Leitung: Gastdirigent Markus Huber - © NWD/MG
Leitung: Gastdirigent Markus Huber | © NWD/MG

Brakel Vorverkauf für das Neujahrskonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie

Märchenhaftes aus dem Orient

Burkhard Battran

Brakel. Die Frage ist nicht ob, sondern bis wann das Konzert ausverkauft sein wird. Im letzten Jahr hat es keine zwei Wochen gedauert. Zum 13. Mal gestaltet die Nordwestdeutsche Philharmonie in Brakel ein Neujahrskonzert. Am Donnerstag, 5. Januar, 20 Uhr, wird das 60 Musiker starke Orchester wieder in der Stadthalle Brakel zu Gast sein. Unter dem Titel "Märchen aus dem Orient" wird das Orchester unter anderem Werke von Mozart, Rossini, Offenbach, Lehár und Johann Strauß präsentieren. "Bei einem Neujahrskonzert geht es darum, das Publikum auf hohem Niveau zu amüsieren und da haben wir wieder eine gute Mischung vorbereitet", verspricht Orchester-Geschäftsführer Christian Becker. Geleitet wird die Herforder Philharmonie wie bereits vor zwei Jahren von dem Münchener Gastdirigenten Markus Huber (47). Hauptberuflich ist Markus Huber seit 2008 Generalmusikdirektor des Theaters Pforzheim und leitet dort die Badische Philharmonie, mit der er 2013 eine CD mit Werken von Mozart und Reger eingespielt hatte, die in der Fachwelt für ein sehr positives Echo gesorgt hat. Als Solistin haben die Herforder die junge Augsburger Sopranistin Alexandra Steiner (29) gewinnen können. Vor zwei Jahren hat sie ihr Studium abgeschlossen. In der Opernszene wird Alexandra Steiner als "Next best Superstar" gehandelt. In diesem Jahr hatte Steiner als "Woglinde" bei den Bayreuther Festspielen debütiert. Nun wird sie in Brakel mit der NWD schwungvolle Arien wie "Welche Wonne, welche Lust" aus Mozarts Entführung aus dem Serail" und "Meine Lippen, sie küssen so heiß" aus Franz Lehárs "Giuditta" präsentieren. Bis zum 15. Januar gibt die NWD neun Neujahrskonzerte. Brakel ist dabei die vierte Station. Veranstalter in Brakel ist der Kulturring. "Dass unser 200 Mitglieder starker Verein so ein hochkarätiges Event anbieten kann, ist nicht zuletzt dem wirklich großzügigen Sponsoring durch die Eon zu verdanken", sagte die Kulturringsvorsitzende Michaela Markus. Die Eintrittskarte kostet auf allen Plätzen 20 Euro. "Ohne die Eon als Sponsor läge der Eintritt zwischen 45 und 65 Euro", betonte die Vorsitzende. 400 Plätze stehen in der Halle zur Verfügung. "Wir probieren gerade, ob wir Teile des Seitenflügels miteinbeziehen können, wodurch sich die Kapazität um bis zu 70 weitere Plätze erhöhen würde", sagte Markus. Voraussetzung sei aber, dass Sicht und Akustik nicht beeinträchtigt würden. Bürgermeister Hermann Temme lobte das große ehrenamtliche Engagement des Kulturrings. "Wir können mit diesem Neujahrskonzert ein für den ganzen Kreis Höxter herausragendes Kulturereignis anbieten und das spiegelt auch der große Erfolg dieses Neujahrskonzerts wider", sagte Temme. Eon-Vertreter Uwe Sattler hofft, dass die Reihe der Neujahrskonzerte mit der NWD in Brakel auch künftig fortgesetzt werden kann. Marketingdirektor Uwe Sattler: "Ich kann heute keine Zusage für die Zukunft machen, aber der Erfolg dieses Konzerts ist ein Fakt und macht deutlich, dass auch in der Region Leistungsstärke vorhanden ist, auf dem Energiesektor und in der Kultur." Vor dem Konzert lädt die Stadt Brakel ab 19 Uhr alle Konzertbesucher zum traditionellen Sektempfang ein.

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