Pures Planschvergnügen: Kinder und Jugendliche nutzen den großen Reifen als persönliches Gummi-Boot. - © Saskia Jochheim
Pures Planschvergnügen: Kinder und Jugendliche nutzen den großen Reifen als persönliches Gummi-Boot. | © Saskia Jochheim

Borgentreich Große Party zum 80. Geburtstag des Freibads

Borgentreich feiert: Sein Freibad ist nun 80 Jahre alt. Das Geburstagsevent zog zahlreiche junge und ältere Gäste an. Eine zweite Auflage ist nicht ausgeschlossen

Saskia Jochheim

Borgentreich. Seit Ende der 1930er Jahre liegt am alten Graben 38 der Ort, der Planschvergnügen und Abkühlung bietet. 80 Jahre ist es her, dass die Verantwortlichen der Stadt beschlossen: Borgentreich soll ein Freiluft-Bad bekommen. Das Bad, das in seiner Geschichte viele Höhen und Tiefen durchlebte, im Krieg zerstört und wieder aufgebaut wurde, feierte am Samstag und Sonntag seinen runden Geburtstag mit all denen, die es lieben und schätzen. "Wir wollten ein Wochenende für Groß und Klein anbieten" Für den großen Geburtstag hatten sich die beiden Bädermeister Thorsten Müller und Christoph Böddeker und die Auszubildende Pia Heise so einiges einfallen lassen. Schon Monate im Vorfeld überlegten sie, wie man die Feierlichkeiten gestalten könnte: "Wir wollten ein Wochenende für Groß und Klein anbieten, bei dem eine entspannte, gemütliche Atmosphäre herrscht", erklärt Thorsten Müller. Das ist ihnen gelungen: Statt lauter Musik gab es an den Abenden ruhige Klänge im Hintergrund, bunte Strahler legten einen Zauber über das Bad und das stetige Rauschen des Wassers tat sein Übriges. Die Gäste führten gute Gespräche - und fühlten sich wirklich wie im Urlaub. "Das Ganze hatte richtigen Karibik-Flair", sagt Jessica Million. Der Sonntagmorgen war mit einer heiligen Messe im Freibad eröffnet worden, die Pastor Werner Lütkefend trotz des zeitweise nassen Wetters mit den Gästen im Bad feierte. An den Nachmittagen waren Spiel, Sport und Spaß im Wasser angesagt: Die BSG Borgentreich ließ den Puls der Bewegungsfreudigen mit Wassergymnastik in die Höhe schnellen, die Kinder bekamen nicht genug von den mit Luft gefüllten Wasserlaufbällen. Chai-Latte und Königskakao Bei leckerem Kuchen auf dem Teller genossen die Gäste entspannte Stunden auf den Wiesen des Geburtstags-Bades. Ein ganz besonderes Kaffee-Erlebnis gab es im Kaffee-Bus von Sonja und Oliver Proppe: Seit sechs Jahren sind die Borgentreicher mit ihrem 90er-Jahre-Bus voller Kaffee-Spezialitäten unterwegs. Bei ihnen gibt es das heiße Getränk "wie früher bei Oma", als süßen Chai-Latte oder, beliebt bei Kindern: leckeren Königskakao. Wen der Hunger auf etwas Deftiges umtrieb, der wurde bei den Streetfood-Wagen fündig: Stefan Böddecker hatte "Pulled Pork" mit ins Bad gebracht, direkt nebenan gab es griechisches Essen. Vegetarier wurden am Backkartoffel-Stand fündig. Zum Durstlöschen hatten Martina Thiel und Markus Trettin genau das Richtige: Ob helles Ale mit süßer Himbeer-Note, ein hopfiges, alkoholfreies Indian Pale Ale oder der kräftig-vollmundige "Dirty Bastard" - bei den beiden Wuppertalern gab es alles - außer Gewöhnliches. Zweite Auflage in abgeänderter Form denkbar Als am Sonntagabend die letzten Gäste das Bad verließen und es langsam an den Abbau ging, zogen die Verantwortlichen ihr Resümee. "Es war wirklich schön und hat Spaß gemacht", sagte das Bäderteam sowie Stadtwerke-Betriebsleiterin Christa Wiemers. Eine zweite Auflage eines solchen Events sei nicht ausgeschlossen. "Das können wir uns in etwas abgeänderter Form durchaus vorstellen", meint Christoph Böddeker. Dass es noch viele Gelegenheiten zum Feiern im Bad geben werde, versicherte Bürgermeister Rainer Rauch: "Mit vielen kleinen, aber auch großen Investitionen in den vergangenen Jahren haben wir ein wichtiges Bekenntnis für die Zukunft unserer Bäder und die Beibehaltung dieses wichtigen Angebotes unserer Stadt ausgesprochen. In diesem Sinne kann das Borgentreicher Freibad mit Zuversicht auf die nächsten Jahre schauen", versicherte Rauch.

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