Großer Schaden: Nördes Ortsheimatpfleger Egon Wiemers (l.) und Ortsvorsteher Heinrich Mellwig sind besorgt, weil die markante Elsbeere durch den Orkan Friederike stark beschädigt wurde. - © Hermann Ludwig
Großer Schaden: Nördes Ortsheimatpfleger Egon Wiemers (l.) und Ortsvorsteher Heinrich Mellwig sind besorgt, weil die markante Elsbeere durch den Orkan Friederike stark beschädigt wurde. | © Hermann Ludwig

Warburger Land Nach Sturm: Stadtwald ist Hauptschadensgebiet

Viele Wege müssen noch freigeräumt werden. Auto- und Zugverkehr sind weiterhin eingeschränkt und ein seltener Baum wurde in Nörde beschädigt

Angelina Kuhlmann
Katharina Engelhardt

Hermann Ludwig

Warburger Land. „Was ich sagen kann, ist, dass es in Warburg richtig gerappelt hat. Nicht nur im Staatswald auch im Stadtwald", sagt Jan Preller vom Hammerhof als erste Einschätzung der Schäden in den Wäldern. „Das kommt nicht an Kyrill ran, aber es ist schon schlimm", ergänzt er. Zunächst müsse die Infrastruktur in den Wäldern wieder hergestellt werden, um den kompletten Schaden erkennen zu können. Er weist noch mal ausdrücklich auf das Aufenthaltsverbot in Wäldern hin. Weiterhin herrsche Lebensgefahr. „Bäume können nachträglich umfallen." Kritische Lage Für Andreas Becker vom Gemeindeforstamt in Willebadessen ist die Lage in den Stadtwäldern kritischer: „In unseren drei Wäldern ist es teilweise sogar schlimmer als bei Kyrill." „Wir sind leider mit ein Hauptschadensgebiet", sagt er und warnt ebenfalls vor dem Betreten des Forstes. Am Mittwoch wird vom Regionalforstamt und vom Gemeindeforstamt je ein Pressetermin stattfinden, auf dem nähere Informationen bekannt gegeben werden. Äste weggebrochen Großen Schaden richtete der Sturm auch an der mehr als 200 Jahre alten Elsbeere in Nörde an. „Es ist fraglich, ob der Baum noch zu retten ist", bilanziert Ortsheimatpfleger Egon Wiemers. Zwei der drei markanten großen Äste sind weggebrochen, der letzte verbliebene Ast droht abzubrechen. „Der muss dringend abgestützt werden", sagt Ortsvorsteher Heinrich Mellwig, der das Bauamt der Stadt sogleich informiert hat. Der Platz mit den beiden großen Linden und dem Rest der Elsbeere sollte unbedingt gemieden werden, zu groß ist die Gefahr, dass der Rest auch noch abbricht, zumal zu erkennen ist, dass der Kern der abgefallenen Äste am Ansatz hohl ist. Von der stattlichen Elsbeere wurden von dem Lehr- und Versuchsforstamt in Arnsberg Sämlinge genommen, fünf Setzlinge sind im Ort neu gepflanzt worden. Der Zugverkehr leidet immer noch unter den Folgen von „Friederike": Die Strecke Warburg – Altenbeken – Paderborn ist seit Donnerstag außer Betrieb. Gen Kassel ist der Weg zwar wieder frei, es fahren allerdings nur vereinzelt Züge. Der Bus S 85 nach Paderborn fährt nach Fahrplan. Alle Straßensperrungen hier.

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