Daumen hoch für die Kameras: Höxter freut sich über den Zuschlag für die Landesgartenschau 2023. Josef Risse (Kirchengemeinde Corvey; v. l.), Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, Saskia Fischer-Lenßen, Bürgermeister Alexander Fischer, Baudezernentin Claudia Koch, Laura Heuschneider (Machbarkeitsstudie), Stefan Fellmann (Fachbereichsleiter Ordnung) und Elmar Pröbsting (Machbarkeitsstudie). FOTOS: MANUELA PULS - © Manuela Puls
Daumen hoch für die Kameras: Höxter freut sich über den Zuschlag für die Landesgartenschau 2023. Josef Risse (Kirchengemeinde Corvey; v. l.), Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, Saskia Fischer-Lenßen, Bürgermeister Alexander Fischer, Baudezernentin Claudia Koch, Laura Heuschneider (Machbarkeitsstudie), Stefan Fellmann (Fachbereichsleiter Ordnung) und Elmar Pröbsting (Machbarkeitsstudie). FOTOS: MANUELA PULS | © Manuela Puls

Höxter Höxter feiert den Zuschlag für die Landesgartenschau

Der Herzog verkauft der Stadt ein Grundstück für den Archäologiepark und stellt Ländereien kostenlos zur Verfügung

Manuela Puls

Höxter. Die gute Nachricht kam am Montag kurz vor 15 Uhr per Videobotschaft direkt von Landesministerin Christina Schulze Föcking: Höxter bekommt den Zuschlag für die Landesgartenschau 2023. Die Gartenschau verbinde Altstadt und Welterbe, und sie werde auch die Menschen in der Stadt mitreißen und verbinden. Das Konzept aus Höxter habe Erfolgspotenzial, so die CDU-Ministerin:„Beeindruckend, wie sehr Sie dahinterstehen." Dann wurde in Höxter gefeiert: „Wir haben es geschafft, wir sind Landesgartenschau 2023", rief Höxters Bürgermeister Alexander Fischer (SPD) den mehr als 50 anwesenden Höxteranern in der Markthalle zu. Applaus brandete auf, doch zu Begeisterungsstürmen reichte es bei dem erwartbaren Ergebnis nicht. Höxter war der alleinige Bewerber. „Damit wird eine Vision wahr, wie Höxter in die Zukunft weiterentwickelt werden kann", sagte Fischer. Die Landesgartenschau setze Zeichen für die Stadt, den Kreis und die ganze Region. Ansonsten prägten die Begriffe „wir", „zusammen" und „gemeinsam" seine Rede. Es brauche eine Aufbruchsstimmung quer durch alle Bevölkerungsschichten. Das betonte auch Josef Risse von der Gemeinde St. Stephanus und Vitus Corvey: „Die Kirche ist dabei, das Schloss ist dabei", so der Kirchenvorstand. Und Michael Funk, der Direktor der Corveyer Generalverwaltung, hofft darauf, dass der „eher vorweihnachtliche Wunschzettel" nach der Ernennung zum Welterbe nun in Teilen Realität werden könne. Die aber vielleicht wichtigste Nachricht an diesem Nachmittag: Die Stadt und das Haus Ratibor seien „gut zueinander gekommen." Man werde jetzt vier Jahre lang hart arbeiten für eine schöne LGS, versprach Funk. Das bekräftigte dann anschließend auch Baudezernentin Claudia Koch und berichtete von „fairen und konstruktiven Verhandlungen " in Corvey mit vorzeigbaren Ergebnissen. So hat der Herzog der Stadt ein Grundstück für den Archäologiepark (ehemaliges Sägewerksgelände) verkauft. Der Preis sei zuvor von einem Sachverständigen ermittelt worden. Neben Geld gibt es dafür als Gegenleistung auch ein Stück vom Stadtwald. Auch der barocke Konventgarten kann wie geplant wiederhergestellt werden. Außerdem stellt Corvey seine landwirtschaftlichen Flächen im Weserbogen pachtzinsfrei zur Verfügung, zum Beispiel für Parkflächen. Claudia Koch zeigt sich spürbar beflügelt vor der Zusage aus Düsseldorf: Ein schöneres Projekt könne es für eine Baudezernentin gar nicht geben. Jetzt dränge aber die Zeit: „Ausruhen war gestern, Ranklotzen ist heute." Zum Beispiel müssten jetzt ein Förderverein und eine Bau-und Betriebsgesellschaft für die Landesgartenschau gegründet werden. Auch ein Projektwettbewerb soll schnellstmöglich an den Start gebracht werden, damit die Ergebnisse möglichst Anfang nächsten Jahres vorliegen. Dabei müssten dann auch die Themen Hochwasserschutz und Bodendenkmalschutz angepackt werden. Jürgen Knabe versprach als Werbegemeinschaftsvorsitzender, dass sich die Höxteraner Unternehmen im Förderverein beteiligen würden. Er hofft auf 400.000 bis 450.000 LGS-Besucher, die Umsatz in die Stadt bringen. Knabe mahnte an, dass Bahnhof und Weserbrücke spätestens 2023 fertig sein müssten. Auch Höxters Landrat Friedhelm Spieker rief die Beteiligten auf, in die Hände zu spucken: „Jetzt kommt der schwierigste Part – die Umsetzung." Auch der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken sprach vom „Startsignal für einen Marathon" mit klarem Ziel, denn das Eröffnungsdatum für die Landesgartenschau stehe ja bereits fest. „Möglichst viele Schultern müssen diese schwere Aufgabe tragen." So werde die Landesgartenschau die Höxteraner noch enger und noch näher zusammenbringen.

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