Treffen sich an der Weser: Ein Rentier aus der Tundra und ein Känguru aus Tasmanien. - © Torsten Wegener
Treffen sich an der Weser: Ein Rentier aus der Tundra und ein Känguru aus Tasmanien. | © Torsten Wegener

Beverungen/Lauenförde. Närrischer Lindwurm im Höchsttempo

Windböen: Der Carnevalsverein Weserbrücke verzichtet beim Rosenmontagsumzug in Beverungen und Lauenförde auf die Motivwagen

Torsten Wegener

Beverungen/Lauenförde. Angesichts der zu erwartenden Windböen am späten Nachmittag hatten die Jecken im Dreiländereck den närrischen Lindwurm leicht umgewandelt. Der Umzug durch Lauenförde und Beverungen war eher ein Rosenmontagsmittelstreckenlauf. Ansonsten herrschte bei den Karnevalisten links und rechts der Weser super Stimmung. Immer wieder schallte ein donnerndes "Weserbrücke Helau" durch die Gassen. Schon früh im Tagesverlauf waren sich die Verantwortlichen des Carnevalsverein Weserbrücke sicher, immer in Absprache mit den Verwaltungen, dass der Rosenmontagsumzug wie geplant stattfinden wird. Man behielt das Wetter aber im Auge und stand auch mit dem Flughafen in Paderborn in Kontakt, um im Bedarfsfall angemessen reagieren zu können. Eine Reaktion gab es dann gut 90 Minuten vor dem Umzug. "In Absprache mit dem Ordnungsamt haben wir entschieden, alle zwölf Wagen aus dem Programm rauszunehmen. Das ist sehr ärgerlich für die ganzen Wagenbauer, aber Sicherheit geht vor", sagte CVWB-Präsident Kunibert Lüdtke beim Start des Rosenmontagsumzuges, der bereits elf Minuten früher, also um 14 Uhr startete. Während zwei Gruppen mit Motivwagen dem Umzug ganz fern blieben, marschierten die anderen Gruppen und Garden einfach mit. Das wiederum hatte auch den Vorteil, dass das Prinzenpaar dem närrischen Volk viel näher war. Prinz Daniel, der Große, und Prinzessin Maria, die Strahlende verteilten bestens gelaunt ihre Süßigkeiten und heizten die Stimmung am Straßenrand immer wieder an. Auf der 3,4 Kilometer langen Strecke in Lauenförde und Beverungen drückten die rund 1.000 Beteiligten im Zug auf die Tube. Auf ausgiebige Schunkelrunden mit den Zuschauern wurde diesmal verzichtet. Für den richtigen Takt sorgten sieben Spielmannszüge. Doch das hohe Tempo hatte sich gelohnt, denn als kurz nach 17 Uhr das erste Gewitter begann, waren bereits alle Narren trockenen Fußes in der Stadthalle oder in den Gaststätten angekommen und feierten stimmungsvoll weiter.

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