Händeschütteln: Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider (l.) und Rüdiger Pfeifer, WBK-Geschäftsführer Höxter. - © Simone Flörke
Händeschütteln: Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider (l.) und Rüdiger Pfeifer, WBK-Geschäftsführer Höxter. | © Simone Flörke

Höxter Rüdiger Pfeifer neuer WBK-Geschäftsführer in Höxter

Der Nieheimer sitzt seit Anfang des Monats auf dem Chefsessel

Simone Flörke

Höxter. Er sei ein Mensch, der Wert auf Verlässlichkeit legt. Der in der Region zu Hause ist. Und der von sich sagt: „Ich bin einer von den Menschen hier. Und ich bin angekommen." Rüdiger Pfeifer (55) aus Nieheim ist seit Monatsanfang neuer Geschäftsführer der Asklepios-Weserberglandklinik (WBK) in Höxter. Und er will das Schiff WBK, das sich mitten in 25-Millionen-Euro-Baumaßnahmen befindet, nach viel Unruhe durch Geschäftsführungswechsel in den vergangenen Jahren nun wieder in ein ruhiges Fahrwasser führen. Am Freitag stellte er sich bei einer Betriebsversammlung den 220 Mitarbeitern vor. Denn auf die, auf ihre hohe Motivation und ihre langjährige Expertise setzt der Neue auf dem Chefsessel. Man habe oben am Berg in dem „Traditionsstandort" mit baldigem Neubau besondere „Spezialitäten", Know-how und Fähigkeiten, die es als WBK-Profil noch weiter zu schärfen und in der Region zu verzahnen gelte. Zudem, so betont Asklepios-Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider (Hamburg), gebe es mit der Neurologie und Geriatrie zwei „krisen- und zukunftssichere Indikationen" in Höxter. Mit dem neuen Geschäftsführer habe man einen Mann gefunden, der menschlich geeignet sei („ein guter Moderator der Mannschaft"), viel Klinikerfahrung besitze, örtlich in der Region gebunden sei und ein gereiftes Alter habe. Pfeifer lebt seit 2008 in Nieheim, von wo der Diplom-Kaufmann bislang Richtung Mönchengladbach oder Bad Karlshafen gependelt war – wie seine Lebensgefährtin, die in Bad Salzuflen arbeitet. Schon öfter habe er den Berg hinauf zur WBK geschaut. Dort werden rund 25 Millionen Euro in den Abriss und Neubau investiert, verbunden mit einer Erweiterung der Bettenkapazitäten von 140 auf 185 – bei rund 2.000 Patienten pro Jahr. Man wolle die weiten Wege für Patienten wie Mitarbeiter verkürzen, erklärte Schneider. „Der Wurf ist gelungen", sagt der neue Geschäftsführer über die Baumaßnahmen. Er kennt sich aus, hat schon im Herzpark Hardterwald in Mönchengladbach den Auf- und Umbau der Liegenschaft zur Kardiologischen Rehaklinik mit einem Volumen von 30 Millionen Euro verantwortlich begleitet. „Ich kenne die Sollbruchstellen bei solchen Maßnahmen", sagt Pfeifer schmunzelnd. Für Schneider war wichtig im Gespräch mit dem Neuen: „Er hat die richtigen und wichtigen Fragen gestellt. Es ist beruhigend, dass er die Themen anpiekst und seine Erfahrung einbringt." Er sei zuvor schon ein paar Mal inkognito am Berg gewesen, berichtet der 55-Jährige augenzwinkernd. Die Klinik selbst sei ihm auch schon vorher bekannt gewesen („die Reha-Welt ist überschaubar"), auch den Chefarzt Ludger Dechant kennt und schätzt Pfeifer. „Und ich mag die Region und die Menschen, bin die Weser rauf- und runtergefahren, bin hier zu Hause." Nun also die Geschäftsführung: „Es passt."

realisiert durch evolver group