1. Feuerwehrlauf in Höxter: Das Team aus Laudenbach (siehe Text) von links: Florian Fath, Mathias Schmidt, Jan Eisele aus Nethen im Rollstuhl sowie Sebastian Pohl vom Team Laudenbach
1. Feuerwehrlauf in Höxter: Das Team aus Laudenbach (siehe Text) von links: Florian Fath, Mathias Schmidt, Jan Eisele aus Nethen im Rollstuhl sowie Sebastian Pohl vom Team Laudenbach

Läufer und Lebensretter

Erster Feuerwehrlauf in Höxter voller Erfolg: 7.500 Euro für die Stiftung „Benni und Co.“

1. Feuerwehrlauf in Höxter
1. Feuerwehrlauf in Höxter

Höxter
. Tolle Resonanz für den ersten Feuerwehrlauf in Höxter: Teilnehmer aus ganz Deutschland gingen teilweise mit voller Einsatzkleidung und Atemschutzgerät an den Start, um für muskelerkrankte Kinder zu sammeln. Dank der Läufer, Firmen, Organisationen und Sponsoren kamen mehr als 7.500 Euro für Stiftung „Benni und Co.“ zusammen.

Organisator Mathias Schmidt von der Feuerwehr Marienmünster zeigte sich bei seiner Ansprache nach dem Lauf überwältigt und sichtlich gerührt, dass die Aktion ein so großer Erfolg wurde. Gestartet waren die Läufer von Corvey aus. Nach dem Startschuss führte die mehr als sechs Kilometer lange Laufstrecke entlang der Weser über die Stummrige Straße und über den Wall bis auf den Höxteraner Marktplatz.

Zehn Läufer aus ganz Deutschland waren „On Air“ unterwegs: Mit angeschlossenem Atemschutzgerät und Maske haben sie die Strecke bewältigt. Da die Luft der Pressluftflaschen nicht für die gesamte Strecke ausgereicht hat, gab es unterwegs einen Boxenstopp mit vollen Flaschen zum Wechseln. Auch wenn einige Läufer bereits nach knapp 30 Minuten im Ziel waren und andere für die gleiche Strecke etwa eine Stunde benötigt haben – bei diesem Lauf ging es nicht um Gewinner oder Verlierer. „Die alleinigen Gewinner des Laufes sind die an der Muskelschwäche erkrankten Kinder, denen das Geld durch die Stiftung „Benni und Co.“ zugute kommt“, sagt Organisator Mathias Schmidt.

1. Feuerwehrlauf in Höxter: Holger Gronstedt mit dem jüngsten Teilnehmer, dem zweijährigen Tom Gronstedt und Organisator Mathias Schmidt
1. Feuerwehrlauf in Höxter: Holger Gronstedt mit dem jüngsten Teilnehmer, dem zweijährigen Tom Gronstedt und Organisator Mathias Schmidt

Wie groß die Hilfsbereitschaft war, verdeutlicht das Engagement der Feuerwehrleute Sebastian Pohl und Florian Fath aus Laudenbach bei Heppenheim. Via Facebook ist Sebastian Pohl auf den Lauf aufmerksam geworden. Daraufhin war er mehr als fünf Tage unterwegs, um Spenden für die Stiftung „Benni und Co“ zu sammeln. In einem Einkaufsmarkt hat er an einem Stand den Menschen erklärt, wofür er das Geld sammelt und was er damit vor hat. Bei seiner Sammelaktion sind mehr als 1.000 Euro zusammen gekommen. Die Summe haben die Laudenbacher Sebastian Pohl und Florian Fath dann noch aus eigener Tasche auf 1.112 Euro aufgestockt. Und auch die 330 Kilometer lange Reise von ihrem Heimatort nach Höxter haben beide selbst finanziert.

1. Feuerwehrlauf in Höxter: Team aus Hardegsen
1. Feuerwehrlauf in Höxter: Team aus Hardegsen

Davon beeindruckt zeigte sich der an Muskelschwund erkrankte Jan Eisele aus Netphen bei Siegen. Er war mit seinem Vater nach Höxter gekommen, um sich den Feuerwehrlauf anzusehen. „Das war der erste aber nicht der letzte Feuerwehrlauf in Höxter“, sagte der technische Beigeordnete Dardo Franke bei der anschließenden Spendenübergabe vor der Nikolaikirche. Organisator Mathias Schmidt dankte allen Teilnehmern und Unterstützern dieser Aktion, besonders aber den Läufern, die für den Spendenlauf eine weite Anreise in Kauf genommen haben. Unter den Teams waren neben Feuerwehrleuten aus den Kreisen Höxter und Holzminden auch Kameraden der Berufsfeuerwehr Frankfurt, der Feuerwehren aus Berlin, Baunatal, Allerfeld, Rellingen, Lengerich, Königswinter, Laudenbach und Hardegsen sowie zahlreiche Firmen und Einzelläufer.

Ein großes Dankeschön sprach Schmidt den vielen Spendern aus. Aus Laudenbach kamen 1.112 Euro, das Team Egger aus Vörden spendete 840 Euro, die Ortsfeuerwehr Boffzen übergab 600 Euro, die Feuerwehr Höxter spendete 250 Euro und selbst die Kommunionkinder aus Bredenborn verzichteten auf einen Teil ihres Geldes zugunsten der Aktion und übergaben 215 Euro.

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