Hauseigene Garde: Die Prinzengarde Ovenhausen eröffnete das besondere Spektakel. - © Patricia Speith
Hauseigene Garde: Die Prinzengarde Ovenhausen eröffnete das besondere Spektakel. | © Patricia Speith

Ovenhausen Ramba Zamba im Ovenhäuser Narrenzelt

Jecken feiern fünfte Jahreszeit beim Ovenhäuser Büttenabend

Patricia Speith

Ovenhausen. Ob Engel Arm in Arm mit bissigen Fledermäusen oder schillernde Meerjungfrauen inmitten wundersamer Meeresbewohner: Wenn freche Teufelinnen, blumenverzierte Hippies und blutbespritzte Untote im Ovenhäuser Narrenzelt wieder die fünfte Jahreszeit aufleben lassen, dann ist niemand mehr sicher vor heiteren Kamellen, spektakulären Gardetänzen und ausgefuchsten Büttenreden. In Schale geworfen hatte sich das närrische Volk am Samstagabend. Zu einer kunterbunten Sause waren nicht nur Octopussy und Minnie Mouse erschienen. Seriöse Geschäftsmänner wurden zu reißzähnigen Raubtieren, fleißige Schüler zu babyblauen Einhörnern mit pinkfarbener Mähne und Bankkauffrauen zu eleganten Damen aus den goldenen Zwanzigern. Jung und Alt genossen das karnevalistische Treiben. Getreu dem Motto: „Gute Laune wird befohlen – keine Zeit um Luft zu holen" juchzten die Großen, johlten die Kleinen und wanderten Lachsalven wie La Ola-Wellen durch die närrischen Bankreihen. »Es geht lebhaft zuim Festzelt. Witze fliegen wie Kanonenfeuerdurch die Luft« Ein spannendes und lachmuskelgefährdendes Programm hatte Karnevalspräsident Matthias Gersch zusammen mit seinem Elferrat vorbereitet. Zurück ging es in die Wilden Achtziger. Zu Neonfarben, 99 Luftballons und Skandalen im Sperrbezirk. Über die Bühne wirbelte die Ovenhäuser Ehrengarde. Radschlagend und steppend lebte das verrückte Jahrzehnt wieder auf. Jecken schwelgten in Erinnerungen und strapazierten die Stimmbänder bei schon längst vergessenen Hits der Neuen Deutschen Welle. Die Bäuche vor Lachen hielten sich hunderte von Jecken nach zahlreichen Büttenreden und Showeinlagen in der Bütt. „Feuerwehrmann Kresse" und „deä Müllmann" rockten die Bühne und ließen kein gutes Haar an Donald Trump: „In Amerika haben ’se ’nen Pferdearsch gefunden, von ’nem Schimmel. Die Haaren haben ’se zusammengeflochten, die trägt jetzt der Präsident von Amerika." Frohnatur Frank Bühler aus dem Rheinland nahm die Bütt mit reichlich Helau und Alaaf in Beschlag. Ob amüsante Geschichten über Studiengänge in Müllologie und Genickologie oder über die Freuden des Alters. Lachtränen waren keine Seltenheit beim quietschfidelen Büttenredner. Der jeck’schen Schar wurde reichlich geboten. Neue und bekannte Gesichter sorgten für jede Menge Lachmuskelkater. Ehren-, Prinzen- und Teeniegarde unterhielten mit tänzerischen Glanzleistungen. Es ging lebhaft zu im Festzelt. Witze flogen wie Kanonenfeuer durch die Luft. Von „Männerballett" bis „Die Dorfkinder" – es wurde alles geboten. Im Anschluss feierten die Karnevalisten eine tolle karnevalistische Party mit der Top-40-Band Flexx aus Höxter.

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