Neues Angebot: Die Sachgebietsleiterin Ordnung und Brandschutz, Inge Ortjohann (v. l.), Wehrleiter Jürgen Schmits, Arzthelferin Silke Hirsch, Atemschutzleiter Olaf Dittrich, Dr. med. Berthold Lücke und Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit, Stefan Fellmann. - © Thomas Kube
Neues Angebot: Die Sachgebietsleiterin Ordnung und Brandschutz, Inge Ortjohann (v. l.), Wehrleiter Jürgen Schmits, Arzthelferin Silke Hirsch, Atemschutzleiter Olaf Dittrich, Dr. med. Berthold Lücke und Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit, Stefan Fellmann. | © Thomas Kube

Höxter Neue Arztpraxis im Feuerwehrgerätehaus Höxter

In einem extra ausgestatteten Praxisraum wird die sogenannte „G-26-Untersuchung“ durchgeführt

Thomas Kube

Höxter. In der Feuerwache Höxter hat eine neue Arztpraxis eröffnet: Der städtische Betriebsmediziner Dr. Berthold Lücke untersucht ab sofort die Feuerwehrleute aus dem Stadtgebiet Höxter in einem eigens dafür ausgestatteten Praxisraum im Feuerwehrgerätehaus am Petriwall in Höxter. Die sogenannte „G-26-Untersuchung" ist notwendig, um die Atemschutztätigkeit der Feuerwehrleute aufrechtzuerhalten, berichtet der Leiter des Atemschutzes, Olaf Dittrich. Bisher wurden die Untersuchungen im Ärztehaus in Höxter durchgeführt und von Dr. Berthold Lücke bewertet. Aufgrund des Ärztemangels auf dem Land, wodurch es immer schwieriger wird, Termine für diese Untersuchungen zu bekommen, hat sich die Stadtverwaltung Höxter dazu entschieden, gemeinsam mit Dr. Lücke eine Kooperation einzugehen, die eine Untersuchung im Feuerwehrhaus vorsieht. Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Höxter, Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits, sieht darin auch eine Förderung der Motivation seiner Kameraden, weil die G-26-Untersuchungen nun besser koordiniert werden können ohne lange Wartezeiten in überfüllten Praxen. Jürgen Schmits sprach sogar davon, dass seine Kameraden durch die bisherige Situation „untersuchungsmüde" geworden seien. „Warum also die G-26-Untersuchung nicht bündeln und zentral bei der Feuerwehr anbieten? Ein Gespräch mit Herrn Dr. Berthold Lücke führte dann zu dieser simplen Idee", berichtet der Fachbereichsleiter der Stadt Höxter, Stefan Fellmann. Ab sofort können das für die G-26-Untersuchung notwendige Belastungs-EKG, der Lungenfunktionstest und weitere kleinere Untersuchungen wie Seh- und Hörtests vorgenommen und die Ergebnisse direkt vor Ort bewertet werden. Löschzugführer Steven Noble ist der erste »Patient« Etwa 20 bis 30 Minuten würde so eine Untersuchung dauern, berichtet Dr. Lücke, der die Feuerwehrleute in diesem Jahr bereits seit ganz genau 30 Jahren untersucht. Zu einer richtigen Praxis gehört auch eine Arzthelferin, die unterstützt. Das übernimmt ab sofort die gelernte Arzthelferin Silke Hirsch aus Bruchhausen. Der Höxteraner Löschzugführer Steven Noble war der erste „Patient", der am Donnerstagnachmittag von Dr. Lücke in den neuen Praxisräumen untersucht worden ist. Atemschutzleiter Olaf Dittrich und Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits sind glücklich über die Entscheidung der Stadt Höxter, diesen neuen Weg mit zu unterstützen. Sie erhoffen sich durch dieses Angebot in Zusammenarbeit mit Dr. Lücke einen Mehrgewinn in der Einsatzbereitschaft von Atemschutzgeräteträgern. Über die Stadtgrenzen hinaus sind auch schon Gespräche geführt worden, um das Angebot von Untersuchungszeiten für andere Wehren gegebenenfalls zu erweitern.

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