Stadthalle Höxter, Katharina Postert - © Simone Flörke
Stadthalle Höxter, Katharina Postert | © Simone Flörke

Höxter Veranstaltungskonzept für Höxteraner Stadthalle wird geändert

Es geht wieder zurück zum Wochenende

Simone Flörke

Höxter. Zurück aufs Wochenende, zurück auf Einzelveranstaltungen: Das ist das Konzept, mit dem der Stadthallenbetreiber kds Events aus Steinheim für Höxter ins neue Jahr geht. „Wir hatten 2017 unglaublich viel Pech", bilanziert Katharina Postert. Allein bei der Comedy-Reihe „Höxter lacht", die mit viel Aufwand, Enthusiasmus, eigenem Logo, Marketing- und Abo-Konzept am ersten Donnerstag eines Monats auf die Beine gestellt worden war, habe es bei sechs Verstaltungen drei Absagen der Künstler – teilweise auch recht kurzfristig – gegeben. Und andere seien nicht gut besucht gewesen, so dass man sie ins Foyer in einen kleineren Rahmen verlegt hatte. Das sei „sehr, sehr schade", kommentiert die Betriebsleiterin der Stadthalle Höxter und stellvertretende Geschäftsführerin von kds. In der Öffentlichkeit und auch in der Politik gab’s kritische Worte dazu. Deshalb reagiert der Betreiber nun und setzt aufs Bewährte. Deshalb werde man diese Reihe im neuen Jahr auch nicht mehr anbieten. Hinzu komme, dass sich das Ausgehverhalten der Menschen verändert habe. „Sie gehen seltener raus, dann aber gezielt mit der Erwartung mehr für weniger Geld. Und das Angebot ist im Überfluss da." Denn die Stadthalle in Höxter ist ihr eine Herzensangelegenheit „Unsere Idee war es gewesen, die Stadthalle auch unter der Woche zu beleben." Das wird 2018 zurückgedreht: Die Veranstaltungen werden am Wochenende sein. Und es werden Einzelveranstaltungen sein, zu denen die Gäste erwartet werden. Und die Entwicklung sieht gut aus, sagt Katharina Postert: „Wir sind sehr optimistisch." Und man wolle 2018 – dann wird eine Vertragsverlängerung wie alle zwei Jahre fällig – „richtig powern". Denn die Stadthalle in Höxter sei ihr eine Herzensangelegenheit, sagt die junge Frau: „Das ist mein Baby. Da möchte ich, dass es funktioniert." Aber dennoch sei man auch ein Wirtschaftsunternehmen und müsse auch auf die Zahlen, die Kosten und das Mitarbeiterteam gucken. Von der Stadthalle selbst als Gebäude und mit der technischen Ausstattung seien nicht nur sie selbst, sondern auch die Künstler begeistert: „Die Bühne ist auch für große Produktionen geeignet." Schon vor Weihnachten habe man viele Anfragen wegen Tickets gehabt, die Veranstaltung von Markus Krebs am 14. April sei schon seit gut drei Wochen ausverkauft. Katharina Postert lächelt: „Ich bin hin und weg." Neben Krebs („der geht gerade richtig steil") freut sie sich aber auch auf so bekannte Gesichter wie Bernhard Hoëcker oder den Paderborner Rüdiger Hoffmann. „Auch der Vorverkauf fürs Kabarett mit Frieda Braun läuft sehr gut." 20.000 Veranstaltungsflyer für 2018 sind verteilt worden. Die Silvester-Gala mit Party am Sonntag, 31. Dezember – beim Jahreswechsel zuvor erstmals mit rund 100 Gästen im Foyer gefeiert – sei diesmal schon mehr als doppelt so gut gebucht, so dass man in den großen Saal umziehe. Auch an der Abendkasse werde es noch Karten geben (siehe Programm im Info-Kasten). Ansonsten setze man auf Messen, Firmen und Party. Derzeit liefen Gespräche über die Abi-Partys, eine Ü 40-Party sei als Tanz in den Mai geplant, eine weitere wohl für die zweite Jahreshälfte. Noch keine Lösung gibt es für einen Betrieb des Bistros. „Das könnte im Sommer toll sein als Café am Wall mit Außengastronomie, mit Kaffee und Kuchen" – sei vom kds-Team aber so nicht zu leisten oder zu betreuen.

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