Freuen sich über schnelles Internet für die Orgelstadt: Bürgermeister Rainer Rauch (v. l.), Hubertus Becker, Ortsbürgermeister in Rösebeck, stellvertretende Bürgermeisterin Verena Götte, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Otto und Michael Stolte, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter. - © Privat
Freuen sich über schnelles Internet für die Orgelstadt: Bürgermeister Rainer Rauch (v. l.), Hubertus Becker, Ortsbürgermeister in Rösebeck, stellvertretende Bürgermeisterin Verena Götte, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Otto und Michael Stolte, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter. | © Privat

Rösebeck Zügig zum schnellen Internet

Infoabend: Michael Stolte informierte über den Breitbandausbau. "Das Thema beschäftigt alle im Kreis", sagt der Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

Dieter Scholz

Rösebeck. Die Borgentreicher Christdemokraten hatten jetzt den Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) im Kreis Höxter, Michael Stolte, zu Gast. Der offene Abend, zu dem der Vorstand des Stadtverbandes eingeladen hatte, sollte die Bewohner der Orgelstadt über den Glasfaserausbau in ihrer Stadt informieren. Stolte gab interessante Einblicke in das Prozedere der Förderung. Auf Einladung des CDU Stadtverbands fand der Infoabend zum aktuellen Breitbandausbau im Kreis in Rösebeck statt. "In den Rosbacher Stuben plauderte Stolte dazu aus dem Nähkästchen", berichten die Christdemokraten. Denn der Weg zum schnellen Internet beschäftigte ihn, die Kreisverwaltung und die zehn Städte im Kreis schon seit geraumer Zeit. Und es gebe Grund zum Aufatmen: Der langersehnte Glasfaserausbau in den Städten und Dörfern gehe endlich voran. Fördergelder des Landes Nordrhein-Westfalen stopften mit rund 10 Millionen Euro die Investitionslücke. "Und dabei könnte alles so einfach sein", so Stolte, "ist es aber nicht". »Rund 250 Kilometer Glasfaser müssen neu verlegt werden« Einfach ein paar Bürgersteige und Straßengräben aufreißen und Glasfaser verlegen, damit sei es nicht getan. "Der Breitbandausbau kostet Zeit, Geld, Mühe und Nerven", fasst Stolte seine bisherigen Erfahrungen prägnant zusammen. Denn die sogenannten "weißen Flecke" im Kreis blieben weiß, da dort einfach zu wenig Kunden für einen wirtschaftlichen Glasfaserausbau wohnten. Kein Wunder also, wenn namhafte Internetriesen außerhalb der Kernstadt Borgentreich und dem Ortsteil Borgholz keine weiteren Bemühungen anstellten, die weißen Flecken von der Landkarte zu tilgen. "Der Aufwand, der betrieben werden muss, um unsere Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen, ist nicht ganz ohne", sagte Stolte. Rund 250 Kilometer Glasfaser müssten neu verlegt werden "und das ziemlich zügig, damit im Sommer 2019 das neue Netz am Markt angeboten werden kann". Allein im Stadtgebiet Borgentreich seien knapp 2.000 Haushalte betroffen. Dafür stehe eine Fördersumme in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, so Stolte. Davon zeigt sich auch der Bürgermeister der Orgelstadt, Rainer Rauch, begeistert. "Mit der Förderung machen wir in Sachen Highspeed-Internet einen Quantensprung", hielt er fest. Darauf könne man stolz sein. "Doch wie nimmt man an den schnellen Verbindungsraten teil?", fragten sich viele Zuhörer. Dazu riet Stolte, "auf das Beverunger Unternehmen Sewikom zu bauen, die das Ausschreibungsverfahren gewonnen hat und ab dem Frühjahr mit dem Ausbau beginnt. Sewikom und der Kreis stehen jetzt vor einer Mammutaufgabe." Diese Aufgabe könne aber nur dann erfolgreich abgeschlossen werden, wenn möglichst viele Haushalte über Sewikom ihren Internetanschluss bezögen, gab Stolte zu Bedenken. Denn mit dem Verlegen der Glasfaser zu örtlichen Kabelverzweigern stehe man erst am Anfang des Netzausbaus. Darauf aufbauend müsse in Zukunft die Glasfaser bis in die Haushalte gelegt werden, um weitere Geschwindigkeitszuwächse von 100 Mbit/s realisieren zu können. Die Mitglieder im Borgentreicher CDU-Stadtverband freuten sich über eine gut besuchte Veranstaltung. Vorsitzender Alexander Otto bedankte sich bei den 50 Zuhörern vor allem für die rege Teilnahme. "Das Thema wird uns weiterhin beschäftigen. Wir werden es zukünftig gerne wieder in dieser oder einer ähnlichen Runde diskutieren", schloss Otto den Abend.

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