Lässt es krachen: Gitarrist Kevin Flentje von der Holzmindener Metalband "Stormwatch". - © Burkhard Battran
Lässt es krachen: Gitarrist Kevin Flentje von der Holzmindener Metalband "Stormwatch". | © Burkhard Battran

Fürstenberg Erfolgreiche Rock Out-Premiere: Das alte Jahr in Grund und Boden gerockt

Premiere: Gelungener Auftakt für das Rock Out im Fürstenberger Haus der Vereine.Indoor-Rocknacht soll künftig neben dem Solling-Jump-Open-Air die junge Kultur bereichern

Burkhard Battran

Fürstenberg. Das Schild am Eingang erinnert noch an die frühere Funktion: Die Halle nur mit sauberen Turnschuhen betreten – keine Straßenschuhe, ist dort zu lesen. Seit fünf Jahren wird die Turnhalle am Landschulheim in Fürstenberg als „Haus der Vereine genutzt". Das empfindlich Hallenparkett hat eine Abdeckung aus Laminatplatten erhalten, damit dort in Straßenschuhen Karneval gefeiert und Versammlungen stattfinden können. Erstmals wurde am Freitag dort nun auch kräftig abgerockt. Der Jugend- und Kulturverein Fürstenberg hatte dort in Kooperation mit der Fürstenberger Vereinsgemeinschaft erstmals ein Rock Out veranstaltet. Die Bands „Nadja’s Kitchen"aus Fürstenberg, „Stormwatch" aus Holzminden und „Attixx" aus Höxter haben dort das alte Jahr in Grund und Boden gerockt. »Das Rock Out kann auch zu einer festen Einrichtung werden« „Wir rechnen mit 100 bis 150 Besuchern und wenn das gelingt, kann das Rock Out auch zu einer festen Einrichtung werden", sagte der Vorsitzende Jonas Fischer (27). Das ist tadellos gelungen. Die Halle war gut gefüllt, und die Stimmung hätte kaum besser sein können. Es ging direkt von Anfang an voll die Post ab. „Stormwatch" ist der Titel eines legendären Albums der 70er-Jahre Progressive-Band Jethro Tull. Davon sind die Sturmbeobachter aus Holzminden aber meilenweit entfernt. Heavey Metal mit Headbanging-Attitude mit Songs von Billy Idol bis Iron Maiden war der Sound, mit dem das Quintett um die Sänger und Gitarristen Helge Megerle und Kevin Flentje dem Publikum eingeheizt haben. Drei Bands aus der Region auf der Bühne Mitreißend ging es weiter mit der Band „Nadja’s Kitchen" aus Fürstenberg. „Unser Probenraum liegt gleich nebenan und wir konnten unser Equipment zu Fuß rüber tragen", sagte Sänger und Gitarrist Jan Schametat. Seit zwei Jahren gibt es das Sextett, dass sich auf Rock ’n’ Roll und Blues Rock alter Schule spezialisiert hat. An den Keyboards und der Posaune wurde die Band von dem Holzmindener Musiklehrer Burkhard Kluge verstärkt, der Blasmusikfreunden insbesondere als Dirigent des Weserbergland Orchesters Bödexen bekannt ist. Spät am Abend kam schließlich noch die Höxteraner Rockcoverband „Attixx" auf die Bühne. Danach konnte weitergetanzt werden zur Musik des Solling Jump DJ-Teams, bestehend aus den Kulturvereinsvorständen Jonas Fischer und Gerrit Schrader. „Wir sagen dazu absackern", erklärte der Vorsitzende Jonas Fischer. Das Rock Out hat gute Chancen, sich zu einer kleinen Schwester des großen Sollings Jumps zu entwickeln. Das Solling-Jump-Festival, das in diesem Jahr am 28. Juli zum fünften Mal stattfindet, ist eine Open-Air-Rocknacht auf dem Gelände des Mittelalterdorfs Bokenrode in Fürstenberg.

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