Beim Rückschnitt am Bever-Ufer muss die europäische Wasserrahmenrichtlinie eingehalten werden. - © FOTO: TORSTEN WEGENER
Beim Rückschnitt am Bever-Ufer muss die europäische Wasserrahmenrichtlinie eingehalten werden. | © FOTO: TORSTEN WEGENER

Dalhausen Anwohner befürchten Bever-Hochwasser

Bauhof verspricht Rückschnitt / Gutachten zum Alleenradweg liegt vor

Dalhausen (tor). Wenige Entscheidungen musste der Bezirksausschuss Dalhausen in seiner jüngsten Sitzung beschließen. Dafür bekamen die zahlreichen Zuhörer wichtige Informationen vom Bezirksausschussvorsitzenden Bernhard Villmer und den Verwaltungsmitarbeitern zu den Themen Straßenbau, Alleenradweg und Unterhaltungsarbeiten an der Bever mitgeteilt.

Arbeiten an der Bever

Große Sorgen bereitet Bernhard Villmer der Zustand der Bever. "Ich weiß nicht was passiert, wenn wir im Winter Hochwasser bekommen. Die Bever ist sehr zugewachsen", so Villmer. Viel Anwohner teilen die Befürchtung und bemängelten, dass seit Jahren keine Forellen mehr in der Bever zusehen seien und sich die Enten zurückgezogen haben. "Stattdessen haben wir jetzt Springkraut, das unsere heimische Pflanzenwelt zerstört", sagte Zuhörer Alfons Menke. Verwaltungsmitarbeiter Norbert Villmer erklärte, dass der Bauhof den Rückschnittsarbeiten vornehmen werde. Allerdings müsse man die europäische Wasserrahmenrichtlinie beachten, die eine Verbesserung des ökologischen Zustands der Gewässer vorsieht.

Norbert Villmer berichtete zudem, dass sowohl oberhalb der Beverbrücke (Obere Hauptstraße/Lange Reihe) als auch unterhalb der Brücke Unterhaltungsarbeiten notwendig sind. Es ist beabsichtigt, Ufervorländer dort zu schaffen, wo die Bever unmittelbar bis an den Unterbau der Oberen Hauptstraße beziehungsweise an die Stützmauer zur Langen Reihe reicht. In beiden Bereichen sind die angrenzenden Straßen durch Unterspülungen gefährdet.

Um die Abflussleistung der Bever nicht negativ zu beeinträchtigen, wird es an den jeweils gegenüberliegenden Ufern notwendig, dort vorhandene Ablagerungen zu entfernen. Damit wird erreicht, dass der eigentliche Gewässerstrom inmitten der Gewässerparzelle liegt und die Randbereiche geschützt werden.

Alleenradweg auf der stillgelegten Bahntrasse

Eine Artenschutzprüfung (ASP) hat die Planungen für den Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse von der Brücke über die K44 beim neuen Friedhof bis zur Brücke an der Gemarkungsgrenze nach Borgholz, etwas aufgehalten. Die ASP hat das Vorkommen von Schlingnattern und Zauneidechsen bestätigt. Allerdings kommt der Gutachter auch zu dem Ergebnis, dass erhebliche Störungen für die streng geschützten Arten durch den geplanten Bau des Radweges nicht zu erwarten sind.

"Das Gutachten liegt bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Höxter zur Prüfung vor. Wir gehen davon aus, dass wir noch in diesem Jahr eine Stellungnahme erhalten, ob sie die Ergebnisse des Gutachtens teilt", sagt Norbert Villmer. Sollte es kein Veto geben, kann die Detailplanung erstellt und die Vereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW beschlossen werden. Die Planung wird dann in einer Bezirksausschusssitzung oder Bürgerversammlung vorgestellt.

Ausbau des Hellweges

Die Straßen- und Immobilienbetriebe Beverungen beabsichtigen, die Straße "Hellweg" im kommenden Jahr 2013 in Verbindung mit der weiterführenden Kanalsanierung bis zur Unteren Hauptstraße auszubauen. "Es ist erfreulich, dass nach dem Ausbau des Urentalstraße nun bereits eine weitere sanierungsbedürftige Straße in Dalhausen repariert wird", erklärte Bernhard Villmer. Die Erneuerung des Hellweggrabens erfolgt von der Einmündung Hermannstraße bis zur Unteren Hauptstraße. 50 Prozent der anfallenden Kosten im Straßenbereich und 60 Prozent der anfallenden Kosten im Gehwegbereich werden auf die angrenzenden Grundstückseigentümer umgelegt.

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