Der umgebaute VW Polo brachte das Racing Team Fürstenberg sicher durch die französischen Alpen. - © Privat
Der umgebaute VW Polo brachte das Racing Team Fürstenberg sicher durch die französischen Alpen. | © Privat

Fürstenberg/Höxter 5.000 Kilometer durch Europa für den guten Zweck

Zwölf Tage lang sind ein Fürstenberger und ein Höxteraner in einem alten VW Polo unterwegs. Dabei müssen sie bestimmte Aufgaben lösen. Außerdem sammeln sie Geld für einen guten Zweck

Fürstenberg/Höxter. 5.000 Kilometer, zwölf Tage, zehn Länder, zwei Männer, ein Auto: Als „RTF – Racing Team Fürstenberg" nahmen Christopher Plichta, Mitarbeiter bei TÜV Nord, und sein Freund Felix Borutta an der European 5000 Adventure Rallye teil. Während des Roadtrips durch Europa sammelten die Männer aus Höxter und Fürstenberg Geld für die Verbesserung der Notfallhilfe. Plichta (24) und Borutta (25) kennen sich schon seit ihrer Kindheit und sie teilen eine Leidenschaft: alte Autos und ihre Technik. „Es macht einfach mehr Spaß, wenn man ‚nur mit einem Schraubenzieher ausgerüstet‘ noch viel selber machen kann", sagt Plichta, der zurzeit ein duales Studium in Göttingen in Kooperation mit TÜV Nord absolviert. Keilriemenriss zwischen Andorra und Barcelona Vor anderthalb Jahren ist die Idee entstanden, gemeinsam mit Borutta an einer Rallye teilzunehmen. Die Wahl fiel auf die European 5000 Adventure Rallye. Innerhalb von zwölf Tagen mussten sie zehn Länder durchqueren. Angefangen in München führte die Route über die Alpen in Richtung Mittelmeer und durch die Provence nach Spanien. Von dort aus ging es durch die spanische Wüste, über die Pyrenäen und dann entlang der Atlantikküste bis zum Ziel in Amsterdam. Das Motto der Reise: Back to the roots – zurück zu den Wurzeln. Bei der Rallye waren ausschließlich Fahrzeuge erlaubt, die 20 Jahre alt oder älter sind. Darüber hinaus war die Nutzung von GPS zur Orientierung verboten und die Teams sollten so wenig wie möglich auf Autobahnen fahren. Am Ende der zwölftägigen Tour hatten sie insgesamt 5.000 Kilometer zurückgelegt. Trotz schlechten Wetters und kleiner Pannen, wie ein Keilriemenriss zwischen Andorra und Barcelona, kamen Plichta und Borutta gut voran. Eigentlich hatten sich die beiden Abenteurer vorgenommen, auf Feldbetten unter freiem Himmel zu schlafen. Doch wegen des schlechten Wetters mussten sie es sich, so gut es ging, in ihrem umgebauten VW Polo 86c, Baujahr 1990, gemütlich machen. Für die Tour hatten die beiden im Vorfeld die Motorelektronik so umgebaut, dass der Wagen per Knopfdruck gestartet werden kann. „Bei der Rallye geht es schließlich auch um Zeit, da wollen wir uns nicht lange damit aufhalten, den Schlüssel umzudrehen", lacht Borutta. Für die Verpflegung galt ebenfalls das Schnelligkeitsprinzip: Die Fahrer versorgten sich in den Supermärkten Europas mit Brötchen, Aufschnitt und Dosenravioli. Auf ihrer Reise haben Plichta und Borutta einige interessante Orte besichtigt, wie einen Streckenabschnitt der Formel 1 in Monaco. „Das war für uns Autofans natürlich toll, aber auch kulturell haben wir einiges gesehen. Beeindruckend war die ‚Schmelzende Uhr‘ von Salvador Dali in Andorra", schwärmt Plichta. Unterwegs galt es zudem, verschiedene Aufgaben zu lösen. Am Anfang der Tour erhielten alle Teams eine Büroklammer, die sie wie bei Hans im Glück gegen etwas anderes eintauschen sollten. Die neuen Gegenstände sollten wiederum in jedem Land weiter getauscht werden. Daraus wurde in Österreich ein Plüschschaf, in der Schweiz ein Sparschwein, in Italien ein Kinderbuch, und in Andorra eine Salami und eine Tüte Kartoffelchips. Mit der Teilnahme an der Rallye wollten Borutta und Plichta Geld für das Projekt „Kampf dem Herztod" der Björn-Steiger-Stiftung sammeln.

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