Ein bisschen olympisch: Brakels Bürgermeister Hermann Temme (v.l.) entzündet die erste Gasflamme in Siddessen mit Michael Mühlenkamp (Westnetz), Saskia Kemner (Regionalleiterin innogy) und Rüdiger Fornefeld. - © Manuela Puls
Ein bisschen olympisch: Brakels Bürgermeister Hermann Temme (v.l.) entzündet die erste Gasflamme in Siddessen mit Michael Mühlenkamp (Westnetz), Saskia Kemner (Regionalleiterin innogy) und Rüdiger Fornefeld. | © Manuela Puls

Brakel Siddessen und Rheder sind jetzt am Erdgasnetz

Ab Januar können die ersten Haushalte versorgt werden

Manuela Puls

Siddessen. Es hatte ein bisschen was von Olympia: Mit einer Fackel hat Brakels Bürgermeister Hermann Temme Freitag in Siddessen symbolisch die erste Gasflamme angezündet. Die Brakeler Ortsteile Siddessen und Rheder sind jetzt ans Gasnetz angeschlossen. „Hier gehen sprichwörtlich die Lichter nicht aus", freute sich das Stadtoberhaupt bei der kleinen Feierstunde. Fünfeinhalb Kilometer lang ist die neue Gasleitung, die entlang des Radwegs über Rheder nach Siddessen verlegt wurde. In der Erde verbuddelt wurden Polyethylen-Rohre mit einem Durchmesser von 10 bis 16 Zentimetern. Sieben Monate dauerten die Bauarbeiten, das Energieunternehmen Innogy investierte etwa 900.000 Euro. Gleichzeitig wurde ein Leerrohr für ein späteres Glasfaserkabel für die Breitband-Internetversorgung eingezogen. Ab Januar können sich die ersten Haushalte in Siddessen und Rheder für etwa 500 Euro an die Gasversorgung anschließen lassen – das ist ein Viertel des bisher üblichen Preises. In zehn Ortsteilen kann mit Gas geheizt werden „Das hier ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt und bringt unsere Dörfer weiter nach vorn", betonte Bürgermeister Temme. Auch die Versorgungssicherheit in Siddessen und Rheder sei durch die Leitung verbessert worden." Wir nehmen es oft als viel zu selbstverständlich hin, dass wir es in unseren Wohnungen warm haben", so Temme. Trotz Energiewende bleibe Gas als Energieträger wichtig, sagte Innogy-Regionalleiterin Saskia Kemner. Mit Power-to-Gas-Verfahren könne langfristig erneuerbare Energie gespeichert werden. Dabei wird überschüssiger Strom aus Wind- oder Solarkraft für die Herstellung von Wasserstoff und synthetischem Methangas verwendet, das dann wieder in Gasnetz eingespeist wird. „Dieses grüne Gas ist momentan aber noch eine Zukunftsvision", erläuterte Saskia Kemner weiter. Im Stadtgebiet von Brakel kann jetzt in insgesamt zehn Ortsteilen mit Gas geheizt werden – ausgenommen sind die Höhendorfer Auenhausen, Frohnhausen und Hampenhausen sowie Schmechten.

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