Die Schirmherrin des Preises, die Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, überreicht Jan Schametat die Urkunde. - © HAWK
Die Schirmherrin des Preises, die Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, überreicht Jan Schametat die Urkunde. | © HAWK

Boffzen/Holzminden Boffzer Jan Schametat erhält Auszeichnung für Projekt "H!ERgeblieben"

Jan Schametat aus Boffzen wird von der Akademie für ländliche Räume ausgezeichnet. Der Master-Absolvent entwickelte das Projekt „H!ERgeblieben“

Holzminden/Boffzen. Die Niedersächsische Akademie Ländlicher Raum (ALR) hat Jan Schametat für seine Master-Thesis an der Holzmindener HAWK-Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen und Benjamin Ebeling für seine Promotionsschrift an der Göttinger HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement mit einer Anerkennung des ALR Hochschulpreises für Studierende 2017 ausgezeichnet. Der diesjährige Wettbewerb hatte das Thema „Perspektive Ländlicher Raum Niedersachsen. Herausforderungen. Diskurse. Lösungen". Im Rahmen einer Posterpräsentation stellten Jan Schametat, der aus Boffzen stammt, und Benjamin Ebeling ihre Arbeitsergebnisse der Schirmherrin des Preises, der Niedersächsischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, der Jury, dem Vorstand der ALR und geladenen Gästen vor. Jan Schametat, Absolvent der Sozialen Arbeit an der Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen in Holzminden, hat mit seiner von Alexandra Engel begleiteten Master-Thesis „Einstellungen und regionale Bindung von Jugendlichen im ländlichen Raum am Beispiel der länderübergreifenden Region Holzminden-Höxter" eine Forschungslücke geschlossen. Eine Marke für die Region Holzminden und Höxter entwickelt Er gehört damit zu den jungen Wissenschaftlern, die die Perspektive auf Schrumpfung und Transformation in ländlichen Räumen nicht länger stigmatisierend defizitorientiert beleuchten. Sein Fokus sind vor allem die Bleibefaktoren. Mit dem Herausarbeiten dieser Bindungsfaktoren leistet Jan Schametat einen unmittelbaren Beitrag zur Erhöhung der Selbstwirksamkeitsüberzeugungen in ländlichen Regionen, vor allem bei im Diskurs bislang völlig vernachlässigten jungen Menschen. Mit der Kampagne „H!ERgeblieben" hat Jan Schametat aufbauend auf der Master-Thesis am Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH) eine Marke für die Region Holzminden-Höxter entwickelt, mit der sich die Zielgruppe stark identifiziert. Dies wird unterstützt durch die Einbindung ehrenamtlicher Botschafter, womit das Projekt einen sogenannten Citizen Science Charakter erhält. Jan Schametat und sein Teamkollege Sascha Schenk belassen es also nicht bei der Erforschung der regionalen Bindungen, sondern konzipieren im Sinne des Wissenstransfers eine Kampagne sowie ein Konzept der pädagogischen Arbeit mit Schülern und deren Partizipation. Verknüpfung von Studium und Forschung Auch Sascha Schenk hat mit seiner auf qualitativen Daten zur Bindung Jugendlicher beruhenden Bachelor-Thesis eine Grundlage für das „H!ERgeblieben" -Projekt gelegt. Für die Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen und das Zukunftszentrum ist „H!ERgeblieben" ein gelungenes Beispiel der Verknüpfung von Studium und Forschung und dem Wissenstransfer in die Region. Warum bleiben jungen Menschen in der Region und wie können Informationen über die Chancen in der Region transportiert werden? Einige Antworten zu diesen Kernfragen zur Entwicklung ländlicher Räume finden sich auch auf der Homepage des Projektes. Auf nationalen und internationalen Tagungen vertreten Die Studienergebnisse hat Schametat in diesem Jahr bereits auf mehreren nationalen und internationalen Tagungen präsentiert, so unter anderem beim Deutschen Kongress für Geografie in Tübingen. Das Interesse an übertragbaren Lösungen für die Herausforderungen des demografischen Wandels ist damit weit über die regionalen Grenzen hinaus vorhanden. Die Ergebnisse sind zudem im Verlag Beltz-Juventa unter dem Titel „ Was sie hält – Regionale Bindung von Jugendlichen im ländlichen Raum" erschienen.

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