Gute Zusammenarbeit: Die Vertreter der Gemeinde Trendelburg mit Hauptamtsleiter Manuel Zeich (v. l.), dem Ersten Stadtrat Rene Köster und Bürgermeister Kai Georg Bachmann sowie Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Kämmerer Christof Derenthal und Betreibsleiterin Christa Wiemers vor dem Rathaus der Orgelstadt. - © B. Battran
Gute Zusammenarbeit: Die Vertreter der Gemeinde Trendelburg mit Hauptamtsleiter Manuel Zeich (v. l.), dem Ersten Stadtrat Rene Köster und Bürgermeister Kai Georg Bachmann sowie Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Kämmerer Christof Derenthal und Betreibsleiterin Christa Wiemers vor dem Rathaus der Orgelstadt. | © B. Battran

Borgentreich Borgentreicher Trinkwasser kommt weiterhin aus Trendelburg

Interkommunale Zusammenarbeit: Orgelstadt Borgentreich und die Stadt Trendelburg unterzeichnen eine Verlängerung des Trinkwasser-Liefervertrages. Zum neuen Jahr war der Bezugspreis gestiegen

Burkhard Battran

Borgentreich. "Dat Wasser vun Kölle es jot", singen die Bläck Föss. Fakt ist, das Wasser von Borgentreich ist besser. Es ist das sogar das Beste im gesamten Kreis Höxter. Seit 40 Jahren bekommt Borgentreich sein Trinkwasser von der hessischen Nachbargemeinde Trendelburg geliefert und die verfügt auf ihrem Gebiet über ein außerordentlich hochwertiges Trinkwasser. Am Montag haben die Städte Borgentreich und Trendelburg einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet, der die Wasserversorgung der Orgelstadt bis zum Jahr 2050 sicherstellt. Der bestehende Vertrag ist zwar noch bis 2035 gültig, aber wenn die Gemeinde Trendelburg den Abgabepreis erhöht, dann muss auch für die Orgelstadt ein positiver Aspekt dabei herausspringen. "Wir müssen als Kommune langfristig denken und da hat die Versorgungssicherheit oberste Priorität", sagte Bürgermeister Rainer Rauch. Eine Preisanpassung war notwendig geworden, da in Trendelburg die Kosten für die Bereitstellung gestiegen waren. "Auch uns ist an der Kooperation mit der Orgelstadt gelegen und wir wünschen uns, die gute Zusammenarbeit auf lange Sicht fortzusetzen", betonte Trendelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann. Gerade auch durch die Kooperation mit der Orgelstadt ließen sich Synergien realisieren, von denen beide Gemeinden profitierten, erklärte Bachmann. Im letzten Jahr hat die Orgelstadt pro Kopf rund 57 Kubikmeter Wasser verbraucht. In Trendelburg war es nur 38 Kubikmeter. "Der Unterschied hängt auch damit zusammen, dass wir durch schadhafte Leitungen hohe Transportverluste auf unserem Gebiet haben, allerdings sind wir dabei, den Investitionsstau abzubauen und insbesondere auch die Hausanschlüsse zu überprüfen", erklärte Borgentreiches Betriebsleiterin Christa Wiemers. Bereits bei den Haushaltsberatungen war die Preisanpassung vom Rat der Orgelstadt diskutiert und angenommen worden. Zum neuen Jahr ist der Trinkwasserpreis um den nicht unerheblichen Betrag von 36 Cent pro Kubikmeter auf 1,78 Euro angehoben worden. Dieser Gebührenanstieg geht aber nicht allein auf die Trendelburger Preisanpassung zurück, sondern deckt auch die Investitionen der Stadtwerke Borgentreich ab. Das Trendelburger Trinkwasser ist mit durchschnittlich 3,4 Grad Deutscher Härte außerordentlich weich. "Unser Wasser kommt aus dem Reinhardswald und aus Tiefbrunnen mit bis zu 300 Metern Tiefe", sagte Trendelburgs Bürgermeister Bachmann. Ab einer Härte von 14 Grad spricht man von hartem, oft sehr kalkhaltigem Wasser. Das im Kreis Höxter geförderte Wasser liegt überwiegend im Bereich harten Wassers mit Spitzenwerten von 50 Härtegraden im Stadtgebiet von Bad Driburg. "Unser Wasser ist nicht nur sehr weich, es ist auch hygienisch von hoher Qualität", sagte Betriebsleiterin Wiemers. Die interkommunale Transportleitung von Friedrichsfeld zum Hochbehälter Hoher Berg bei Bühne ist 18,2 Kilometer lang.

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