Daumen hoch: Deutz-Willi Winfried Langner wird auch auf dem Campingplatz in Estland erkannt und angesprochen. Tochter Sabine Langner-Uslu erreichen viele Bilder und Nachrichten. - © Privat
Daumen hoch: Deutz-Willi Winfried Langner wird auch auf dem Campingplatz in Estland erkannt und angesprochen. Tochter Sabine Langner-Uslu erreichen viele Bilder und Nachrichten. | © Privat

Höxter/Lauenförde Bei Deutz-Willi läuft’s wieder wie geschmiert

Weltenbummler mit Trecker: Winfried Langner wird am Dienstag in St. Petersburg von der Generalkonsulin empfangen. Tochter Sabine fliegt am Sonntag zu ihrem Vater und wird ihn dorthin begleiten

Simone Flörke

Höxter/Lauenförde/Merejoa. Das dringend benötigte Motoröl für Trecker Robert ist Mittwochmorgen auf dem Merejoa-Campingplatz in Estland angekommen. Und Deutz-Willi Winfried Langner hat die letzten rund 250 Kilometer Richtung St. Petersburg unter die Räder genommen. Mit Tempo 18. In der alten Zarenstadt wird der 81-jährige Weltbummler am Dienstag, 4. Juli, von der Generalkonsulin empfangen. Und dabei von Tochter Sabine Langner-Uslu begleitet, berichtete die Höxteranerin. Sie fliegt am Sonntag von Hannover über Amsterdam nach St. Petersburg und will ihren Vater dort in die Arme nehmen. Der war am 20. Mai mit Trecker Robert und Wohnwagen Schnecke ab Lauenförde auf die 3.000 Kilometer-Tour nach Russland – und 3.000 Kilometer wieder zurück – aufgebrochen. Nach einem Zwangsstopp wegen eines Schadens an der Achse von Trecker Robert vor kurzem saß Deutz-Willi erneut seit Freitagabend auf dem Merejoa-Campingplatz in Estland fest. Das Öl, das er dort bekam, konnte er für die regelmäßigen Ölwechsel nach den vielen Betriebsstunden von Robert nicht nutzen, berichtet seine Tochter. „Eigentlich dachte er, dass in der Kanne auf dem Trecker noch Öl ist – aber es war Diesel. Die Kanne, die er suchte, steht daheim in der Garage", erzählt die Höxteranerin. Und setzte alle Hebel in Bewegung, um ihrem Vater das Öl nach Estland zu schicken. „Das hat mich viele Anrufe gekostet." Aber wichtig ist: Es ist Mittwoch um 8 Uhr angekommen. Und es läuft nun wieder wie geschmiert Richtung Osten. Die Wartezeit auf dem Campingplatz habe ihr Vater sehr genossen. Er wird auch in Estland oft erkannt und angesprochen. So erreichen Bilder und Nachrichten auch die Tochter daheim in Höxter. „You have a great Dad", las sie jetzt in einer E-Mail. Ein Ehepaar aus Lahr schickte Bilder und die Nachricht, sie hätten eine TV-Sendung über ihren Vater gesehen und „ihn auf dem Weg hierher auf der Kurischen Nehrung bei Nida entdeckt. Gestern die Überraschung auf dem Campingplatz Mereoja." Sie schreiben ihr von einem „sehr netten Gespräch mit dem Globetrotter". Und schließen mit dem Satz: „Ihr Papa hat ja noch einiges vor." Unter anderem den Empfang im Generalkonsulat von St. Petersburg.

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