Zur Stelle: Die Feuerwehr hat einen vielfältigen Einsatzbereich, so wie bei diesem Unfall auf der Bundesstraße 64, wo Betriebsmittel abgebunden werden. Foto: Archiv/Map - © Kein Abdruck/Veroeffentl. ohne Genehmigung,Tel.0152/34520721
Zur Stelle: Die Feuerwehr hat einen vielfältigen Einsatzbereich, so wie bei diesem Unfall auf der Bundesstraße 64, wo Betriebsmittel abgebunden werden. Foto: Archiv/Map | © Kein Abdruck/Veroeffentl. ohne Genehmigung,Tel.0152/34520721

Brakel 130 Einsätze für die Feuerwehr Brakel

1.255.000 Euro sind in diesem Jahr an Investitionen im Bereich Gefahrenabwehr und Gefahrenvorbeugung geplant. Gerätehaus Brakel soll erweitert werden. Erstmals gibt es eine Oberbrandmeisterin

Brakel. Die komplexen Aufgaben und die hohen Anforderungen in der Feuerwehr erfordern ganzen Einsatz und ein umfangreiches Fachwissen von den freiwillig Tätigen. Dem gegenüber stehen in Brakel trotz des demografischen Wandels seit einigen Jahren eine kontinuierlich gleichbleibende Anzahl von Einsatzkräften und eine solide Nachwuchsarbeit mit steigenden Mitgliederzahlen, betonte Bürgermeister Hermann Temme bei der jüngsten Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr der Stadt Brakel. Die vielfältigen Aktivitäten der Brakeler Wehr im vergangenen Jahr stellte Sven Heinemann, Leiter der Feuerwehr Brakel, gemeinsam mit seinen Stellvertretern Karl Breker und Michael Müller im Detail vor. Für die 130 Einsätze waren insgesamt 215 Einsatzbeteiligungen erforderlich. Es galt 29 Brände (vom Kleinbrand bis zum Großbrand) zu löschen und 57-mal technische Hilfe (Ölspureinsätze, Wasserschäden, Sturmschäden, Verkehrsunfälle) zu leisten. Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gab es 29 und sonstige Einsätze 15. In der Gesamtbilanz waren insgesamt vier überörtliche Einsätze zur Unterstützung mit Sonderfahrzeugen abzuarbeiten. 41 Jugendliche aus der Großgemeinde sind aktiv Im Fokus der Aktivitäten standen neben verschiedener Übungen auch Leistungsnachweise, Lehrgänge und Ausbildungen auf Stadt- und Kreisebene sowie am Institut der Feuerwehr in Münster, beispielsweise zum Truppführer, Atemschutz, ABC-Lehrgang, Gruppen- und Zugführer. Darüber wurden wieder besondere Wege für die Fortbildung der Einsatzkräfte beschritten. Im Bereich der Realbrandausbildung erfolgten praxisnahe Durchgänge in einer holzbefeuerten Rauchgasdurchzündungsanlage in Baden-Württemberg. Im Rahmen der „S Gard Safety Tour" wurde den Teilnehmern an einem Wochenende die aktuelle Einsatztaktik in der technischen Rettung aus Unfallfahrzeugen geschult. Wichtig ist der Brakeler Wehr auch die Ausbildung des Nachwuchses in der Jugendfeuerwehr. Aktuell sind 41 Jugendliche aus der Großgemeinde Brakel aktiv. Im 14-tägigen Rhythmus lernen sie im Brakeler Gerätehaus Theorie und Praxis kennen. Aus dem Bereich der Feuerwehrmusik wurde von 20 Auftritten und 30 Proben des Jugend- und Gesamtorchesters des Musikzuges Hembsen berichtet. Der Spielmannszug Hembsen absolvierte im vergangenen Jahr 15 Auftritte und 22 Proben. Rund um die Uhr leisteten die Kameraden bei ganz unterschiedlichen Notfällen Hilfe, dies in einem vorbildlichen und außerordentlich professionellen Ausmaß, stellte der Bürgermeister in der Jahreshauptversammlung heraus. Die Stadt werde weiterhin alles tun, um die Sicherheit zu gewährleisten. Rund 1.255.000 Euro sind in diesem Jahr an Investitionen im Bereich Gefahrenabwehr/Gefahrenvorbeugung geplant. Beispielsweise erhält die Löschgruppen Bellersen ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Löschzug Brakel eine neue Drehleiter mit Gelenkteil. Zudem ist die Erweiterung vom Gerätehaus Brakel mit Umkleide- und Sozialräumen geplant. EHRUNGEN Bürgermeister Hermann Temme händigte die Feuerwehrehrenzeichen in Silber oder Gold aus. Für 25 Jahre aktiven Dienst in der Brakeler Feuerwehr wurden Mattias Fromme, Markus Gerdes, Holger Kisters, Dieter Tillmann, Thomas Knoke, Andreas Rustemeyer und Maik Schulze mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber geehrt. Das Ehrenzeichen in Gold für 35 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Martin Osterloh, Josef Claas, Bernhard Husemann, Johannes Bobbert und Dietmar Versen. BEFÖRDERUNGEN Der Leiter der Feuerwehr, Sven Heinemann, nahm folgende Beförderungen vor: Zum Brandmeister befördert wurden Klaus Peter Krumm, Marcel Schlüter, Simon Kleibrink und Jan Bastke. Zur Oberbrandmeisterin wurde erstmalig in der Geschichte der Feuerwehr Brakel Kathrin Böske ernannt sowie zu Oberbrandmeistern Julian Büse, Thomas Groppe und Elmar Münkhoff. Brandinspektoren sind nun Christopher Pöppe und Sören Krelaus. Zum Brandoberinspektor ist Heiner Krug ernannt worden. Durch die Neubesetzung einiger Führungspositionen haben sich in den Einheiten der Feuerwehr Brakel folgende personelle Veränderungen ergeben: Die Löschgruppe Beller wird nach dem Ausschieden von Ludwig Kieneke und Karsten Happe nun von Thomas Groppe und seinem Stellvertreter Matthias Tegethoff geführt. Zum stellvertretenden Löschgruppenführer in Erkeln wurde Maximilian Kleinrink weiterhin bestätigt. Die Löschgruppe Frohnhausen wird auch in Zukunft vom eingespielten Team mit Maik Schulze als Löschgruppenführer und Thomas Rohde als Stellvertreter geführt. Nach dem Ausscheiden von Dieter Claas als Löschgruppenführer in Istrup und Tobias Vandieken als Stellvertreter wurde André Muhr als Einheitsführer für die Löschgruppe ernannt. Ihm stehen Marcel Schlüter und Benedikt Gadzinski als Stellvertreter zur Seite. Die Löschgruppe Siddessen wird weiterhin von Jörg Menne als Löschgruppenführer sowie Kevin Meding als Stellvertreter geleitet. Christopher Pöppe fungiert zukünftig als stellvertretender Löschzugführer des Löschzuges Brakel zwei. Der Musikzug Hembsen wird nach dem Ausscheiden von Musikzugführer Lukas Rebbe durch Jan-Erik Wagemann organisiert. Die Leistungen der Feuerwehr Brakel fanden auch bei Kreisbrandmeister Rudolf Lüke Anerkennung. Die vorgeplanten Haushaltsmittel für Fahrzeugbeschaffungen und Gerätehauserweiterungen machen die Feuerwehr Brakel fit für die Zukunft. Auch die vielseitigen Ausbildungen mit den eigenfinanzierten externen Ausbildungsabschnitten wurden vom Kreisbrandmeister mit großem Respekt anerkannt.

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