Zahlenwerk mit Aufwärtstrend: Peter Frischemeier, Bürgermeister Hermann Temme und Kämmerer Dominik Schlenhardt präsentieren den Brakeler Haushalt für 2018. - © Manuela Puls
Zahlenwerk mit Aufwärtstrend: Peter Frischemeier, Bürgermeister Hermann Temme und Kämmerer Dominik Schlenhardt präsentieren den Brakeler Haushalt für 2018. | © Manuela Puls

Brakel Brakels Haushaltsplan 2018: Rekordinvestitionen und viele Fördergelder

Der Stadt Brakel geht es finanziell gut. Nächstes Jahr soll schnelles Internet bisin die Dörfer und Gewerbegebiete gebracht werden

Manuela Puls

Brakel. Brakels Finanzlage hat sich deutlich verbessert. Zwar muss die Stadt im nächsten Jahr noch einmal 775.000 Euro aus der Rücklage nehmen und auch in 2019 wird es wohl noch ein Defizit geben. In absehbarer Zeit kann der Haushalt wahrscheinlich ausgeglichen werden. „Spätestens 2020 werden wir mehr als nur eine schwarze Null schreiben", hofft Brakels Bürgermeister Hermann Temme (CDU). Unter anderem wegen gestiegener Kosten für die Flüchtlingsunterbringung gelinge es der Stadt noch nicht ganz, aus den roten Zahlen zu kommen. Erfreulich für die Bürger: Nächstes Jahr werden Steuern, Gebühren und Abgaben in Brakel nicht erhöht. Und der Glasfaserausbau wird kräftig vorangetrieben: 1,4 Millionen Euro werden 2018 in Brakel für schnelleres Internet ausgegeben. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dann auch unsere Dörfer und Gewerbegebieten mit mindestens 50 Mbit/s versorgen können", so Temme bei der Vorstellung des Haushaltsplans. Generell will die Stadt Brakel im nächsten Jahr viel investieren: Der Umbau des Haus Gaentzsch geht weiter (1,3 Millionen Euro), die Grundschule bekommt ein neues Lehrerzimmer (790.000 Euro), die Feuerwehr eine Drehleiter (650.000 Euro). Viel Geld fließt auch wieder in den Campus der Gesamtschule (1,1 Millionen Euro). Investitionen für insgesamt 13 Millionen Euro Der Eingang und die Umkleiden am Hallenbad werden ebenfalls umgestaltet (510.000 Euro). Kleinere Haushaltsposten entfallen auf das Feuerwehrgerätehaus, die Sporthalle Bökendorfer Grund, die Jugendfreizeitstätte, den Kindergarten Hembsen, den Ludowinenpark in Bökendorf und eine Pilotanlage für die zentrale Wasserenthärtung im Stadtgebiet. Insgesamt wird die Stadt mehr als 13 Millionen Euro in die Hand nehmen – fast doppelt so viel wie im laufenden Haushaltsjahr. „Ein noch nie da gewesener Kraftakt", meint Bürgermeister Temme. Darin enthalten ist aber ein hoher Anteil an Fördermitteln. „So müssen wir unterm Strich nur 6,9 Millionen davon selbst aufbringen", ergänzt Kämmerer Dominik Schlenhardt. Brakel profitiere von einer niedrigeren Kreisumlage und von gestiegenen Schlüsselzuweisungen vom Land. Belastet werde der Haushalt allerdings durch die Kosten für die Unterbringung von Asylsuchenden. Wurden die bislang nahezu komplett vom Land erstattet, wird Brakel nächstes Jahr wohl auf 1,8 Million Euro Kosten sitzen bleiben. Verabschiedung des Etats ist für den 30. Januar geplant „Wenn abgelehnte Asylbewerber nicht zurückgeführt werden können, müssen die Gemeinden nach drei Monaten die Unterbringung aus eigenen Mitteln finanzieren", erklärt Temme. Er hofft, dass die neue Düsseldorfer Landesregierung die dafür vorgesehenen Bundesmittel endlich an die Kommunen durchreicht. Am Abend wurde der Haushalt 2018 im Stadtrat eingebracht. Die Verabschiedung ist für den 30. Januar vorgesehen.

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