Ein Gast aus der Ferne: Uwe Linkersdörfer aus Halle an der Saale hat Deutz-Willis Reisen verfolgt und freut sich, dass er zurück ist. - © Patricia Speith
Ein Gast aus der Ferne: Uwe Linkersdörfer aus Halle an der Saale hat Deutz-Willis Reisen verfolgt und freut sich, dass er zurück ist. | © Patricia Speith

Lauenförde Deutz-Willi ist zurück

Russland-Tour: Weltenbummler Winfried Langner ist nach seinem dritten Abenteuer wieder in der Heimat angekommen. Ein herzliches Willkommen bereiten ihm Freunde und Familie

Patricia Speith

Lauenförde. Auf den Trecker, fertig und los hieß es am 20. Mai in Lauenförde. Zusammen mit seinem treuen Gefährten Trecker „Robert" brach der 81-jährige Winfried Langner, bekannt als Deutz-Willi, vor fast vier Monaten zu seinem dritten Abenteuer auf. Jetzt ist Deutz-Willi wohlbehalten nach Lauenförde zurückgekehrt, wo ihm ein freudiger Empfang von Bürgermeister Werner Tyrasa, Freunden und Familie bereitet wurde. Seine Reisepläne führten den Rentner über Polen, die russische Exklave Kaliningrad und die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland zum eigentlichen Ziel – Russland. In Sankt Petersburg tauchte Langner in die russische Volkskultur ein und erfuhr nicht nur in der zweitgrößten Stadt Russlands eine herzliche Gastfreundschaft. »Auf meinen Reisen möchte ich ins Innere des Landes eintauchen« Eine defekte Welle der Hinterachse bescherte dem abenteuerlustigen Lauenfördener zwar einen unfreiwilligen Aufenthalt in Kaliningrad, doch das Abenteuer ging rasch weiter. Mit seinem 56 Jahre alten Deutz D15 Trecker, 15 PS und Mini-Wohnwagen „Schnecke" traf der Weltenbummler am Sonntag Vormittag wieder in seiner Heimatgemeinde Lauenförde ein. Herzlich begrüßt wurde der unternehmungslustige Rentner von Freunden, Nachbarn und Gästen aus nah und fern. Langner freute sich über die Willkommens-Party. Und Lauenfördens Werner Tyrasa freute sich mit zahlreichen Anwohnern über die sonnenbegleitete Heimkehr des unternehmungslustigen Globetrotters. 43 Tage und 3.000 Kilometer für eine Tour und insgesamt 6.500 Kilometer liegen hinter Langner. „Wir freuen uns besonders, dass Sie wieder gesund und munter in Lauenförde angekommen sind", sagte Tyrasa. Willi, Robert und Schnecke seien nicht aufzuhalten. „Überall wo Deutz-Willi auftaucht, herrscht die pure Lebensfreude." Nicht nur in der Heimat erwartete den 81-Jährigen ein herzliches „Willkommen". Auf der gesamten Reiseroute wurde dem berühmten Globetrotter von Einheimischen ein liebenswürdiger Empfang bereitet – auch ohne besondere Sprachkenntnisse. Rückfahrt mit der Fähre „Wo ich auftauchte, war Wirbel", erzählte der „erste Botschafter von Lauenförde". Für Völkerverständigung habe der Ehrenamtspreisträger von 2016 gesorgt. „Das war von Anfang an die Idee dahinter", so Langner. „Auf meinen Reisen möchte ich ins Innere des Landes eintauchen, die Menschen kennenlernen und nicht nur die Landschaft erkunden." Mit seinem „Ein-Mann-Hotel", einem Erbia Touring, fuhr der leidenschaftliche Treckerfahrer also nicht nur stur geradeaus auf den Straßen, sondern nahm auch mal Abzweigungen nach rechts und links. „Ich habe katastrophale Lebensbedingungen gesehen, Menschen bei schwerer körperlicher Arbeit beobachtet und viel Armut entdeckt. Doch die Herzlichkeit war überall gleich." Die Rückreise von Sankt Petersburg über Estland, Lettland und Litauen fiel entspannt aus. Statt 800 Kilometer um Polen herumzufahren, bestieg Winfried Langner die Fähre in Litauen und segelte zusammen mit Trecker „Robert" und Mini-Wohnwagen „Schnecke" Richtung Kiel und somit Richtung Heimat.

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