Ansprechpartner vor Ort: Petra Steeger (vorne v. l.), Ingrid Roland, Anke Söthe sowie Stefanie Queren (hinten v. l.), Olga Kirsch, Marie Wigge, Angela Sickes und Nicole Schroeder begleiten die Aktion. - © Helga Krooss
Ansprechpartner vor Ort: Petra Steeger (vorne v. l.), Ingrid Roland, Anke Söthe sowie Stefanie Queren (hinten v. l.), Olga Kirsch, Marie Wigge, Angela Sickes und Nicole Schroeder begleiten die Aktion. | © Helga Krooss

Brakel Jugendschutzparcours zum Mitmachen in Brakel

Aktion: Brakeler Schüler setzen sich im Bereich Medien, Konsum und Suchtprävention mit dem Jugendschutzgesetz auseinander

Helga Krooß

Brakel. Für zwei Wochen ist der Jugendschutzparcours "Stop & Go" aus Münster in Brakel an den Schulen der Brede und der städtischen Jugendfreizeitstätte unterwegs. Insgesamt 450 Schülerinnen und Schüler sowie junge Erwachsene werden an dem Mitmach-Parcours zum Jugendschutz teilnehmen. Für das bedeutende Projekt fit gemacht wurden Fachkräfte aus den örtlichen Schulen und Jugendheimen sowie der Beratungsstelle Brakel. Viele Themen, die für die Kinder und Jugendlichen im Alltag eine elementare Bedeutung haben, sind in dem Jugendschutzgesetz verankert. Bei dem Jugendschutzparcours geht es darum, bei den jungen Menschen das Verständnis für diese Sichtweise zu fördern. Angesprochen sind Schüler ab 12 Jahren. An vier aufgebauten Stationen haben diese die Möglichkeit, sich selbstständig und spielerisch mit dem Thema auseinanderzusetzen sowie ihr eigenes Wissen zu erweitern, insbesondere aber das eigene Verhalten zu reflektieren. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Medien, Konsum und Suchtprävention. Themen, mit denen die jungen Menschen in ihrem Alltag ständig konfrontiert sind. In dem Parcours soll ihnen ein Gespür für den richtigen und vor allem sicheren Umgang damit vermittelt werden. "Im Bereich Medienkonsum gehen wir beispielsweise der Frage nach, wie benutze ich mein Smartphone und wo hat die Nutzung eine Grenze", erklärt Petra Steeger, Projektreferentin der katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen in Münster, die die Schulung der teilnehmenden Fachkräfte leitet. Beim Thema Konsum stehe die Wirkung der Werbung und das eigene Kaufverhalten im Fokus. Aber auch Schulden sowie Suchtprävention sind Themen. Es seien viele Faktoren, die auf die Jugendlichen einströmten, so Steeger. Hier gelte es aufzuklären, zu sensibilisieren, aber auch die jungen Menschen zu stärken. Steeger: "Es geht uns weniger um Verbote, vielmehr sollen die Jugendlichen verstehen, warum gewisse Dinge erst ab einem bestimmten Alter erlaubt sind". Den Jugendschutzparcours hat Nicole Schroeder von der Schulsozialarbeit der Schulen der Brede nach Brakel geholt. Die Idee dazu entstand im Arbeitskreis Jugend. An dem Parcours beteiligen sich sechs Kooperationspartner: Die Schulen der Brede, die Jugendfreizeitstätte der Stadt Brakel, das Beratungszentrum Brakel mit Suchtprävention, die Geschwister-Scholl-Hauptschule, das evangelische Jugendheim und die Gesamtschule Brakel. Heute steht der der Jugendschutzparcours noch in der Brede, ab Montag, 16. November, dann in der Jugendfreizeitstätte der Stadt Brakel. Schulen, die Interesse an dem Jugendschutzparcours haben, können sich unter Tel. (0 52 72) 61 47 melden. Gefördert wird der Jugendschutzparcours durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Projektträger ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz.

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