Jede Menge Spaß auf dem Bauernhof: Kinder aus Borgentreich und der Flüchtlingsunterkunft lernten sich bei der Bauernolympiade der Kolpingjugend kennen. - © Privat
Jede Menge Spaß auf dem Bauernhof: Kinder aus Borgentreich und der Flüchtlingsunterkunft lernten sich bei der Bauernolympiade der Kolpingjugend kennen. | © Privat

Borgentreich Junge Olympioniken auf Borgentreicher Bauernhof

Ferienspaß: Auf dem Hof Sökefeld in Borgentreich hatte die Kolpingjugend eine Bauernolympiade organisiert. Das Starterfeld war international

Borgentreich (nw). Die Borgentreicher Kolpingjugend hatte sich für das Ferienprogramm in der Orgelstadt wieder eine besondere Aktion einfallen lassen: in den Sommerferien fand eine Bauernolympiade statt, zu der auch Kinder aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) eingeladen wurden. Mit zwei Betreuerinnen hatten sich zehn Kinder aus der ehemaligen Desenberg-Kaserne mit einem Bulli auf den Weg nach Borgentreich gemacht. Insgesamt kamen 25 Kinder zum Treffpunkt auf dem Hof Sökefeld, sie waren mit Gummistiefeln, Matschhose und Regenjacke bestens ausgestattet. Aufgrund des anhaltenden Regens hatte das Vorbereitungsteam die Spiele kurzerhand in die große Scheune verlegt, so dass der "Internationalen Borgentreicher Bauernolympiade" nichts mehr im Wege stand. Nach einer kurzen Begrüßung konnte die Olympiade dann auch starten. Ein Miau, ein Muh und auch ein Wau-wau, mal laut, mal leise Begonnen wurde mit einem Aufwärmtraining mit der Kuh Lotte bei fetziger Musik. "Spätestens bei der sich anschließenden Gruppenbildung waren Sprachbarrieren kein Thema mehr, denn Tierstimmen sind international", berichten die Organisatoren. Diese Tatsache wurde genutzt, denn jede Gruppe musste, nachdem sie ihr Gruppentier aus einem Beutel gezogen hatte, das entsprechende Tiergeräusch nachahmen. Ob nun Kuh, Schwein, Katze, Pferd, Huhn oder Hund - hier und da konnte man fortan, mal laut und mal leise, ein "Miau", "Muh" oder auch "Wau-wau" hören. An sechs Stationen warteten dann verschiedene Aufgaben auf die Kinder. Traktorparcours, Kuh melken, Kartoffelsack stemmen, Stiefelweitwurf, Schubkarrenrennen und Getreidearten raten - überall konnten die Kinder Punkte sammeln. Zusatzpunkte gab es dann noch für das Anmalen eines Riesen-Bauernhof-Bildes, das jede Gruppe individuell gestaltete. Die gesammelten Punkte zählten sowohl für jeden einzelnen Teilnehmer als auch für die jeweilige Gruppe. Und obwohl sich alle bemühten möglichst viele Punkte zu sammeln, der Spaß und das Miteinander beim Spiel stand stets im Vordergrund. Sieger, sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppenwertung, wurden drei Kinder aus der ZUE. Für sie und auch für alle anderen gab es kleine Geschenke, die von landwirtschaftlichen Unternehmen aus der Region zur Verfügung gestellt worden waren. "Es war eine tolle Bauernolympiade", darin waren sich Kinder und die Organisatoren aus der Kolpingjugend einig, als die jungen Olympioniken von ihren Eltern abgeholt wurden oder sich mit ihren Betreuerinnen auf den Rückweg zur ZUE machten. "Sie hatten viel über den Bauernhof erfahren, sich im sportlichen Wettkampf mit anderen gemessen und Kinder anderer Nationalitäten kennengelernt", zieht die Vorsitzende der Kolpingfamilie, Angelika Flore, Bilanz. Ein besonderes Dankeschön gehe an die Mitglieder der Kolpingjugend, "die mit viel Engagement diese Aktion vorbereitet und durchgeführt haben".

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