Hubertus Grimm will am 3. September viele Straßenfeste im Stadtgebiet besuchen - © Torsten Wegener
Hubertus Grimm will am 3. September viele Straßenfeste im Stadtgebiet besuchen | © Torsten Wegener

Beverungen In Beverungens Straßen soll gefeiert werden

Anmeldezahlen sind bisher aber überschaubar

Torsten Wegener

Beverungen. Egal ob im Hinterhof, auf der Straße oder dem Platz um die Ecke, am Samstag, 2. September, sollen die Wohngebiete im Beverunger Stadtgebiet zu einer Festmeile werden. Anlässlich des Jubiläums „600 Jahre Stadtrechte Beverungen" wird am ersten Septemberwochenende in der ganzen Kommune der „Tag der Straßenfeste" gefeiert. Der Kreativität seien dabei keine Grenzen gesetzt. Früher waren die Straßen „Lebensraum” – man hat sich getroffen, gespielt, unterhalten. Heute werden sie vor allem vom Verkehr dominiert. Im Jahr des Stadtjubiläums will Bürgermeister Hubertus Grimm die Nachbarschaftspflege wieder aufgreifen. Schon im Januar des Jahres hatte er erklärt, dass ihm der Tag des Straßenfestes sehr am Herzen liege. Alle Bewohner in allen Straßen in allen zwölf Ortschaften sind aufgerufen, sich an diesem „Tag der Straßenfeste" zu beteiligen. Dabei seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es könne ganz traditionell wie immer gefeiert werden oder man mache sich das Motto „600 Stadtrechte Beverungen" zu eigen. „Über allem steht ein großes Ziel: Mit diesem Fest soll die gute Nachbarschaft gepflegt, ausgebaut, hier und da mit neuem Leben gefüllt werden. Und neue Nachbarn können sich dabei besser kennenlernen", sagt Grimm. Bis 1 Uhr nachts darf gefeiertwerden Eine gute, friedliche Nachbarschaft sei ein kostbares Gut, an dem alle jeden Tag immer wieder neu mitwirken müssten. Konflikte am Maschendrahtzaun würden oft nur entstehen, weil man im Vorfeld es verpasst habe sich mal vernünftig vorzustellen, so der Bürgermeister. Nun startet Grimm noch einmal einen Aufruf an alle Bürger, an dieser besonderen Aktion teilzunehmen. Wie die Idee dann umgesetzt wird, sei den Organisatoren selbst überlassen, auch die Größenordnung. Es kann eine Straße feiern, mehrere Straßen finden sich zu einem Quartiersfest zusammen oder eine Straße lädt andere Straßen ein. Natürlich kann zudem auch eine Ortschaft ein Dorfstraßenfest feiern, so wie es in Jakobsberg geplant ist. Dort soll die Corveyer Straße für ein Dorffest genutzt werden, weiß Grimm, in Amelunxen will man sich rund um die alte Dorfschule versammeln. In Beverungen gibt es eine Quartiersanmeldung für den Bereich Hinterm Brink/Kleines Feld. Trotzdem sei die Resonanz bisher nicht wie erhofft. Die Anmeldezahlen haben gerade einmal das Dutzend überschritten, bei insgesamt 275 Straßen im Stadtbezirk. Es sei allerdings auch nicht ausgeschlossen, dass es eine Dunkelziffer noch gebe. Dass zwar etwas geplant wird, es aber nicht offiziell angemeldet ist. So hofft der Bürgermeister, dass sich diese Straßen noch offiziell melden und dass es in den nächsten Tagen noch weitere Straßenzüge gibt, deren Anwohner sich jetzt noch spontan entschließen einen Kuchen zu backen, einen Salat zu schnippeln und den Grill auf die Straßenmitte zustellen. Grundsätzlich steht auch immer noch das Angebot des Bürgermeisters, jedes Straßenfest zu besuchen. Die Nachtruhe für den Samstagabend ist dafür extra auch bis 1 Uhr aufgehoben worden. Zudem besteht natürlich auch die Möglichkeit, das Straßenfest am Sonntag mit einem Frühschoppen erst ausklingen zu lassen. Anmeldungen sind über ein Formular auf der Homepage der Stadt Beverungen möglich sowie formlos per E-Mail an rathaus@beverungen.de

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