Beverungen Freie Fahrt auf dem Drahtesel

Alleenradweg in Beverungen nun komplett fertiggestellt

VON TORSTEN WEGENER

Bauamtsleiter Ludger Ernst (v.l.), Daniel Kahl (Firma Nolte), Bürgermeister Hubertus Grimm und Thomas Rensing (Straßen-NRW) eröffnen offiziell die neue Strecke. - © FOTO: WEGENER
Bauamtsleiter Ludger Ernst (v.l.), Daniel Kahl (Firma Nolte), Bürgermeister Hubertus Grimm und Thomas Rensing (Straßen-NRW) eröffnen offiziell die neue Strecke. | © FOTO: WEGENER

Beverungen. Die letzten Büsche sind gepflanzt und die Bänke an ihrer Position: Nachdem sich die Beverunger schon ein halbes Jahr am Alleenradweg erfreuen, ist er nun auch offiziell fertiggestellt und eröffnet worden. Schöner kann man durch eine Stadt nicht radeln. Und vor allem belastet der Rad- und Gehweg den Stadtsäckel nicht.

Geteert ist der Radweg auf der alten Beverunger Bahntrasse seit Dezember 2013. "Und seit dieser Zeit kann man auch jeden Tag feststellen, dass die Beverunger den neuen Radweg angenommen haben", betont Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm.

Initiiert wurde der Alleenradweg noch von Grimms Vorgänger Christian Haase. "Und er ist dabei auch auf Widerstand gestoßen", erinnert Grimm. "Doch all die Bedenken, die vor allem etwas mit dem Sichtschutz zu tun hatten, konnten aus dem Weg geräumt werden", betont der amtierende Bürgermeister.

Zusammen mit dem 2,7 Kilometer langen Alleenradweg in Dalhausen wurde der 1,4 Kilometer lange Abschnitt in Beverungen geplant. Beverungen erhielt für die Umsetzung Fördermittel in Höhe von 970.000 Euro. "Und mit diesem Geld konnten wir die Kosten für Planung, Grundstückserwerb, Baukosten und Beschilderung für beide Teilabschnitte abdecken. So hat die Kommune kostenfrei zwei Grundstücke und Radwege erhalten", betont Grimm. Der Alleenradweg sei ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt von Bürgern, Politik und Verwaltung. Gesteuert wurden die Fördergelder über die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft RW (BEG), eine gemeinsame Gesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn AG.

Der Radweg in Beverungen führt vom alten Beverunger Bahnhof bis zur Johannes-Diedrich-Straße, nahe dem Feuerwehrgerätehaus. "Von nun an kann man unkompliziert mit dem Rad durch die Stadt kommen", freut sich Grimm. Zudem ergeben sich Vorteile für einige Schüler, die nun schneller und sicherer zum Schulgelände in der Birkenstraße gelangen.

Schade sei lediglich, dass nicht an allen Auffahrten barrierefreie Zugänge zu realisieren waren. Das habe die Topographie entlang der alten Bahnstrecke nicht hergegeben.

Neben Daniel Kahl von der bauausführenden Firma Nolte und Bauamtsleiter Ludger Ernst war auch Thomas Rensing, der Leiter der Regionalniederlassung von Straßen-NRW Sauerland-Hochstift bei der Feierstunde vor Ort. "Auch für uns ist das ein erfreulicher Tag. Der Umstand, dass es in Beverungen und Dalhausen entlang der Bundesstraßen 83 und 241 keine Radwege gab, musste verbessert werden", sagte Rensing. So seien die Alleenradwege auf der ehemaligen Bahntrasse eine vernünftige Alternative. Deswegen habe der Bund auch die entsprechenden Fördermittel zur Verfügung gestellt. Zudem geht er davon aus, dass der Radweg stark frequentiert sein wird: "Bahnstrecken haben nur moderate Steigungen. Das ist für Radfahrer ideal."

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