Partystimmung: Kathrin Cloidt (l.) und Michaela Sievers. - © Saskia Jochheim
Partystimmung: Kathrin Cloidt (l.) und Michaela Sievers. | © Saskia Jochheim

Borgholz Gute Laune im bunten Konfettiregen

Party in der Borgholzer Stadthalle: Leuchtende Tänzer und buntes Geplauder aus dem Orts-Nähkästchen. Locker, flockig und witzig kommt der Karneval im Jordanstädtchen daher

Saskia Jochheim

Borgholz. Bestens gelaunt zog der Siebenerrat (Karnevalspräsident Werner Gluns, Ernst Derenthal, Marc-Heinrich Möltgen, Markus Frische, Bernhard Gievers Martin Legge und Alfons Klabes) unter lautem Getöse auf die Bühne. Allen voran: Der immer fröhliche Zeremonienmeister Heiner Scheideler. Herzlich willkommen hieß Karnevalspräsident Werner Gluns alle Närrinnen und Narren in der Stadthalle des Jordanstädtchens, bevor die Mädels der Jordania Garde (Celine Ewen, Anna Werneke, Juli Lange, Pauline Kleine, Anna Lena Gievers und Maisa Even) ihre hübschen Beine schwungvoll in die Höh' warfen. Michael Ewen vom Orga-Team der Freiwilligen Feuerwehr bedankte sich bei den jungen Damen für ihren karnevalistischen Einsatz: "Danke für eure Unterstützung in den vergangenen Jahren - und schade, dass ihr auseinandergehen werdet", bedauerte er die geplante Auflösung der gut gelaunten Gruppe. »Statt Orgelstadt sollte man doch besser Pfeifenhausen aufs Schildchen schreiben« Dicht gefolgt wurden die Gardedamen von den Damen der Frauengemeinschaft (kfd) im schmucken Hawaii-Look Hannelore Schlothane, Monika Werneke, Heike Bornmann, Carmen Micus-Menke, Susanne Vornholt, Elke Disse und Anna Kurek, die Meeresrauschen und Südseezauber in der Halle verteilten und in Baströcken Hüften kreisen ließen. Dan stieg Ortsausrufer Alfred Pott in die Bütt und nahm die Damen und Herren aus Politik und Gesellschaft gehörig aufs Korn. Für die Betitelung der Kernstadt hatte der Schelm seine ganz eigene Idee: "Statt Orgelstadt sollte man doch besser Pfeifenhausen aufs Schildchen schreiben", waren seine Überlegungen. Auf große Fahrt begaben sich die Edelhexen Dagmar Gluns, Anna Kurek, Helmtrud Röseler, Monika Göllner, Gabi Frische, Susanne Vornholt und Sonja Hönig (dazu gehört auch Ines Lütkemeier, die leider erkrankt war). Nur ging es diese Mal nicht mit dem Besen in die Lüfte, sondern in Piratenkluft mit dem Schiff hinaus auf das tosende Meer, den Rum zu suchen, was die Hexen-Piraten auch lautstark mit dem Santiano-Hit "Es gibt nur Wasser" betonten: "Wir brauchen Rum, Rum Rum - sonst verdursten wir!", schrien sie den Närrinnen und Narren in der Stadthalle entgegen. Wie sich Zeit und Material auf höchst effektivem Wege sparen lassen, demonstrierten Jonas Scheideler, Benedikt Kohlandt, Jan-Philipp Groppe und Manuel Kohlandt als "Insassen" eines Pflegeheims, die die ungewöhnlichen Methoden ihres Pflegers Robin Simolka über sich ergehen lassen mussten. Und dazu gehörte nicht nur das penibel abgezählte Toilettenpapier. "Do Motee" hieß es, als Rita Schlüter und Diana Even eine Bauchtanzvorführung vom Feinsten zeigten. Als Zugabe bekamen die beiden Damen Verstärkung von "alteingesessenen Bauchtänzerinnen" und einigen, die ihnen nacheifern möchten. Von Enten fressenden Fischen und dem Rentnerleben des Ortsvorstehers Locker, flockig und einfach nur witzig kamen die Musikanten des Borgholzer Spielmannszuges mit ihrem Bratkartoffel-Lied daher. Von Enten fressenden Fischen, dem Ortsvorsteher, der sein Rentnerleben genießt und dem kleinsten Mann, der die Kyffhäuser anführt, war da die Rede. Auch vor reichlich Lobeshymnen über das eigene musikalische Talent machten sie augenzwinkernd keinen Halt. Monika Werneke alias Silke Ewen und Heike Bornmann alias Andreas Ewen demonstrierten eindrucksvoll, wie der eine oder andere Alarm-Zustand bei Familie Ewen abläuft. Bunt und dunkel wurde es, als die "alte Garde" als leuchtende Strichcode-Männchen die Bühne zu Titeln der Venga Boys und der Spice Girls wackeln ließen. Zum Abschluss des bunten Programms waren alle aufgefordert beim Flashmob zum Piraten-Lied mitzumachen, bevor sich alle Akteure in einer fröhlich-beschwingten Polonaise entlang der Tischreihen in der Stadthalle schlängelten und noch viele Stunden mit allen Borgholzer Narren und Närrinnen weiterfeierten.

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