Der unscheinbare Defibrillator kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. - © ARCHIVFOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN
Der unscheinbare Defibrillator kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. | © ARCHIVFOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Dalhausen Defibrilator für Dalhausen

Unternehmer Andreas Decker spendet elektrischen Lebensretter

Dalhausen. In Dalhausen soll ein Defibrilator öffentlich zugänglich in der Ortsmitte installiert werden. Das berichtet der Bezirksausschussvorsitzende Bernhard Villmer. Unternehmer Andreas Decker, gleichzeitig auch Sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Dalhausen, will der Ortschaft einen mobilen Defibrilator schenken.

"Wir bedanken uns schon einmal im Voraus bei Andreas Decker für die großzügige Spende, die Leben retten kann", sagt der Ausschussvorsitzende.

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Manchmal entscheiden wenige Minuten über Leben und Tod. Daher ist es besonders wichtig, dass im Falle des Falles schnell Hilfe geleistet wird. Deswegen stellt Andreas Decker das Hilfsangebot der besonderen Art in Dalhausen zur Verfügung.

"Gerade in einer Gemeinde, wo es bis zum Eintreffen eines Rettungswagens durchaus etwas länger dauern kann, ist dies sehr wichtig", sagt der Unternehmer, der dies im eigenen Betrieb selbst miterlebte, als es über 20 Minuten dauerte, bis der Notarzt in Dalhausen eintraf.

"Da der Defibrilator zentral im Ort und zu jeder Zeit für alle Bürger zugänglich sein soll, wird er im Vorraum der Volksbank angebracht werden. Die Volksbank hat diesem Vorhaben bereits zugestimmt", berichtet Bernhard Villmer.

Der Defi kann auch von Laien ohne Probleme genutzt werden. Sobald das Gerät herausgenommen und eingeschaltet wird, meldet sich wie bei einem Navigationssystem eine freundliche Stimme, die ganz konkrete Anweisungen gibt, was zu tun ist. Der plötzliche Herztod ist mit jährlich mehr als 100.000 Betroffenen eine der häufigsten Todesursachen. Betroffene haben eine gute Überlebenschance, wenn innerhalb von drei bis fünf Minuten mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen wird.

Alle zwei Jahre muss der Defibrilator gewartet werden, wodurch Kosten in Höhe von 240 Euro anfallen. Der Ausschussvorsitzender Villmer hält eine Übernahme der Wartungskosten durch die Vereine für sinnvoll. "Wenn die Vereine sich um die Wartung kümmern müssen und es bei den Vereinsmitgliedern bekannt machen, bleibt auch der Defi dauerhaft im Gespräch und Gedächtnis. Denn es muss bei der Bevölkerung auch fest verankert sein, dass wir diesen Lebensretter zukünftig haben werden. Jeder muss sich in der Notsituation daran erinnern", sagte Villmer.

Bei der in Kürze stattfindenden Vorständetagung der Ortsvereine will der Ausschussvorsitzende dafür werben.

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