Beverungen Beverungen schreibt ein Buch

Volkshochschule ruft Bürger und Vereine zur Beteiligung auf

Der Beverunger VHS-Leiter Dr. Andreas Knoblauch Flach wirbt für die Teilnahme am Projekt "Meine Stadt schreibt ein Buch". Flyer dazu werden in den kommenden Tagen in Beverungen verteilt. - © FOTO: DAVID SCHELLENBERG
Der Beverunger VHS-Leiter Dr. Andreas Knoblauch Flach wirbt für die Teilnahme am Projekt "Meine Stadt schreibt ein Buch". Flyer dazu werden in den kommenden Tagen in Beverungen verteilt. | © FOTO: DAVID SCHELLENBERG

Beverungen. Geschichten aus Beverungen für Beverungen - diese möchte die Volkshochschule gern in einem Buch verewigen. VHS-Leiter Dr. Andreas Knoblauch-Flach ruft deshalb zur Beteiligung am Projekt "Meine Stadt schreibt ein Buch" auf.

"An jedem Tag kommen wir mit Menschen zusammen, geschieht etwas mit uns oder um uns herum, erfüllen sich Träume, erleben wir Niederlagen", sagt Knoblauch-Flach. Genau diese Alltagsgeschichten, die oft mit konkreten Orten verbunden sind, sucht die VHS. Anekdoten, Ereignisse, überlieferte Geschichten - thematische Beschränkungen gibt es nicht. Nur einen Bezug zu Beverungen oder den Ortschaften sollen die Beiträge haben. Die Dörfer sollen gleichberechtigt vertreten sein", so der Initiator.

Er könnte sich beispielsweise gut vorstellen, dass jemand einen Erlebnisbericht vom Cro-Konzert verfasst. "Und es geht ausdrücklich nicht um hochliterarische Texte", ergänzt der VHS-Leiter. Aussortiert würden nur radikales Gedankengut und politische Propaganda. Und zu lang sollte die Geschichte auch nicht sein - immerhin sollen viele Beiträge im Buch Platz finden. "Ich unterstütze die Aktion, weil in unserer Stadt jeden Tag interessante Dinge geschehen, die in Summe die Lebensqualität unserer Heimat ausmachen", erklärte Bürgermeister Christian Haase in einem Beitrag zur Aktion.

Mitmachen kann jeder. Egal ob Akademiker oder Arbeiter, Senior oder Schüler. Kindergartenkinder, die noch nicht schreiben können, sind eingeladen, ein Bild zu malen. Wer Spaß daran hat, eine Geschichte als Comic zu erzählen, ist auch dazu eingeladen.

Und Touristen, die nur ein paar Tage in Beverungen verweilen, dürfen ihre Eindrücke ebenfalls beisteuern. "Auch Beiträge von Gruppen sind möglich", ergänzt Knoblauch-Flach. Multiplikatoren wie das Seniorennetz oder Beverungen Marketing sowie Schulen und Kindergärten werden gezielt angesprochen, um eine breite Beteiligung zu erreichen. Die Volkshochschule selbst wird beispielsweise in ihren Migrations- und Sprachkursen um Geschichten werben. "Die könnten zum Beispiel als kleines Kurs-Projekt entstehen", sagt Knoblauch-Flach.

Die ganze bunte Mischung aus Texten soll zunächst im Internet und später in einem Buch veröffentlicht werden. Als Projektzeitraum ist mindestens ein Jahr geplant, um den Schreibern genügend Zeit zu geben. Und wer sich nicht sicher ist, wie er einen Text verfassen soll, kann an den Schreibwerkstätten teilnehmen, die einmal monatlich von der Volkshochschule angeboten werden. Alle notwendigen Informationen mit einer technischen Anleitung finden sich auf www.vhs-beverungen.de/buch.

Auf der Internetseite www.meine-stadt-schreibt-ein-buch.de ist im Bereich Beverungen bereits eine Beispielgeschichte hinterlegt. In der erzählt Andreas Knoblauch-Flach von einem Spaziergang an der Weser, den er jeden Mittag unternimmt, um etwas zu entspannen. "Fast immer finden sich Enten und Schwäne am Dampferanleger. Verwunderung kam auf, als eines Tages wie selbstverständlich am Ufer ein Ibis stand. Woher der wohl seinen Weg genommen haben mag?", schreibt der VHS-Leiter es in diesem Text. Der Spaziergang ist ein Anfang. Herauskommen soll ein dickes Buch, das als literarischer Spiegel eines Jahres in Beverungen, der später viel Freude beim Lesen macht. Ein regelmäßiger Besuch auf der Seite des Projekts lohnt sich, denn es sollen fortlaufend interessante Texte hinzukommen.

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