Dalhausen Radfahrer sind nun sicher unterwegs

Teilabschnitt des 2,7 Kilometer langen Alleenradweges in Dalhausen offiziell freigegeben

VON TORSTEN WEGENER
Bauamtsleiter Ludger Ernst (v. l.), BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz, Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer, Bürgermeister Hubertus Grimm und Bauunternehmer Frank Behre geben den Radweg in Dalhausen offiziell frei.
Bauamtsleiter Ludger Ernst (v. l.), BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz, Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer, Bürgermeister Hubertus Grimm und Bauunternehmer Frank Behre geben den Radweg in Dalhausen offiziell frei.

Dalhausen. Radfahrer und Spaziergänger nutzen den Alleenradweg in Dalhausen bereits seit einigen Wochen. Nachdem nun auch die letzten Feinarbeiten an der Strecke erledigt sind und die Umlaufsperren gesetzt sind, durfte Bürgermeister Hubertus Grimm gestern die 2,7 Kilometer lange Strecke auf der stillgelegten Bahntrasse offiziell eröffnen.

Gerade für Dalhausen hat der Radweg eine besondere Bedeutung, weil an der vielbefahrenen Bundesstraße 241, die durch den Ort führt, kein Platz für einen Radweg ist. "In den vergangenen 15 Jahren haben wir für keine Maßnahme im Ort so viel Dank, Anerkennung, Respekt und Begeisterung erhalten wie für diesen Radweg", hob Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer die Wichtigkeit hervor.

"Der Alleenradweg ist ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt von Bürgern, Politik und Verwaltung", betonte deshalb auch Hubertus Grimm.

Gut zweieinhalb Jahre ist es her, als die Idee der Alleenradwege in den Bezirksausschüssen Beverungen und Dalhausen vorgestellt wurde. Danach folgten Bürgerinformationsabende. Während die Bürger in Dalhausen sofort für den Allenradweg auf der stillgelegten Bahntrasse waren, stieß die Idee in Beverungen zunächst auf Widerstand.

Problem aus Dalhäuser Sicht war nur: Ohne einen Alleenradweg in Beverungen hätte es auch keinen Alleenradweg in Dalhausen gegeben. Denn die Fördermittel bezogen sich auf beide Abschnitte. Geld aus der Stadtkasse war nicht vorhanden. Letztendlich beschloss der Rat im Januar 2012 den Bau der Radwege.

Insgesamt 970.000 Euro hat die Stadt Beverungen für den Bau der beiden Radwege in Dalhausen und Beverungen erhalten. Für Dalhausen sahen die Rahmendaten Gesamtkosten von 686.300 Euro vor. Für Beverungen wurde mit 280.360 Euro kalkuliert. Gesteuert wurden die Fördergelder über die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG), eine gemeinsame Gesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn AG.

"Und das Schöne ist, wir werden die Kosten für den Bau in Dalhausen und Beverungen genau genau einhalten", sagte der Bürgermeister bei der Eröffnung der Teilstrecke in Dalhausen.

Somit hat die Stadt Beverungen, abgesehen von den Unterhaltungskosten, kostenfrei zwei Grundstücke und Radwege erhalten.

Dass ein Radweg für Dalhausen ein Dauerthema für die Bürger war, betonte Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer. "Seit 15 Jahren bin ich Vorsitzender des Bezirksausschusses Dalhausen und seit diesem Zeitraum ist der Radweg auch ein Thema. Doch eine Realisierung war nicht möglich", sagte Villmer. Deswegen gilt laut Villmer vor allem auch der Dank dem Bauamtsleiter Ludger Ernst und dem ehemaligen Bürgermeister Christian Haase, die das Thema sofort angegangen sind, als sie von der Fördermöglichkeiten erfahren hatten.

"Somit ist das Radfahren in Dalhausen nun endlich sicherer. Und natürlich auch für Radtouristiker attraktiver, die Strecken suchen, die eher abseits von den Hauptverkehrsstraßen gelegen sind", sagte Hubertus Grimm. So waren zur offiziellen Eröffnung bereits viele Radfahrer gekommen. Auch eine Gruppe aus dem hessischen Deisel nutzte die Eröffnung für eine Rundfahrt.

Der Radwegeabschnitt in Dalhausen ist 2,7 Kilometer lang, beginnt an der Bahnbrücke beim Friedhof (Biesberg) und endet an der Brücke zum Lebersiek. Mitten im Ort, am Aulter Platz, besteht die Möglichkeit zur Auf- und Abfahrt.

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