Weltkindertag 2017 in Höxter. Kinderschutzbund Höxter. Clownvorstellung. - © Foto: Vivien Tharun
Weltkindertag 2017 in Höxter. Kinderschutzbund Höxter. Clownvorstellung. | © Foto: Vivien Tharun

Höxter 40 Jahre Kinderschutzbund Höxter

Mit Ferienprogramm, Kleiderstübchen und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich die örtliche Organisation seit vier Jahrzehnten für Kinder ein. Zur Feier kommen zahlreiche Gäste ins Historische Rathaus

Vivien Tharun

Höxter. Es sei etwas ganz Besonderes, sagt Gabriele Popp-Linder, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Höxter: „Die Intelligenz der Kinder, wenn sie zwischen zwei und drei Jahren alt sind." In den 40 Jahren, in denen der örtliche Ableger des Vereins nun besteht, hätten die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen des Kinderschutzbunds so manche „Wortperle" aus dem Mund eines Kindes gehört. „Leider hören viele Eltern ihren Kindern in diesen Momenten nicht zu", sagt Popp-Linder. Kindern aufmerksam zu lauschen und sich für deren Rechte einzusetzen, das gehört seit vier Jahrzehnten zu den Aufgaben des Höxteraner Vereins. Bei der Versammlung zur Gründung kamen 42 Personen Es waren Ingrid Gräfin Droste zu Vischering, die Kinderärzte Dieter Schuler und Hans-Werner Waldmann, Schulrat Rolf Riegert, Elisabeth Lakemeyer sowie das Ehepaar Marie-Luise und Claus-Werner Ahaus, die den Ortsableger gegründet haben. „Durch verschiedene ehrenamtliche Gruppen in Höxter wurde deutlich, dass ein Kinderschutzbund im Ort sinnvoll wäre", sagt Popp-Linder. Zur Gründungsversammlung am 10. November 1977 seien dann 42 Personen erschienen. Das Angebot des Kinderschutzbundes Höxter umfasst inzwischen Ferien auf dem Bauernhof Hardegsen, den Kinderbücherwagen im Krankenhaus und die Betreuung von Flüchtlingsfamilien. Im Kleiderstübchen können finanzschwächere Familien Kleidung, Rucksäcke und Schuhe finden. Eleonore Eisfeld leitet das Stübchen – und Ulla Patyn, Sandra Tautz, Heike Deisinger, Heidrun Gottlieb und Martina Schreiner helfen mit. Auch die offene Ganztagsbetreuung an der Nicolaischule, geleitet von Conny Würtz und Ulrike Kannenberg, gehört zum Kinderschutzbund Höxter. Die Trägerschaft des ursprünglich selbst gegründeten Kindergartens Bullerbü im Astrid-Lindgren-Weg gab der Verein 2014 an die Pari-Sozial GmbH ab: „Der Verwaltungsaufwand wurde einfach zu hoch", sagt Popp-Linder. Zu den aktuellen Herausforderungen gehört, wieder mehr Ehrenamtliche zu finden, die gern zuhören: „Wir haben so viele Flüchtlingsfamilien, die einfach nur jemanden zum Reden haben möchten", sagt die Vorsitzende. Vor 20 Jahren, während des Kosovo-Krieges, sei das schon einmal so gewesen. „Die Familien sagen mir immer, sie würden zwar Deutsch lernen, hätten aber niemanden, mit dem sie es anwenden könnten." Dabei sei der Austausch mit Familien eine wirklich schöne Tätigkeit. Die meisten Mitglieder im Kinderschutzbund seien auch gerade darum schon viele Jahre dabei. Gabriele Popp-Linder selbst ist seit 30 Jahren in Höxter tätig, ihr stellvertretender Vorsitzender Thomas Freye ebenso lange. Eine Feier mit geladenen Gästen im Historischen Rathaus Der restliche Vorstand setzt sich aus Schatzmeisterin Sina Schreiber, Schriftführerin Almuth Stübs und den Beisitzern Heike Deisinger, Eleonore Eisfeld, Wilfried Röllke, Sandra Tautz und Sandra Behler zusammen. Die 40-Jahr-Feier des Vereins findet am Freitag, 17. November, im Historischen Rathaus Höxter statt und richtet sich an geladene Gäste. Informationen rund um den Verein gibt es im Internet unter: www.kinderschutzbund-hoexter.de

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