Schon gespannt: Organisator Gerhard Antoni (v. l.) und Moderator Karsten Strack freuen sich mit den Teilnehmern auf das Poetry-Slam-Finale, das in der Brakeler Stadthalle stattfinden wird. - © Helga Krooß
Schon gespannt: Organisator Gerhard Antoni (v. l.) und Moderator Karsten Strack freuen sich mit den Teilnehmern auf das Poetry-Slam-Finale, das in der Brakeler Stadthalle stattfinden wird. | © Helga Krooß

Brakel Kreative Wortakrobaten kommen zum Poetry nach Brakel

Zum Finale am 14. Dezember geht’s in die Stadthalle Brakel.15 junge Teilnehmer treten beim Dichter-Wettstreit an. Der Eintritt ist frei

Helga Krooß

Brakel. Knackige Kurzgeschichten, gut gereimte Gedichte, witzige Wortspiele: Das alles ist möglich beim kreisweiten Poetry-Slam in Brakel unter dem Thema „Wir wollen raus!". Verantwortlicher Veranstalter ist das Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW „Jugendstil". Vor zwei Monaten fiel der Startschuss für das Projekt. Das Finale ist am 14. Dezember in der Stadthalle Brakel. Schüler und Studierende aus sieben berufsbildenden Schulen und Einrichtungen des Kreises Höxter haben sich in ihrer Freizeit getroffen, um in einer Reihe von Basisworkshops von professionellen Poetry Slammern zu lernen, wie man Literatur macht. Doch nicht nur Wörter, Text und Inhalt stehen dabei im Fokus. Genauso wichtig sind auch der Blickkontakt zum Publikum, die Körpersprache und die Performance. Derzeit bereiten sich 15 junge Nachwuchsdichter in einer Vertiefungsphase auf das Finale vor, das am Donnerstag, 14. Dezember, um 18 Uhr in der Stadthalle Brakel stattfindet. „Wir wollten einmal alle die ansprechen, die in den Beruf gehen", erklärt Gerhard Antoni, der für „Jugendstil" den zweiten Poetry Slam im Kreis Höxter organisiert. So sind unter den Finalisten beispielsweise angehende Physiotherapeuten, Erzieher und Altenpfleger. Sechs Minuten fürs Vortragen Bei dem literarischen Vortragswettbewerb müssen die selbst geschriebenen Texte innerhalb von sechs Minuten vorgetragen und performt werden, ganz ohne Hilfsmittel und Requisiten. „Zitate sind im begrenzten Maß erlaubt", sagt Karsten Strack, selbstständiger Verleger und Poetry Slammer aus Paderborn. Er leitet den Vertiefungsworkshop in Brakel. Für die meisten der Teilnehmer sei dieser Poetry-Slam eine Ersterfahrung, meint er. Die Workshops seien da schon eine gewisse Initialzündung gewesen. „Es ist schon viel Tolles entstanden", freut sich Strack über das hohe kreative Potenzial der Teilnehmer. „Wichtig ist, dass das Ganze Spaß macht." Seinen eigenen Text mal auf einer Bühne zu präsentieren und sich dabei dem Urteil des Publikums zu stellen, sei schon eine besondere Erfahrung. Strack erzählt, dass vor 20 Jahren noch keiner gewusst habe, was Poetry Slam ist. „Das hat sich inzwischen geändert. Heute werden regelmäßig Poetry Slams veranstaltet. Und die deutschsprachige Slam-Szene gilt als die größte der Welt", berichtet er. Auch in Ostwestfalen-Lippe sei die Szene gut aufgestellt. Allerdings hinke man im Kreis Höxter noch ein bisschen hinterher. Die Finalisten des zweiten Poetry Slams sind jedenfalls hoch motiviert. „Der Workshop war ziemlich cool. Es war lockere Runde", sagt Janine Brune. Die 22-Jährige besucht die Medischule UG in Höxter und ist angehende Physiotherapeutin. Als positiv bewertet sie, dass zunächst kleinere Übungen gemacht wurden, um sich auf das Thema einzustimmen. „Ich habe das sehr genossen und mich auch dadurch etwas inspirieren lassen", erzählt sie. Auch Maik Eisen vom Berufskolleg Kreis Höxter am Standort Höxter haben die Workshops sehr gut gefallen. Der 18-Jährige hat bereits schon an einem Poetry-Slam teilgenommen. „Ich kann das nur weiterempfehlen", betont er. Die Teilnehmer sind Schüler und Studierende der Medieschulen UG in Höxter (Bereich Physiotherapie), des Johann-Conrad-Schlaun Berufskollegs des Kreises Höxter, der Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge-Bildungszentrum (Bereich Altenpflege), des Kolping-Berufskollegs Brakel sowie des Berufskollegs Kreis Höxter mit den Standorten in Brakel und Höxter.

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