Versiegelt: Die Nachbarn kennen das Gebäude schon seit Jahren nur mit heruntergelassenen Rollläden an den Fenstern. Nach dem tragischen Tod des Besitzers hat die Polizei die Türen versiegelt. - © Josef Köhne
Versiegelt: Die Nachbarn kennen das Gebäude schon seit Jahren nur mit heruntergelassenen Rollläden an den Fenstern. Nach dem tragischen Tod des Besitzers hat die Polizei die Türen versiegelt. | © Josef Köhne

Brakel Strom abgestellt: 76-Jähriger stirbt bei dem Versuch, mit altem Ofen zu heizen

Sein Tod bestürzt die Nachbarn, die ihn mit Lebensmitteln versorgt haben

Brakel. Anfang Dezember stellte ein Energieversorger einem 76-jährigen Mann im Stadtgebiet Brakel den Strom ab. Etwa eine Woche später wurde er tot vor seinem Ofen liegend aufgefunden. Jetzt machen sich Nachbarn und Bekannte Gedanken darüber, wie sich solche Schicksale in Zukunft vermeiden lassen. Franz T. (Name von der Red. geändert) war für sein Umfeld kein einfacher Mensch. Er war schwer krank und lebte, nachdem seine Frau vor wenigen Jahren verstorben war, mit seinem etwa 22-jährigen Sohn im eigenen Haus. Zwei Tage, nachdem der Strom abgedreht worden war, machte sich der als schwierig beschriebene arbeitslose junge Mann aus dem Staub. Nachbarinnen hängten dem nun allein lebenden Vater Brot und Lebensmittel an die Tür, um ihn vor dem Verhungern zu bewahren...

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