Laden ein: Hedwig Mellwig (v. l.), Adelheid Miß-Litfin, Landrat Friedhelm Spieker und Angela Sickes. - © David Schellenberg
Laden ein: Hedwig Mellwig (v. l.), Adelheid Miß-Litfin, Landrat Friedhelm Spieker und Angela Sickes. | © David Schellenberg

Höxter Sucht-Aktionstage offiziell eröffnet

Mehr als 80 Veranstaltungen drehen sich in den kommenden Tagen rund um das Thema Suchtentwicklung. Angesprochen sind alle Altersgruppen

David Schellenberg

Höxter. "Wir wollen auf die Ursachen der Suchtentwicklung und auf die Lage der Betroffenen aufmerksam machen und für das Thema Suchtentwicklung sensibilisieren" - mit diesen Worten beschreibt Organisatorin Angela Sickes das Ziel der Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte", die nach 1992, 1998 und 2005 nun zum vierten Mal im Kreis Höxter stattfinden. Rund 80 Veranstaltungen für alle Altersgruppen gibt es in den kommenden Tagen. Die Angebotspalette reicht von Infoveranstaltungen, Workshops und Fachreferaten über Theaterveranstaltungen bis hin zu Spiel- und Sportaktionen. So gibt es beispielsweise ein Großpuppen-Theater für Kindergartenkinder, Vorträge für angehörige Eltern oder einen Infoabend für MPU-Kandidaten. Zahlreiche Gruppen, aber auch Schulen engagieren sich bei den Aktionstagen. So gibt es im Jugendtreff Eckpunkt in Steinheim einen Abend, an denen die Jugendlichen lernen, alkoholfreie Getränke zu mixen. In der Aula des Schulzentrums Brakel gibt es zudem einen Vortrag zum Thema Smartphone-Sucht. Zwar werden in der kommenden Woche die Suchtproblematiken aller gesellschaftlichen Gruppen in den Blick genommen, im Fokus aber stehen die Kinder und Jugendlichen, betonte Schirmherr Friedhelm Spieker in seinem Grußwort. "Es ist unbestritten, dass allein durch Verbote, aber auch durch bloße Sachaufklärung eine Suchtentwicklung nicht verhindert werden kann. Vielmehr müssen wir mit der Präventionsarbeit bei der Vermittlung eines tieferen Verständnisses über die Ursachen von Sucht ansetzen", so Spieker. Dabei spiele die Stärkung der Persönlichkeit durch Förderung von Eigenverantwortung, Konfliktfähigkeit und sozialer Kompetenz eine entscheidende Rolle. Der Landrat betone ausdrücklich, dass die Suchtprävention alle angehe und nicht die Aufgabe einzelner, wie zum Beispiel von Eltern, sein könne. In diesem Zusammenhang würdigte er die vielfältigen stationären und ambulanten Angebote für Betroffene im Kreis Höxter. Wie Angela Sickes dankte er den zahlreichen Kooperationspartnern, die das Netzwerk der Suchtprävention stärken und die sich bei der Aktionswoche besonders engagieren. "Eine nachhaltige Suchtprävention werde erst durch die Zusammenarbeit von Multiplikatoren möglich", so Sickes. Das ganze Programmheft gibt es unter: www.suchtgeschichte.nrw.de

realisiert durch evolver group