Dalhausen Neue Beverbücke in Dalhausen ist fertig

Neubau nach gut fünf Monaten abgeschlossen. Straßen- und Immobilienbetriebe Beverungen investieren 350.000 Euro

Torsten Wegener

Dalhausen. Eher unscheinbar war die Brücke, die in Dalhausen an der Beverstraße über die Bever führte – dennoch war der komplette Neubau mit einem großen Aufwand verbunden. „Umso glücklicher sind wir, dass der Neubau an einer sehr hochwassergefährdeten Stelle komplett fertig ist", sagt Bürgermeister Hubertus Grimm. Seit Ende September rollt bereits der Verkehr wieder über die Brücke. Letztendlich betragen die Gesamtkosten 350.000 Euro, die von den Straßen- und Immobilienbetriebe getragen werden. 2015 war bei turnusgemäßen Prüfungen festgestellt worden, dass die mehr als 60 Jahre alte Brücke starke Korrosionsschäden und Risse am Körper aufweist. „Eine Sanierung war aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll", sagt Rainer Wohlfahrt, Leiter der Abteilung Straßenbau und Straßenunterhaltung bei der Stadt. Kosten und Bauzeit erhöhten sich Zunächst hatte man gehofft, dass der Neubau innerhalb von drei Monaten abgewickelt werden könne und die Kosten rund 260.000 Euro betragen. Da die Anforderungen beim Neubau jedoch entsprechend hoch waren, erhöhten sich Kosten und Bauzeit. Das Grundproblem war, dass die Brücke die einzige Straßenverbindung in das Wohngebiet und zu einem Gewerbebetrieb ist. Zwar gibt es gut 150 Meter weiter nördlich noch eine Fußgängerbrücke, doch für Last- und Personenkraftwagen musste eine Lösung gefunden werden. Eine besondere Herausforderung stellten dabei die beengten Platzverhältnisse dar, denn für eine Behelfsüberquerung war eigentlich kein Platz. So führte die Umleitung direkt neben der Brücke durch den Garten eines Anliegers und über einen Parkplatz. Für die Ersatzbrücke wurden Rohre in die Bever gelegt, die den Durchfluss des Wassers ermöglichten. „Dabei mussten wir auch den Hochwasserschutz ausreichend berücksichtigen", sagte Jenny Nörenberg vom Planungsbüro Thormählen und Peuckert. Neue Brücke ist zwei Meter länger Wie wichtig das war, zeigte ein Hochwasser im Frühjahr, als die Umleitung überflutet, die Umgebung aber nicht überschwemmt wurde. Die neue Brücke ist nun zwei Meter länger und hat eine Stützweite von zwölf Metern. „Da sie auch etwas höher ist, konnten wir dadurch den Hochwasserschutz noch einmal verbessern", so Nörenberg. Die Fahrbahnbreite liegt, genau wie bei der alten Brücke, bei 4,20 Meter. Im Zuge des Brückenbaus wurden auch sämtliche Versorgungsleitungen in das Wohngebiet Beverstraße erneuert.

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