Freut sich auf neue Wege und Inszenierungen: Museumsleiter Christian Lechelt in der Ausstellung in den historischen Räumen, die moderne Akzente setzt. - © Simone Flörke
Freut sich auf neue Wege und Inszenierungen: Museumsleiter Christian Lechelt in der Ausstellung in den historischen Räumen, die moderne Akzente setzt. | © Simone Flörke

Fürstenberg Schloss Fürstenberg - Sonderausstellungen, Neues und Stern des Jahres

Kultur: Das modernisierte Museum im Schloss hat einen Jahresstern der NW-Kulturredaktion für herausragende kulturelle Leistungen bekommen und plant 2018 drei Sonderausstellungen und viel Neues

Simone Flörke

Fürstenberg. Sie haben mit ihrem erfrischenden und stilvollen Auftritt als modernes Museum für Porzellan und Porzellankultur einen der Kultursterne in OWL vom Himmel geholt: Das Museumsteam von Schloss Fürstenberg rund um Leiter Christian Lechelt gehört zu den Trägern der Kultursterne des Jahres, die die Neue Westfälische zusammen mit der Lippischen Landeszeitung und dem Haller Kreisblatt jedes Jahr für herausragende kulturelle Leistungen in der Region vergibt. Verliehen wird die Auszeichnung von der Kulturredaktion der NW am Montag, 26. Februar, um 19 Uhr in der Hechelei im Ravensberger Park in Bielefeld. Kulturredaktionsleiter Stefan Brams war beim Filmdreh in Fürstenberg begeistert von dem Museum mit seiner Ästhetik, das vor knapp einem Jahr nach umfangreichen Sanierungsarbeiten mit einem komplett neuen und modernen Konzept wiedereröffnet wurde: „Eine gelungene Mischung – nicht überladen, sondern die Objekte werden in Szene gesetzt. Sie verdienen den Stern." Schaumagazin neben der Kasse geplant Nach dem ersten Jahr mit 30.000 Besuchern, in dem man sich an den „neuen Alttag" gewöhnt habe, konzentriere man sich nun 2018 auf ein „reichhaltiges Programm", sagt Lechelt. Dazu gehört auch, dass in diesem Frühjahr das Schaumagazin gleich neben der Kasse eröffnet werden soll – derzeit noch Baustelle. Während an anderen Stellen einzelne Objekte in der Dauerausstellung in den Mittelpunkt gerückt werden, steht dieser Bereich unter dem Stichwort Fülle des Porzellans: 20.000 Objekte umfasst die Sammlung, eine große Anzahl soll hier in diesem neuen Raum, der derzeit eingerichtet wird, gezeigt werden. Dazu komme die Sammlung Reichmann mit rund 500 Objekten, die erstmals in Gänze zu sehen sein wird. Drei Sonderveranstaltungen Das neue Programm – Fürstenberg ist ganzjährig geöffnet (Nebensaison bis 28. Februar freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr) – sei ein „Feuerwerk", das ebenso wie das Museum auf neuen Wegen die Neugierde wecken solle. Und zwar nicht akademisch abgehoben, sondern fürs allgemeine Publikum. Auf drei Sonderveranstaltungen freut sich der Museumsleiter ganz besonders: Am 13. April wird der Richard-Bampi-Preis der Gesellschaft der Keramikfreunde verliehen, der nur alle drei bis fünf Jahre vergeben wird und in dessen Jury auch Lechelt sitzt. Tags drauf startet die „extrem vielfältige Sonderausstellung" dazu. „Keramiks" heißt die Sonderausstellung ab 19. Mai mit ungewöhnlichen Werken von Petra Weifenbach: Sie integriert Bruchstücke aus Fürstenberger Porzellan in zarte Zeichnungen. Ihre Werke werden im Museum in die Dauerausstellung integriert. Dritte Sonderausstellung: „Haute Couture trifft Porzellan" ab 4. August, wobei die „erstaunliche Wechselwirkung des weißen Goldes mit Mode beleuchtet wird. Freien Eintritt haben am 13. Mai zum Muttertag und Internationalen Museumstag alle Mütter. Außerdem ist am 8. September der „Fürstenberg Nachtglanz", eine Museumsnacht mit Programm von 18 bis 1 Uhr, als Premiere geplant. Jahresabschluss ist mit dem Weihnachtsmarkt am ersten und zweiten Dezember-Wochenende, der dieses Mal etwas anders aussehen soll. Die öffentlichen Führungen zu Themenschwerpunkten an Sonntagen sind künftig kostenfrei – das heißt, nur der Museumseintritt wird fällig.www.fuerstenberg-schloss.com

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