Vergleichsweise ruhig: In anderen Teilen von NRW fegt Sturmtief "Friederike" schon mit heftigen Orkanböen, Regen und Schneeregen über das Land. In Warburg ist es am Vormittag noch ruhig. - © Angelina Kuhlmann
Vergleichsweise ruhig: In anderen Teilen von NRW fegt Sturmtief "Friederike" schon mit heftigen Orkanböen, Regen und Schneeregen über das Land. In Warburg ist es am Vormittag noch ruhig. | © Angelina Kuhlmann

Warburg Unwetter: Schulen lassen Nachmittagsunterricht ausfallen

Auch wenn es in Warburg noch vergleichsweise ruhig ist, schicken die weiterführenden Schulen ihre Schüler nach Hause. Grundschüler haben ganz normal Schluss

Angelina Kuhlmann

In der Hansestadt war es am Vormittag noch ruhig. In anderen Teilen von NRW tobte Sturmtief „Friederike" dagegen schon. Die Deutsche Bahn stellte den Bahnverkehr ein. Schulen stellten Unterricht ein In Warburg reagierten die Schulen am gestrigen Morgen präventiv: Ab 12 Uhr stellten die weiterführenden Schulen den Unterricht ein. Der Nachmittagsunterricht entfiel komplett. Auch die Berufskollegs im Kreis blieben geschlossen. „Die Schulen wurden nach und nach geschlossen", sagte Olaf Krane von der Stadt Warburg. An einer Schule hätten die Schüler zunächst versucht ihre Eltern zu kontaktieren, um sich abholen zu lassen. So wollte man den Busverkehr entlasten. Kinder blieben zuhause „Bei so einer Sturmwarnung weiß man ja nie was noch so kommt", sagte Claudia Güthoff, Schulleiterin der Sekundarschule, über die Entscheidung ihren Schülern freizugeben. Deswegen habe man in Absprache mit der Stadt so entschieden. „Eltern haben zum Teil ihre Kinder sowieso schon zuhause gelassen", ergänzt Güthoff. Andere Handhabung an Grundschulen So eine Entscheidung kann an den Grundschulen nicht getroffen werden. „Wir sind heute morgen mit fast Hundert Prozent an Bord, nur ein paar Eltern wollen ihre Kinder früher abholen", sagte Matthias Braun, stellvertretender Schulleiter der Graf-Dodiko-Schule. „Wir können die Kinder nicht einfach früher nach Hause schicken", sagte er. Für solche Fälle fehlen Vorgaben von der Schulaufsicht. Man könne ja bei den noch jungen Schülern nicht garantieren, dass sie zuhause ankommen oder ein Elternteil vor Ort ist. Braun: „Die Schulbusse fahren normal. Wir haben mit den Unternehmen telefoniert." Wäre das nicht der Fall, würden die Lehrer so lange mit den Schülern im Gebäude bleiben, bis sie abgeholt werden. Was für Eltern gilt Im Fall von extremen Wetterlagen gilt: Eltern dürfen selber entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken oder nicht, so Olaf Krane. In jedem Fall muss die Schule über das Fernbleiben des Schülers informiert werden. „Eltern dürfen grundsätzlich entscheiden. Egal ob bei Glatteis oder Unwetter", sagte Krane.

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