Rollentausch im geschäftsführenden Vorstand: Franz Krolpfeifer (neuer erster stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender) und Alexander Otto (neuer Stadtverbandsvorsitzender). Im Hintergrund: Bürgermeister Rainer Rauch, Beisitzer Bernhard Redeker, Beisitzer Hubertus Wiegard, Beisitzer August Reitemeyer, zweite stellvertretende Vorsitzende Verena Götte, Beisitzer Rudolf Stoppelkamp und Schriftführer Alexander Hake. - © Saskia Jochheim
Rollentausch im geschäftsführenden Vorstand: Franz Krolpfeifer (neuer erster stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender) und Alexander Otto (neuer Stadtverbandsvorsitzender). Im Hintergrund: Bürgermeister Rainer Rauch, Beisitzer Bernhard Redeker, Beisitzer Hubertus Wiegard, Beisitzer August Reitemeyer, zweite stellvertretende Vorsitzende Verena Götte, Beisitzer Rudolf Stoppelkamp und Schriftführer Alexander Hake. | © Saskia Jochheim

Borgentreich Alexander Otto führt den CDU-Stadtverband an

Stadtverbandsvorsitzender und Stellvertreter tauschen die Rollen. Franz Krolpfeifer gibt nach fünf Jahren das Amt des Vorsitzenden an seinen Nachfolger, Alexander Otto, weiter

Saskia Jochheim

Borgentreich. 297 Mitglieder zählt der CDU Stadtverband. Gestern trafen sich seine Mitglieder in Muddenhagen. Der Stadtverbandsvorsitzende Franz Krolpfeifer hatte zur Jahreshauptversammlung der Christdemokraten in die Bergwaldhalle geladen. Auf der Tagesordnung fand sich neben der gewohnten Themen die Wahl eines neuen Vorstandes. Außerdem stand Bürgermeister Rainer Rauch in einer kommunalpolitischen Diskussionsrunde den Fragen der Anwesenden Rede und Antwort. Zunächst bot Franz Krolpfeifer, als letzte Handlung im Amt des Stadtverbandsvorsitzenden, einen Blick über die Ereignisse des Jahres. Er erinnerte an das positive Ergebnis der Landtagswahl, bei der "mit dem Einzug von Matthias Goeken in den Landtag alle Wünsche und Hoffnungen erfüllt wurden". Die Wahlkampfradtour mit dem Bundestagskandidaten Christian Haase und das aufleben lassen des traditionellen Kartoffelbratens in Borgholz seien neben vieler anderer kleinerer und größerer Termine und Begegnungen "tolle Veranstaltungen" gewesen, lobte Krolpfeifer. Schockiert habe alle das Ergebnis der Bundestagswahl: "Insbesondere die Wählerwanderung von der CDU zur AFD ist mir unverständlich", sagte Franz Krolpfeifer. Er räumte aber ein, dass er beispielsweise die Rentner verstehe, die feststellen müssten, "wie mager die Ausbeute aus oft mehr als 45 Jahren Arbeit sein kann". Weiter machte er deutlich, dass ihm auch die Flüchtlingskrise "Angst und Sorge" bereite: "Es wird eine große Aufgabe für die neue Regierung sein, hier die richtige Weichenstellung vorzunehmen, ohne, dass Deutschland sein Gesicht verliert oder die demokratische Grundordnung und die christlichen Werte verlorengehen", resümierte Krolpfeifer. Er rief dann die Neuwahlen des Vorstandes auf den Plan: "Ich habe das Amt des Vorsitzenden 2012 übernommen - nun möchte ich es in jüngere Hände abgeben", erklärte er und bat die Fraktionsvorsitzenden um Vorschläge für seinen Nachfolger und für die restlichen Ämter des geschäftsführenden Vorstandes. Unter der Leitung von Bürgermeister Rainer Rauch, der dem scheidenden Stadtverbandsvorsitzenden seinen Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren aussprach, wählten die CDUler in einer geheimen Wahl. Die Stimmzettel sammelte Elvira Tewes, Vorsitzende der Frauenunion, ein. Die Ergebnisse waren eindeutig: 42 Ja-Stimmen von 46 stimmberechtigten Mitgliedern machten Alexander Otto zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden der CDU Borgentreich. Damit bewegt sich der 36 jährige politisch weiter auf den Spuren seines Großvaters Helmut Otto (verstorben im Februar 2017), der lange Jahre engagiert als CDU-Ratsmitglied und Ortsvorsteher von Borgholz tätig war. Alexander Ottos Stellvertreter wurde, mit einem ebenso eindeutigen Ergebnis, Franz Krolpfeifer. "Das freut mich persönlich besonders, da es in den letzten Jahren sehr gut zwischen uns geklappt hat", sagte der frisch gewählte Stadtverbandsvorsitzende Alexander Otto. Sicher nicht böse darüber, dass es bei ihrem Mann zukünftig politisch etwas ruhiger zugehen wird, ist Petra Krolpfeifer: "Natürlich weiß ich, dass solche Tätigkeiten viel Zeit kosten. Das akzeptiere ich. Und ich komme gut damit klar", sagt die Natingerin über das Engagement ihres Mannes, der "keine Kreistagssitzung verpasst hat und in allen Dingen 100 Prozent gibt." Als zweite stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende wurde Verena Götte wieder gewählt. Auch Schriftführer Alexander Hake und sein Stellvertreter Holger Lattrich wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zu Beisitzern gewählt wurden Nadja Unger, Bernd Tewes, Rudolf Stoppelkamp, Hubertus Wiegand, Bernhard Redeker, Rainer Schonheim, Burkhard Hördemann und August Reitemeyer.

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