Während des sechsstündigen Turniers in der Beverunger Eishalle waren viele interessante Schwungvarianten zu beobachten. - © FOTOS: TORSTEN WEGENER
Während des sechsstündigen Turniers in der Beverunger Eishalle waren viele interessante Schwungvarianten zu beobachten. | © FOTOS: TORSTEN WEGENER

Beverungen Sieg für die "Lustigen Brüder"

Beverungen. Beim letzten Wettbewerb waren sie noch knapp im Halbfinale gescheitert und mussten sich mit Platz drei begnügen. Diesmal hat es geklappt: Die Lustigen Brüder aus Peckelsheim haben die 3. Offene Beverunger Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen gewonnen. 24 Teams aus Beverungen und Umgebung duellierten sich auf dem kühlen Untergrund der Beverunger Eisbahn.

Wenn es so richtig "zapfig" kalt ist, dass sich sogar die Sonne hinter einer wärmenden Wolkendecke zurückzieht, hat ein Sport Hochkonjunktur, der vor allem gesellig ist. Die Spieler brauchen nicht viel: Einen Eisstock, gutes Schuhwerk, warme Kleidung und wärmende Getränke. Der Rest kommt von alleine: Vor allem jede Menge Spaß.

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So war es auch bei der Beverunger Stadtmeisterschaft. Jedoch waren die Teams auch mit Akribie bei der Sache, wenn sie sich mit den Mitstreitern duellierten.

Damen-, Herren- und Mixed-Mannschaften traten auf acht Bahnen gegeneinander an. Die 24 Teams wurden in acht Dreiergruppen aufgeteilt. Nur für die Gruppenletzten war das das Turnier bereits nach der Vorrunde beendet. Die restlichen 16 Teams kamen ins Achtelfinale.

Die Veranstalter (Beverunger Eisbahn, Beverungen Marketing und der ERC Weserbergland) zogen bereits nach der Vorrunde ein positives Zwischenfazit. Die dritte Auflage der Winter-Gaudi war erneut ein voller Erfolg. Dass das Teilnehmerfeld von 32 Teams auf 24 abgespeckt war, wirkte sich positiv auf das Turniergeschehen aus. Kegelclubs, Sportteams, Stammtische oder Freundeskreise – jeder konnte ein Team melden.

Eisstockschießen ist eine Mischung aus Boule, Curling und Kegeln. Auf dem glatten Boden muss das Spielgerät möglichst dicht an der Daube platziert werden. Vier Spieler standen pro Partie für ein Team auf der Eisfläche. In der Vorrunde wurden sechs Kehren gespielt, im K.o.-System vier. In jeder Kehre platziert ein Spieler einen Eisstock. Um erfolgreich zu sein, braucht es eine Portion Zielsicherheit und einen schwungvollen Arm. Der Rest kommt von alleine.

Überraschend im Viertelfinale scheiterte der Vorjahressieger, der Kegelclub "Auf geht’s". War der Titelverteidiger durch die Vorrunde noch mühelos spaziert, kam in der Runde der letzten acht Teams das Aus.

Millimeterentscheidungen dominierten die Schlussphase des Turniers. Das Schiedsrichterteam um Norbert Loepp musste immer wieder den Maßstab zur Hilfe nehmen, um zu sehen, welcher Eisstock näher an der Daube liegt.

Teams, die eine Spielpause hatten oder ausgeschieden waren, konnten sich beim Hüttenbereich amüsieren. Mitten zwischen den Spielbahnen wurde eine Hüttenbewirtung angeboten. Für die passende Musik sorgte DJ Ramazotti vom DJ-Team Stagetec aus Paderborn.

Am späten Abend stand dann der Sieger fest. Die "Lustigen Brüder" aus Peckelsheim gewannen das Finale gegen "Flutschfinger", ein Lehrerteam, das vorher noch nie einen Eisstock in der Hand gehabt hatte. Der Vorjahresdritte komplettierte damit seine Pokalsammlung bei den Eisstockmeisterschaften. Bei der Premiere hatten die "Lustigen Brüder" bereits den zweiten Platz belegt.

Platz drei errang Juventa 88, das im kleinen Finale die "Kugelakrobaten" bezwang. Juventa 88 wird es auch sein, der für die nächste Wintergaudi in Beverungen sorgen wird. Im Januar veranstaltet der Unternehmerclub das erste Beverunger Schlittenrennen.

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