Würrigser Straße - © Torsten Wegener
Würrigser Straße | © Torsten Wegener

Würgassen will das Tempo drosseln

Neue Verkehrsregel: Alle Straßen im Ort sollen als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden

Von Torsten Wegener Würgassen. Würgassen könnte schon bald komplett zur Tempo-30-Zone werden. Der Bezirksausschuss unterstützt mehrheitlich eine generelle Tempo-30-Regelung in der Ortschaft und folgt damit einem Antrag eines Würgasser Bürgers. Die Straßen in Würgassen sind eng und verwinkelt. Auch die „Hauptverkehrsstraße“, die Würrigser Straße, ist schmal und bietet kaum Parkmöglichkeiten. Wie in Ortschaften jedoch normal üblich darf überall mit 50 Stundenkilometern gefahren werden. In den Nebenstraßen gilt allerdings „rechts-vor-links“. Nur im Bereich Kindergarten/Kirche ist eine 30er-Zone ausgewiesen. Um die hohen Geschwindigkeiten am Ortseingang zu drosseln, gibt es seit über einem Jahr an der Ortsein- und ausfahrt an der Würrigser Straße Verkehrsinseln. Nun will man einen Schritt weiter gehen. Ganz Würgassen soll zur 30-Zone werden. Das ist möglich, weil in Würgassen alle Straßen gleich gelagert sind, eine Bundes- oder Landesstraße gibt es nicht. „Vom Grundsatz her besteht deswegen die Möglichkeit, die gesamte Ortschaft Würgassen als Tempo-30-Zone auszuweisen“, heißt es von der Beverunger Verwaltung. Ausnahme bildet nur die Straße An den Pappeln, die verkehrsberuhigt ausgebaut ist und weiterhin ein „verkehrsberuhigter Bereich“ bleiben würde. Der Bezirksausschuss sprach sich mehrheitlich für die komplette Tempo-30-Zone aus. Vor allem viele jungen Eltern hatten in der Bezirksausschusssitzung darum geworben. „Die Umsetzung ist kurzfristig möglich“, sagt die Beverunger Verwaltung. Vorgeschaltet wäre lediglich eine entsprechende Verkehrsanordnung durch die Straßenverkehrsbehörde. Schilder „Tempo-30-Zone“ müssten an den Ortseingängen sowie am jeweiligen Ende des „verkehrsberuhigten Bereichs“ aufgestellt werden. Zu beachten ist dann jedoch, dass dann in allen Straßen die Vorfahrtsregel „rechts-vor-links“ gilt. Alle Verkehrszeichen, die die Vorfahrt regeln, würden nach Ausweisung der „Tempo-30-Zone“ entfernt. Eine Ausnahme bilden lediglich die Straßen, die von anderen Straßen durch einen abgesenkten Bordstein getrennt sind. Diese Straßen sind grundsätzlich nachrangig. Ebenso wären alle Gefahrzeichen in der Ortschaft zu entfernen.

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