Schlüsselübergabe: Architekt Kai Brüchner-Hüttemann (v. l.) mit Paul Löneke und Birger Kriwet. Fotos: Simone Flörke - © Simone Flörke
Schlüsselübergabe: Architekt Kai Brüchner-Hüttemann (v. l.) mit Paul Löneke und Birger Kriwet. Fotos: Simone Flörke | © Simone Flörke

Brakel Neuer Hauptsitz der Vereinigten Volksbank eröffnet

Das Bürogebäude an der Nieheimer Straße ist fertig. Dort sind 34 Mitarbeiter in helle und moderne Büros eingezogen

Simone Flörke

Brakel. Das Gebäude zieht sich mit einer Höhe von drei Etagen 20 Meter entlang der Nieheimer Straße und dockt dann mit einer Brücke an das Bestandsgebäude an: Der Erweiterungsbau der Vereinigten Volksbank am Standort Brakel bietet je Etage 320 Quadratmeter Fläche. 34 Mitarbeiter sind in dieses „Herzstück der Vereinigten Volksbank" (Paul Löneke) eingezogen, davon 26 Mitarbeiter, die neu nach Brakel gekommen sind: Gestern war Einweihung des Bürokomplexes, für das Vorstandschef Löneke ein Zitat des Autors vom „Kleinen Prinzen", Antoine de Saint-Exupéry, aufgriff: „Zukunft kann anbauen." Es sein ein Gebäude, das dem Alltag und den schnellen Wegen, der Kommunikation und des Miteinanders, des effizienten und optimierten Arbeitens geschuldet sei, bekundeten Löneke und Vorstandsmitglied Birger Kriwet unisono. Den mit dem Zusammenschluss 2011 zur Vereinigten Volksbank sei es notwendig gewesen, zentrale Bereiche an einem Punkt zu bündeln. Für Löneke ein klares Bekenntnis zum Kreis Höxter und zur Stadt Brakel, der man seit fast 140 Jahren verbunden sei. »Zweckmäßig, umweltfreundlichund sparsam« Es sei ein solides Bürogebäude geworden – „quadratisch, praktisch, gut" –, ebenso zweckmäßig wie umweltfreundlich und sparsam im Energieverbrauch. Und ein Gebäude, das einen modernen Akzent in der Stadt setze. Löneke dankte allen Beteiligten – von den Handwerkern, die vornehmlich aus der Region stammten, über die Planer und Architekten bis hin zu den Mitarbeitern und Nachbarn. Birger Kriwet machte deutlich, dass es sich um eine „strategisch richtige Entscheidung handele, hier die Kompetenzen in einem neuen Anbau zu bündeln – obwohl anderswo Filialen geschlossen worden seien. Statt umständlichen Terminabsprachen per Telefon oder seitenlangen E-Mails könne man sich nun an den Stehtischen treffen, auf den Riesen-Sofas arbeiten und für Abstimmungen „einfach mal den Kopf durch die offene Tür zum Nachbarbüro stecken". Denn: „Menschen reden miteinander, wir leben vom persönlichen Austausch", machte er deutlich. „Eine Einweihung ist auch nach 25 Jahren in dem Beruf noch immer ein besonderes Gefühl", bekannte Architekt Kai Brüchner-Hüttemann aus Bielefeld. Zu sehen, was aus einem kleinen Stück Papier, einer Zeichnung geworden sei, das macht ihn stolz auf die Leistung aller – darunter allein 20 unterschiedliche Planer im Team und rund 100 Handwerker auf der Baustelle. Auch bei Kosten und Terminen sei man im Plan geblieben. Lob für die Entscheidung zum Bau kam von Bürgermeister Hermann Temme: In Zeiten von Kostenreduzierungen, Herausforderungen von Niedrigzinsen bis Digitalisierung und einem veränderten Kundenverhalten. Temme sprach von einer „zukunftsweisenden Entscheidung" und von „Kundennähe par excellence". Denn: „Kundennähe bedeutet auch, eine verständliche Sprache zu sprechen." Zumal das Vertrauen bei Geldgeschäften auf beiden Seiten großgeschrieben werde. Und mit der Beauftragung heimischer Unternehmen für diesen Bau habe die Volksbank auch auf diese Weise regionale Wirtschaftsförderung betrieben. Den Anbau bezeichnete der Bürgermeister als „echten Gewinn für Brakel". Seit der Einweihung der Hauptstelle im September 2000 in Brakel habe die Vereinigte Volksbank – laut Kriwet mit 37.000 Mitgliedern im Kreis und 65.000 Kunden – „Bankgeschäfte mit großem Erfolg betrieben", sagte Temme.

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