Rund 50 Einsätze gab es in der Silvesternacht jeweils für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Kreis Höxter. - © Anderas Frücht
Rund 50 Einsätze gab es in der Silvesternacht jeweils für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Kreis Höxter. | © Anderas Frücht

Kreis Höxter Silvester: Brände, Körperverletzung und Einbrüche im Kreis Höxter

Bilanz: Eine 57-Jährige wurde durch einen Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt. Kriminelle nutzen den Jahreswechsel für Einbrüche

Amina Vieth

Kreis Höxter. Es war eine ereignisreiche Nacht für die Einsatzkräfte im Kreis Höxter. Silvester mussten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei jeweils zu rund 50 Einsätzen ausrücken. Hauptsächlich kleinere Brände und Sachbeschädigungen riefen die Feuerwehr und die Polizei auf den Plan. Aber auch Körperverletzungen sowie Einbrüche in Höxter und Brakel beschäftigten die Beamten. Feuerwehr Mehr Einsätze als Silvester 2016 registrierte die Leitstelle des Kreises Höxter. „Mussten zum Jahreswechsel 2016/17 40 Einsätze koordiniert werden, waren es zum Jahreswechsel 2017/18 50 Einsätze", berichtet Johannes Ritter, Leiter der Leitstelle in Brakel. „Die Masse der Einsätze befand sich, wie bei jedem Jahreswechsel, im Bereich des Rettungsdienstes", so Ritter weiter. Für die Feuerwehren im Kreis Höxter habe der Jahreswechsel ruhig begonnen. Es waren verteilt über den Kreis Höxter insgesamt sechs kleinere Brandeinsätze zu bewältigen: um 21.16 Uhrein brennender Mülleimer in Bad Driburg; um 21.31 Uhrein Heckenbrand in Borgentreich-Körbecke; um 00.10 Uhrein weiterer Heckenbrand in Borgentreich- Körbecke; um 00.38 Uhrein Heckenbrand in Bellersen; um 02.11 Uhr brennende Reste eines Feuerwerks in Bad Driburg; um 02.14 Uhr ein Containerbrand in Brakel. RettungsdienstDer Rettungsdienst im Kreis Höxter musste zum Jahreswechsel 44 Einsätze bearbeiten. „Erfreulicherweise hat die Zahl der Einsätze, die aus unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern resultieren, abgenommen, es kam nur zu einem Einsatz", berichtet Johannes Ritter. Ein Großteil der Rettungsdiensteinsätze sei jedoch auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen gewesen. Polizei Bei der Polizei in Höxter wurden zum Jahreswechsel in der Zeit von Silvester 20 Uhr bis Neujahr 7 Uhr insgesamt 44 Anlässe bekannt, die zu Einsätzen führten. Insgesamt zehnmal kam es – zumeist durch Feuerwerkskörper – zu Sachbeschädigungen beziehungsweise Bränden, darunter auch die beiden Heckenbrände in Körbecke und in Bellersen, zu denen auch die Feuerwehr ausrückte. Auf der August-von-Haxthausen-Straße in Steinheim kam es zum Brand einer Papiermülltonne, wodurch auch ein Vordach beschädigt wurde. Hier dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Brandursache noch an, der Schaden wird auf rund 1.700 Euro geschätzt, berichtet die Polizei. Fünf Einsätze wegen Körperverletzung An der Borlinghausener Straße in Willebadessen wurde durch Feuerwerkskörper ein Zigarettenautomat von der Wand gesprengt. Auch hier dauern die Ermittlungen noch an. Die Kriminalpolizei ist eingeschaltet. Der Automat, die Geldkassette und auf der Straße verteilte Zigarettenschachteln wurden von der Polizei sichergestellt. Aufgrund der Größe des Automaten musste dieser mit einem Kranwagen abtransportiert werden. Bei fünf Einsätzen ging es um Körperverletzungsdelikte. Auch hier waren teilweise Feuerwerkskörper im Spiel. So warf gegen 22.40 Uhr ein Unbekannter auf der Kirchstraße in Lütmarsen einen Feuerwerkskörper in eine Personengruppe, wodurch eine 57-jährige Frau aus Holzminden im Gesicht verletzt wurde. Einbrüche Die Feiern zum Neujahr nutzten auch Einbrecher aus. An der Straße im Schild in Brakel drangen unbekannte Täter zwischen 18.30 und 2 Uhr gewaltsam in ein Wohnhaus ein. Sie konnten hier Bargeld, Computer und Schmuck erbeuten. Der entstandene Schaden wird mit insgesamt 3.500 Euro angegeben. An der Gerhard-Hauptmann-Straße in Höxter nutzten unbekannte Täter zwischen 18 und 3.30 Uhr die Abwesenheit der Bewohner eines Einfamilienhauses. Auch hier verschaffte man sich gewaltsam Zugang, durchsuchte die Zimmer und erbeutete Schmuck und Bargeld. Der Gesamtschaden wird auf rund 2.000 Euro geschätzt. Neben anderen Einsatzanlässen fielen drei Verkehrsteilnehmer wegen Trunkenheit auf, und 13-mal wurde die Polizei zu Ruhestörungen oder Hilfeersuchen gerufen.

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