Ehrennadel und eine Glastrophäe: Werner Brümmer (v .l.) und Helmut Heyer sind mit dem Ehrenamtspreis von Lauenförde ausgezeichnet worden, vertreten von Bürgermeister Werner Tyrasa (hinten, v. l.), Samtgemeindebürgermeister Uwe König, Vereinsgemeinschaft-Vorsitzende Petra Reinken und Gemeindedirektor Tino Wenkel. - © Torsten Wegener
Ehrennadel und eine Glastrophäe: Werner Brümmer (v .l.) und Helmut Heyer sind mit dem Ehrenamtspreis von Lauenförde ausgezeichnet worden, vertreten von Bürgermeister Werner Tyrasa (hinten, v. l.), Samtgemeindebürgermeister Uwe König, Vereinsgemeinschaft-Vorsitzende Petra Reinken und Gemeindedirektor Tino Wenkel. | © Torsten Wegener

Lauenförde Ehrenamtspreise für Lauenförder

Helmut Heyer und Werner Brümmer sowie Lauenförder Integrationshelfer werden ausgezeichne

Torsten Wegener

Lauenförde. Helmut Heyer und Werner Brümmer sind die Ehrenamtspreisträger 2017 des Fleckens Lauenförde. Beide sind seit mehreren Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen tätig, ihre gemeinsame Schnittmenge haben sie dabei im Lauenförder Schützenverein. Zudem hat die Vereinsgemeinschaft Lauenförde als Sonderpreis alle Integrationshelfer der vergangenen zwei Jahre gewürdigt. Seit 2004 werden in Lauenförde Bürger geehrt, die sich in besonderem Maße auf ehrenamtlichem Gebiet engagieren. Als Verleihungsrahmen hatte man dabei den Ball der Vereine initiiert, denn schließlich sind die Ehrenämtler ja auch in den Vereinen und Institutionen des Ortes aktiv. Die Veranstaltung bekam nun ein neues Gewand als Oktoberfest der Vereine. Im Mittelpunkt standen aber weiter die Geehrten. Helmut Heyer (Jahrgang 1935) ist bereits vor 56 Jahren in den Schützenverein Lauenförde eingetreten. Und es dauerte nicht lange, bis er die ersten Funktionen im Verein übernahm. 1962 ist er als Jungschützensportwart eingesetzt worden, von 1964 bis 1973 war er Vereinsschießsportleiter. Nach sechs Jahren als stellvertretender Vorsitzenden übernahm Heyer von 1994 bis 1999 den Vorsitz des Schützenvereins. „In seiner Amtszeit wurde der größte Umbau am Schützenhaus in Lauenförde realisiert, mit der Errichtung des Obergeschosses und der Erweiterung auf zehn Luftgewehrständen", sagte Gemeindedirektor Tino Wenkel in der Laudatio. Darüber hinaus war Heyer 29 Jahre als Vizepräsident des Solling Schützenbundes aktiv und beteiligte sich als General des Lauenförder Schüttenhoffs an der Gestaltung des 650-Jahrfeier in Lauenförde (1998). 2015 organisierte er ein Benefizkonzert zugunsten des Göttinger Elternhauses für krebskranke Kinder. Kommunalpolitisch engagierte sich Heyer als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes und als Mitglied des Gemeinderates. Weil er gerne dem runden Leder hinterherjagte, ist Werner Brümmer (Jahrgang 1946) als Kind Mitglied beim Fußballverein SC Lauenförde (heute FC BW Weser) geworden. Nach der aktiven Zeit war er von 1981 bis 1992 als stellvertretender Vorsitzender im Verein tätig. Brümmer ist in vielen Lauenförder Vereinen Mitglied, seine zweite Leidenschaft neben dem Fußball ist jedoch das Schützenwesen. Dort ist er seit 1968 Mitglied. Seit dem Jahr 2000 ist der zweimalige Schützenkönig stellvertretender Vorsitzender der Schützen und Major des Schüttenhoffs. „Unverzichtbar war für den SC Lauenförde und für den Schützenverein zudem der handwerkliche Einsatz von Brümmer. Als Tischlermeister war er an dem Renovierungs- und Umbaumaßnahmen am Sport- beziehungsweise Schützenheim maßgeblich beteiligt", betonte Bürgermeister Werner Tyrasa. Jeder Bürger, aber auch jeder Verein, jede Organisation oder Institution besitzt die Möglichkeit, Personen oder Institutionen, deren ehrenamtliches oder freiwilliges Engagement sie für besonders anerkennenswert hält, für den Preis vorzuschlagen. „Als Lauenförder Vereinsgemeinschaft haben wir in diesem Jahr beschlossen, zusätzlich eine Gruppe zu würdigen, die nicht im Vereinsregister stand, aber über zwei Jahre lang extrem wichtige Arbeit geleistet hat – die Integrationshelfer von Lauenförde", sagte Petra Reinken, Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft. So wurden zum Beispiel ein ehrenamtlicher Sprachkurs unter der Leitung von Volker Faltin aufgebaut und eine Kleiderkammer installiert. Darüber hinaus gab es die wichtige Unterstützung bei Behördengängen oder Arztsprechstunden. „Sie haben alle durch ihre schnelle und uneigennützige Hilfe dafür gesorgt, dass die Flüchtlinge sich ohne größere, in der Öffentlichkeit wahrnehmbare Probleme, in Lauenförde zurechtgefunden haben", zollte Reinken den Integrationshelfern Respekt.

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