Startklar: Jan Bast (l.) und Henning Beckmann nehmen mit dem Mercedes E 220 T an der OWL-Europa-Rallye teil. - © Foto: Privat
Startklar: Jan Bast (l.) und Henning Beckmann nehmen mit dem Mercedes E 220 T an der OWL-Europa-Rallye teil. | © Foto: Privat

Höxter Höxteraner planen ganz besondere Europa-Rallye

Autos müssen mindestens 20 Jahre alt sein. Anmeldungen möglich.

Mathias Brüggemann

Höxter. Autos mit Charakter, wunderschöne Landschaften, eine einzigartige Gemeinschaft. Darum geht es bei Höxters erster Rallye, der "Rallye-OWL-Europa" vom 30. Mai bis 2. Juni. "Fünf oder sechs Jahre", reifte bei Henning Beckmann die Idee zu einer solchen Rallye. "Sie sollte nicht zu lange dauern, nicht zu weit führen und für jedermann erschwinglich sein", hatte er sich vorgenommen. Zusammen mit Jan Bast, mit dem er bereits die Red-Horse-Partys im Hotel Niedersachsen organisiert, wurde ein Konzept erarbeitet. Rund 1.800 Kilometer lang ist die viertägige Tour, die von Mittwoch, 30. Mai, über den Feiertag Fronleichnam bis Samstag, 2. Juni, nach Tschechien und zurück führt. Während der Tour werden die Teams, die aus je zwei Personen bestehen dürfen, verschiedene Tages- und Zwischenziele anfahren müssen. Um es spannend zu machen, werden diese Ziele erst beim Start bekannt gegeben. Nicht Gas geben, sondern Land und Leute kennenlernen, ist die Devise Die grobe Richtung verrät Henning Beckmann aber schon: Am ersten Tag geht es in den Raum Dresden, die zweite Etappe führt nach Brünn, am dritten Tag geht es durch Südböhmen bis Karlsbad und am letzten Tag fahren die Teilnehmer durch den Thüringer Wald zurück nach Höxter. Die Wahl der Route liegt ganz bei den Teams, so Jan Bast. Einzige Bedingung: Keine Autobahn und kein Navigationssystem. Erlaubt sind nur Straßenkarten und Kompass. Teilnehmen darf jedes Team, dessen Auto älter als 20 Jahre ist und nicht mehr als 1.999 Euro gekostet hat. Im Vordergrund steht für Beckmann und Bast, die selbst mit einem Mercedes E 220 T an den Start gehen, das Miteinander. "Es geht nicht darum, als erster im Ziel anzukommen, daher wird auch derjenige Sieger, der eine vorher bestimmte - aber erst im Ziel bekanntgegebene - Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht hat", betont Beckmann. Nicht Gas geben, sondern Land und Leute kennenlernen, sei die Devise. Auf ihren Etappen müssen die Teilnehmer vorgegebene Zwischenziele ansteuern. "Das können Schlösser oder Burgen oder andere Sehenswürdigkeiten sein", erklärt Beckmann, der selber noch nie an einer Rallye teilgenommen hat. "Für mich ist das auch eine Premiere", sagt der 47-jährige Großhändler für Recycling-Maschinen, der sich vorstellen kann, in den nächsten Jahren weitere Rallys zu organisieren. "Wenn die Tagesziele erreicht sind, bleibt auch sicherlich noch etwas Zeit, um die Gegend gemeinschaftlich oder auf eigene Faust zu erkunden", ist sich Bast sicher. Übernachtet werden kann in vorher gebuchten Hotels, "Das ist aber nicht verpflichtend", betont Beckmann. "Die Teilnehmer können auch im Auto, im Zelt oder in einer Jugendherberge übernachten." Jedes Fahrzeug wird übrigens via GPS überwacht. Das dient dem Zweck des Live-Trackings, zur Kontrolle der Route und zur Ermittlung des Gewinners nach der Zieldurchfahrt. Die Teilnahmegebühr beträgt 199 Euro pro Team. Gestartet wird am 30. Mai am Bolzano in Höxter. Zeitversetzt fahren die Teams los. Das Bolzano ist dann am 2. Juni auch das Ziel. Am Abend soll dort eine After-Race-Party steigen. Ab sofort bis zum 13. Mai haben interessierte Teams die Möglichkeit, sich einen Startplatz zu sichern. Anmeldungen sind unter www.rallye-owl-europa.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen.

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