Zuversichtlich: NWD-Geschäftsführer Christian Becker (v. l.), Michaela Markus, erste Vorsitzende Kulturring Brakel, Gisela Bothe, zweite Vorsitzende Kulturring Brakel, und Bürgermeister Hermann Temme freuen sich auf einen großartigen Konzertabend. - © Helga Krooß
Zuversichtlich: NWD-Geschäftsführer Christian Becker (v. l.), Michaela Markus, erste Vorsitzende Kulturring Brakel, Gisela Bothe, zweite Vorsitzende Kulturring Brakel, und Bürgermeister Hermann Temme freuen sich auf einen großartigen Konzertabend. | © Helga Krooß

Brakel Kulturring Brakel muss Neujahrskonzert erstmals selbst finanzieren

Mit einer bunten Mischung will die Nordwestdeutsche Philharmonie das Publikum in Brakel ins Konzertjahr geleiten. Solist ist Bariton Sebastian Seitz

Helga Krooß

Brakel. Das Neujahrskonzert in Brakel mit der Nordwestdeutschen Philharmonie (NWD) ist einer der angesagtesten Veranstaltungshöhepunkte in der hiesigen Kulturszene. Unter dem Titel „Freut euch des Lebens" wird das 55 Musiker starke Orchester am Donnerstag, 4. Januar, 20 Uhr das 14. Neujahrskonzert mit einer bunten Mischung eröffnen. Unter anderem werden Werke von Johann Strauß, Ludwig van Beethoven, Otto Nicolai, Joseph Hellmesberger und Wolfgang Amadeus Mozart präsentiert. Erstmals wird der Kulturring die traditionelle Veranstaltung finanziell selbst tragen müssen. Denn der Sponsor ist abgesprungen. „13 Mal hat Eon das Konzert gesponsert. Dass es dieses Mal nicht so ist, hat sicherlich mit den veränderten Rahmenbedingungen bei Eon zu tun", meint Bürgermeister Hermann Temme. Er dankt dem Energiekonzern für das langjährige Sponsoring, denn das sei keine Selbstverständlichkeit. Der Eintrittspreis von 20 Euro bleibt Zusammen mit dem Kulturring-Vorstand habe man überleg, wie die Lücke zu schließen ist. „Die Fördergelder der Stadt Brakel ermöglichen uns ein gewisses finanzielles Polster, so dass wir das Neujahrskonzert stemmen können", sagt Michaela Markus, erste Vorsitzende Kulturring Brakel. Der Eintrittspreis von 20 Euro plus die Vorverkaufsgebühren bleibt. Für Kurzentschlossene gibt es Karten an der Abendkasse. Auch auf den Sektempfang muss nicht verzichtet werden. Bis zu 100 Plätze mehr soll es geben Neu ist die Öffnung der beiden Seitensäle. Das schafft 70 bis 100 Plätze mehr. „Wir wollen möglichst vielen Besuchern, insbesondere auch den Jugendlichen das Konzert ermöglichen", führt Markus an. Insgesamt stünden etwa 600 Plätze zur Verfügung. „Für mich ist das Neujahrskonzert eine echte Erfolgsgeschichte", betont Temme und lobt das großartige Engagement des Kulturrings. „Das, was sie leisten und machen, ist sehr respektvoll". Dem stimmt auch NWD-Geschäftsführer Christian Becker zu. „Ich finde es toll, wie das hier in Brakel läuft." Becker, Temme und Markus sind sich sicher, dass für die weiteren Neujahrskonzerte in Brakel finanzielle Unterstützer gefunden werden. Fröhlich, freundlich, animierend, so beschreibt Becker das Neujahrskonzert, mit dem man beschwingt ins neue Jahr gehen könne. Als Solist steht Sebastian Seitz, ein junger Bariton, im Mittelpunkt. „Er steht am Anfang einer großen Karriere. Die Stücke, die er vorträgt, sind ihm auf den Leib geschnitten", so Becker. Johannes Klumpp hat die Leitung Seitz zählt zu den vielversprechendsten Konzert- und Opernsänger seiner Generation. Er wird gelobt für seine dynamische Bühnenpräsenz und lebendige Musikalität und ist gerngesehener Gast auf den großen Konzertpodien Europas wie beispielsweise dem Konzerthaus Berlin sowie bei Festivals wie beim Heidelberger Frühling. Opernarrangements führten ihn bereits ans Theater Dortmund und ans Teatro Comunale Bozen. Geleitet wird die NWD-Philharmonie dieses Mal von Johannes Klumpp. „Mit ihm haben wir zuletzt eine Tournee nach Mailand gemacht", sagt Becker. Eine rege Konzerttätigkeit führt Klumpp derweil zu renommierten Orchestern wie das Konzerthausorchester Berlin, die Dresdener Philharmonie, das Staatsorchester Stuttgart. Auch in der Oper feiert Klumpp Erfolge. Zuletzt erhielt sein Figaro am Tiroler Landestheater Innsbruck große Beachtung.

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