen Das Haus am Ziegenberg ist über eine steile Erschließungsstraße zu erreichen. Es liegt am Hang und direkt am Wald, der von Wanderwegen durchzogen ist. Der Campus der Hochschule OWL ist ganz nahe – nur 300 Meter entfernt. Angrenzend gibt es ein Wohngebiet mit Ein-, Zwei- und kleinen Mehrfamilienhäusern. Das hoch über Höxter gelegene Gebäude wurde im Laufe der Zeit nur teilweise modernisiert, heißt es im Exposé. So wurde vor etwa zehn Jahren das Dach neu gedeckt, die Fenster sind 20 Jahre alt, die Sanitäranlagen stammen aus den 90er Jahren. Mitarbeiter der Stadt sind noch dabei, die ehemalige Jugendherberge komplett leerzuräumen. „Alle Schäden werden natürlich von uns behoben, wie vertraglich vereinbart“, sagt Stadtsprecherin Sabine Hasenbein. Es handele sich dabei weitestgehend nur um Schönheitsreparaturen nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft. Für das Areal gebe es aktuell keinen Flächennutzungsplan. „Da muss man erst abwarten, was ein eventueller Investor mit dem Gelände vorhat“, so die Sprecherin weiter.

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