Erster Einsatz: Die neue Fahne des Brakeler Bürgerschützenvereins wurde im Festgottesdienst an der Sudheimer Linde feierlich entrollt und anschließend von Pfarrer Wilhelm Koch, mit Oberst Rüdiger Frin (l.), geweiht. - © Silke Riethmüller
Erster Einsatz: Die neue Fahne des Brakeler Bürgerschützenvereins wurde im Festgottesdienst an der Sudheimer Linde feierlich entrollt und anschließend von Pfarrer Wilhelm Koch, mit Oberst Rüdiger Frin (l.), geweiht. | © Silke Riethmüller

Brakel Auftakt der Jubiläumsfeiern: Neue Fahne der Brakeler Schützen geweiht

Lobeprozession in Brakel ist Beginn der Feiern zum 450-jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins. Pfarrer Wilhelm Koch segnet die neue Schützenfahne

Silke Riethmüller

Brakel. Der Brakeler Bürgerschützenverein besteht in diesem Jahr seit 450 Jahren. Ab kommendem Donnerstag wird der Geburtstag mit einem viertägigen Jubelschützenfest gefeiert. Zum Jubiläum gab es jetzt nach 25 Jahren auch eine neue Fahne für die Schützen. Bei der Lobeprozession wurde das mit dem heiligen Michael, Schutzpatron der Stadt Brakel, bemalte Seidentuch zum Auftakt der Feierlichkeiten am Sonntag im Festgottesdienst an der Sudheimer Linde von Pfarrer Wilhelm Koch geweiht. An eben diesem Ort hat einer Legende nach während des Dreißigjährigen Krieges der Erzengel Michael die Schweden vertrieben und damit die Nethestadt und ihre Bewohner vor großem Unheil bewahrt. „Im Gedenken daran ziehen wir seither in jedem Jahr zum Auftakt des Schützenfestes in einer Lobeprozession zur Sudheimer Linde, um dort unserem Schutzpatron im Gebet zu danken“, betonte Pfarrer Wilhelm Koch. Auch auf der Fahne der Brakeler Bürgerschützen ist der heilige Michael abgebildet. Anders als bei den drei vorherigen handbemalten Seidentüchern zeigt die neue Schützenfahne den Schutzpatron aber nicht mehr wie bisher mit einem Speer, sondern mit einem Schwert in der Hand – so wie die Figur des Heiligen in der Pfarrkirche St. Michael. Zudem wurde die Abbildung um 90 Grad gedreht, so dass der Schutzpatron beim Tragen der Schützenfahne nicht auf der Seite liegt. „Gerade in der heutigen Zeit sind wir Menschen mehr denn je in der Pflicht, all denen Licht und Barmherzigkeit zu bringen, die in Not sind, so wie Gott es uns Christen aufgetragen hat“, unterstrich Wilhelm Koch in seiner Predigt. Wie sich die Schützen seit 450 Jahren bis zum heutigen Tage für die Gemeinschaft in der Stadt Brakel einsetzten, so solle jeder Einzelne ein Licht sein in dieser Welt. „Wenn uns das gelingt, dann haben wir das Erbe unserer Vorfahren angetreten“, so Koch. Zum Jubiläum des Bürgerschützenvereins hatte Pfarrer Wilhelm Koch noch eine besondere Überraschung vorbereitet: Er überreichte Oberst Rüdiger Frin im Anschluss an die Fahnenweihe eine kunstvoll aus Olivenholz handgeschnitzte Figur des heiligen Michael, die der Pastoralverbundsleiter von seiner jüngsten Reise nach Bethlehem mitgebracht hatte.

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