Voller Energie: Die Band Winterstorm aus dem Oberfränkischen trat als Co-Headliner auf. Die Musiker schafften es, die Stimmung im Verlauf des Tags weiter hochzufahren. Sie gelten als die neue Powermetal-Hoffnung. - © kurt diesterheft
Voller Energie: Die Band Winterstorm aus dem Oberfränkischen trat als Co-Headliner auf. Die Musiker schafften es, die Stimmung im Verlauf des Tags weiter hochzufahren. Sie gelten als die neue Powermetal-Hoffnung. | © kurt diesterheft

Borgentreich Beste Stimmung beim Metal-Festival in Manrode

Musik: Sechs Metal-Bands und eine eingeschworene Fangemeinde feiern gemeinsam beim Fest-Evil. Freunde der etwas härteren Gangart kamen voll auf ihre Kosten

Kurt Diesterheft

Manrode. Zum achten Mal versammelte sich eine inzwischen eingeschworene Gemeinde zum Fest-Evil in Manrode. Dieses Mal kamen sechs Metal-Bands auf die Bühne und heizten mit harten Gitarrenklängen und melodischem Gesang den Fans ein. Über 600 Besucher konnten diesmal mit neuen Bands wie der Gruppe Winterstorm und Xandria abrocken. Von Beginn an hatte sich schon eine ansehnliche Fangemeinde auf dem Manrode Sportgelände versammelt. Dass es dieses Mal noch professioneller zuging, zeigte sich an einer erhöhten Anzahl von Sicherheitsleuten. Auch war es erstmalig für die Fans nicht mehr möglich, direkt an den Bühnenrand zu gelangen, neue Auflagen sahen eine Absperrung vor. Zum Warm-up spielten junge Musiker um den Leadgitarristen Maximilian Fürchtenicht aus Niederelsungen mit ihrer noch frisch gegründeten Formation Psydeath auf. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit ihrer Vorstellung: "Wir sind sehr froh, in Manrode die Möglichkeit zu haben, auf einer Bühne als Opener fürs Fest-Evil spielen zu können", meinte Maximilian Fürchtenicht. Ein letzter Soundcheck und dann legte die Band Pandemic aus Kassel mit harten Klängen los. Die Band hatte sichtlichen Spaß auf der Bühne, legte sich ordentlich ins Zeug und begeisterte das Publikum. Armin Eichenberg nahm die Rolle als Sänger für Nils Papke ein, dieser erwartet gerade Familiennachwuchs. Burden of Grief aus Warburg, quasi alte Stammgäste auf dem Fest-Evil in Manrode, spielten wieder mit ihrem hartem Sound und melodiösem Death-Metal auf, sie heizten dem Publikum vor der Bühne mit brachialer Energie ein. Die Band hat aktuell ihr Album "Unchained" herausgebracht und stellte einige Leckerbissen aus dem Album vor. Die Powermetal-Band Winterstorm gab am Samstag ihr erstes Stelldichein in der Börde. Vorgesehen als Co-Headliner schaffte es die Band aus dem Oberfränkischen mit Witz und Humor, die Stimmung weiter hochzufahren. Winterstorm gilt vielen Fans als die neue Powermetal-Hoffnung. Die Gruppe stellte bereits in Wacken und auf dem Heidenfest ihr Können unter Beweis. Da die Band auch melodiöse Klänge im Programm hatte, war der musikalische Bogen zur nächsten Gruppe schon mal gespannt. Denn als Highlight und Headliner betrat im Anschluss Xandria aus Bielefeld die Manroder Bühne. Sängerin Dianne van Giersbergen bot ein Crossover aus Metal- und atmosphärischen Klanglandschaften, die den Fan förmlich in ihren Bann zog. Es bebte bei der Vorstellung nicht nur die Bühne, das Beben hatte sich auch auf die Fans übertragen. Die Band spielt normalerweise vor großem Publikum, unter anderem in den Vereinigten Staaten oder Russland und geht europaweit auf Tournee. Nichtsdestotrotz bekundete die Sängerin, dass gerade das familiäre Konzept des Fest-Evils und die heimatliche Nähe den Musikern und ihr großen Spaß machen. Natürlich forderten die Fans noch einen Nachschlag. Den bekamen sie auch in Form von zwei weiteren Zugaben. Zu später Stunde brachten Klabuster-Berries die letzten, hartgesottenen Fans dann nochmals so richtig in Wallung, und lieferten einen prima Abschluss des Fest-Evils. Mit Klabuster-Berries betrat eine Metalcover Rockband die Bühne, die mit einem Querschnitt durch die verschiedensten Rock- und Metal-Richtungen den Abend zu einem runden Abschluss führte. Mit ihrem eher ausgefallenen Konzept möchten die Veranstalter des Fest-Evils neben den Heavy-Metal-Fans auch weitere Fangruppen ansprechen und das komplette, bunte Spektrum des Heavy-Metal und Rock bieten. Organisator und Veranstalter Maik Scherf wirkte sichtlich zufrieden. "Dieses Mal möchten wir mit unserem sozialen Engagement ein Projekt im Kreis Höxter unterstützen. Hierzu haben wir uns eine Versteigerung von drei T-Shirts mit sämtlichen Unterschriften aller auftretenden Bands einfallen lassen." Organisatorisch hätten sich die Arbeitsgruppen bewährt und die Internetpräsentation sei weiter verbessert worden. Kulinarisch bringe weiterhin die eigens entwickelte "Fest-Evil-Currysauce" eine echte Schärfe ins Fest-Evil. "Die Vorfreude aufs nächste Jahr ist jetzt schon groß", so Scherf.

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